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Superschnelle Eingreiftruppe gegen Russland
Aus Tagesschau vom 05.02.2015.
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International Nato reagiert auf Bedrohung aus dem Osten

Das Verteidigungsbündnis Nato stockt seine schnelle Eingreiftruppe auf 30'000 Mann auf. Grund: die Politik von Russlands Präsident Putin. 5000 Soldaten sollen künftig innert Tagen in Konfliktgebieten einsatzbereit sein.

Die Nato plant angesichts der Einmischung Russlands in den Ukraine-Konflikt eine deutliche Verstärkung ihrer schnellen Eingreiftruppe für weltweite Einsätze (NRF). Der schnelle einsatzbereite Teil der aktuellen Truppe besteht derzeit aus rund 13'000 Soldaten. Künftig soll sie rund 30'000 Soldaten umfassen.

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Nato-Eingreiftruppe wird um eine «Speerspitze» ergänzt
02:19 min, aus Rendez-vous vom 05.02.2015.
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Anpassung an das Sicherheitsumfeld

Davon sollen rund 5000 Mann zu einer superschnellen Eingreiftruppe weiterentwickelt werden. Diese «Speerspitze» («Spearhead») solll ab 2016 voll einsatzfähig sein. Ziel sei es, die «Speerspitze» in Krisenfällen innerhalb weniger Tage in Konfliktregionen schicken zu können. Dies sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Auftakt des Verteidigungsminister-Treffens in Brüssel.

«Wir passen unseren Kurs und unsere Kräfte an das Sicherheitsumfeld an», kommentierte Stoltenberg mit Blick auf Russlands Einmischung in den Ukraine-Konflikt sowie die Gefahren durch Extremismus und Terrorismus.

Nach dem Treffen teilte Stoltenber mit, die Verteidigungsminister des Bündnisses hätten sowohl der Vergrösserung einer neuen schnellen Eingreiftruppe wie auch der Einrichtung von Stützpunkten für deren Stationierung in sechs osteuropäischen Ländern zugestimmt. Die Truppe soll aus Land-, Luft-, See- und Spezialkräften bestehen.

Russland unterstützt die ukrainischen Rebellen massiv

Die Gewalt nehme zu und Russland missachte weiterhin internationales Recht, erklärte Stoltenberg weiter. Er sprach von aggressivem Verhalten Russlands und bekräftigte die Nato-Einschätzung, wonach Russland die ostukrainischen Rebellen massiv und auch mit modernsten Waffen unterstütze.

Das westliche Militärbündnis will also schlagkräftiger und wendiger werden und damit gleichzeitig Geschlossenheit und Entschlossenheit demonstrieren. Das ist vor allem den osteuropäischen Nato-Mitgliedern, die sich von Russland bedroht fühlen, ein dringendes Anliegen.

Merkel, Hollande und Kerry in Kiew

Neben diesen militärischen Schritten, die auf eine sich verschärfende Konfrontation deuten, läuft inzwischen auch der diplomatische Apparat wieder höhertourig: Noch heute reisen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande kurzfristig nach Kiew.

Am Freitag reisen sie weiter nach Moskau und wollen dort mit Russlands Präsident Wladimir Putin reden. Im Gepäck haben sie laut Hollande einen neuen Lösungsvorschlag. Dessen Inhalt ist aber noch nicht bekannt. Bereits seit heute Morgen befindet sich ausserdem US-Aussenminister John Kerry in KIew.

Und auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom Wochenende wird das Verhältnis vom Westen zu Russland eine zentrale Rolle spielen.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von F.Riedo , Bern
    Die Nato ist ein Gebilde des kalten Krieges und Leids in der Welt. Überall wo das Bündnis sich eingemischt hat ist Elend, Tod und Unstabilität die Folge. Libyen, Irak, Syrien, Balkan,... Der Warschauer Pakt hat sich aufgelöst, die Nato nicht. Da wundert man sich noch, dass Russland sein Territorium in Gefahr sieht? Wer schürt Kriege weltweit und mischt sich in Regionen ein in denen in diese nichts zu suchen haben. Ja Nato, USA und EU. China ist da ein grosses Vorbild da keinerlei Einmischung.
  • Kommentar von Ari Hamal , München
    Stoltenberg scheint unter Wahrnehmungsstörungen zu leiden. Das aggressive Verhalten geht doch eindeutig von der Nato aus, die ihr Einflussgebiet immer weiter nach Osten ausdehnt und den Stellvertreterkrieg in der Ukraine zu verantworten hat.
  • Kommentar von René Good , Sion
    Zu behaupten die USA oder die EU handelten selbstlos ist naif. Zu behaupten Russland beteilige sich nicht am Konflikt ist ebenso naif. Die Welt so zu sehen wie man sie gerne sehen will, heisst noch lange nicht, dass man weitsichtig oder gar hellsichtig ist; vermutlich eher kurzsichtig, wenn nicht gar blind.