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International Nato schickt Flugzeuge, Schiffe und Soldaten in den Osten

Die Nato zeigt in der Ukraine-Krise demonstrativ Flagge. Angesichts der russischen Militäraktionen haben auch Nato-Staaten Angst bekommen. Nun sollen sie beruhigt werden – ohne die Gesprächsmöglichkeiten mit Russland zu kappen.

Grafik mit Natostaaten.
Legende: Blau: Nato-Staaten. Hellblau: Aufnahmestaaten. Grün: Staaten im Dialog. Übrige: Staaten in friedlichem Kontakt mit Nato. wikipedia.de

Die Nato schickt Flugzeuge, Schiffe und Soldaten in Richtung Osten, um in der Ukraine-Krise militärische Stärke gegenüber Russland zu demonstrieren. Die Massnahmen im östlichen Teil des Bündnisgebietes werden unverzüglich umgesetzt.

Legende: Video Vermittlungsbemühungen der Nato abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.04.2014.

Wie viele Soldaten, Flugzeuge oder Schiffe in Richtung Osten geschickt werden, wurde von der Nato nicht kommuniziert. «Es werden genug sein, um unsere Bereitschaft zu verbessern und um nötigenfalls für mehr vorzubereiten», Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

«Wir haben ein Paket von militärischen Massnahmen beschlossen, um unsere gemeinsame Verteidigung zu stärken und um die Stärke der Bündnissolidarität zu bekräftigen», sagte Rasmussen und fügte hinzu: «Falls nötig, werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Massnahmen folgen.»

Der Nato-Rat reagierte damit auf Bitten der drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Polens und Rumäniens. Vor allem im Baltikum gibt es grosse russischstämmige Bevölkerungsminderheiten.

Die Botschaft der Beschlüsse

«Die Nato wird jeden Verbündeten beschützen und jede Bedrohung unserer grundlegenden Sicherheit abwehren», sagte Rasmussen. «Unsere Verteidigungspläne werden überarbeitet und gestärkt», sagte der Nato-Generalsekretär.

Die Nato will mit den Massnahmen Russland nicht verärgern und betont, man wolle verteidigen, abschrecken und deeskalieren. Rasmussen bekräftigte, die Nato unterstütze das Bemühen der Aussenminister Russlands, der Ukraine, der USA und der EU-Aussenbeauftragten bei den für Donnerstag in Genf geplanten Gesprächen. «Wir fordern Russland auf, Teil der Lösung zu sein», sagte er.

Bereits Anfang April hatte die Nato die Luftüberwachung über dem Baltikum verstärkt. Die Nato hatte auch zusätzliche Aufklärungsflüge über Polen und Rumänien begonnen.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Sehen so reale Vermittlungsbemühungen aus?
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Lasst euch dies sagen, Leute: Gäbe es die NATO nicht, müsste sie erst noch erfunden werden. Dank ihrer Existenz hat sie von 1949 bis 1999, also 50 (!) Jahre lang, zum "Frieden" in Europa beigetragen, und die Schweiz hat auch davon profitiert. Als einer, der z.T. direkt neben dem Eisernen Vorhang aufgewachsen ist - neben dem Finnischen Meerbusen, aber wir konnten in Helsinki von Tallinn aus das estnische Fernsehen empfangen -, will ich keine weitere "Befreiung" mehr vom Osten.
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    1. Antwort von Hans Weiler, St. Gallen
      Sagen sie das bitte all den durch Nato Bomben Umgekommenen im Jugoslawien Krieg und in Lybien. Nur weil man auf der profitierenden Seite steht und all die Opfer ausblendet, die diese "Sicherung des Friedens" an anderer Stelle kostet (schreiende Armut als Folge der imperialistischen Globalisierung mit nur ganz wenigen Profiteuren verglichen mit der Weltbevölkerung.) Zynischer geht's nicht mehr.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @H. Weiler: Sie sprechen mir aus dem Herzen! J. Stump: 50 Jahre keinen Krieg in Europa Dank NATO? Wusste nicht, dass Ex-Jugoslawien nicht zu Europa zählte! Dieser Krieg ist liegt aber "erst" 15 Jahre zurück!
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  • Kommentar von Jens Brügger, Schaffhausen
    Schon gehört, mehr als 20 Matrosen auf dem Zerstörer USS Donald Cook im Schwarzen Meer haben nach dem mehrmaligen Überflug (Scheinangriff) einer russischen Su-24 ihren Dienst quittiert! Da scheint es ja mit der Moral der Amis bergab zu gehen. Vielleicht kapieren aber auch immer mehr, das es sinnlos ist dafür sein Leben zu opfern.
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