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Neue Import-Zölle Trumps härtester Schlag im Handelsstreit mit China

  • US-Präsident Donald Trump erhebt neue Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar.
  • Wie die US-Regierung angekündigt hat, werden die neuen Zölle ab dem 24. September erhoben.
  • Die Zölle werden zunächst zehn Prozent betragen, ab Beginn des Jahres 2019 sollen 25 Prozent erhoben werden. Damit soll verhindert werden, dass die US-Konsumenten im anstehenden Weihnachtsgeschäft zu stark belastet werden.

Dies ist der bisher gravierendste Schritt im Handelsstreit, den Trump unter dem Motto «America First» mitunter gegen China, aber auch gegen die EU sowie die US-Nachbarn Kanada und Mexiko führt.

Er habe enormen Respekt vor dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, aber das US-Handelsdefizit sei zu gross, sagte Präsident Trump am Montag.

Gespräche mit China finden bald statt

China und die USA drohen einander mit einer neuen Eskalationsstufe in ihrem erbitterten Handelsstreit. Seit Anfang Juli haben sich die beiden grössten Wirtschaftsmächte der Welt bereits gegenseitig mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen.

Trump droht den Chinesen seit einiger Zeit mit zusätzlichen Importzöllen. Zugleich haben die USA China aber zu neuen Gesprächen eingeladen, die um den 20. September herum beginnen sollen.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Schmidlin (Queren life)
    Trump kann das Ganze über eine gigantische Binnenwirtschaft steuern. Die Chinesen haben diese Möglichkeit nicht. Im Innneren Chinas existiert keine freie Marktwirtschaft, sie können alles nur über Kapitalmärkte versuchen zu steuern. Die neue Seidenstrasse ist für China etwa das wie bei den Russen die Olympiade und die Fussballweltmeisterschaft. Es sind gigantische und teure Projekte ohne Marktwirtschaftlichen Boden.
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    1. Antwort von René Baron (René Baron)
      In Duisburg allein kamen 2018 rund 1300 Züge mit Containern direkt aus China ( damit 5x schneller als mit dem Schiff) an um dann in Europa verteilt zu werden. Ich denke das gibt viel marktwirtschaftlichen Boden - und wird immer mehr. Die SeidenStrasse, genauso wie die neu erbauten Häfen rund um den Globus sind keine ImageProjekte, sondern sich ausrollender Chinesischer Markt!
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Also so ein richtig happiger Eklat wird wohl nötig sein, das da ist er aber noch lange nicht. Trump ist noch viel zu zaghaft mit seinen Zöllen.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Doch, doch, nur keine Angst vor einem wohlorchestrierten Eklat. Manchmal muss man einfach eine klare Kante zeigen und den Tarif durchgeben.
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    2. Antwort von René Baron (René Baron)
      @Haller: Ihr Zitat: "Zölle verteuern die Produkte, hemmen die Produktion und letztendlich die Innovation" Stimmt alles, da bin ich 100% bei ihnen. Die Frage bleibt, ob wir die Billigware aus China wirklich brauchen oder es vielleicht nachhaltiger wäre für lokal produzierte Ware entweder mehr zu bezahlen, oder ganz darauf zu verzichten. Warum braucht ein Teenager schon 3 Fernseher und 2 Mobiltelefone? Weshalb geht es nur um Konsum und Profit und nie um die Umwelt?
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    3. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Ob man die "Billigware" will, soll der freie Markt entscheiden. Früher lachte man über japanische Autos, inzwischen machten sie gewaltige Fortschritte und verdrängten manchen europäischen Anbieter vom Markt. Diesen Weg werden auch die Chinesen beschreiten.
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  • Kommentar von René Baron (René Baron)
    Was ist falsch daran wieder vermehrt loka zu lokal überschau- und überwachbaren Bedingungen zu produzieren und damit lokale Arbeitsplätze zu schaffen anstatt sie unter unhaltbaren Zuständen zu produzieren und über tausende von Kilometern klimaschädlich zu transportieren oder sie unterwegs sogar zu verlieren (ins Meer geschütteter Kaffee zur Gewinnmaximierung einiger Weniger). Was ist so schlimm daran, der Globalisierung Daumenschrauben anzulegen.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Zölle verteuern die Produkte, hemmen die Produktion und letztendlich die Innovation☹
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    2. Antwort von Reto Frischknecht (refrisch)
      Da ist absolut nichts falsch dabei, lokale Anbieter zu berücksichtigen. Wenn jedoch die lokale Wirtschaft einen Schutzzoll von 25% braucht um berücksichtigt zu werden, liegen die Probleme tiefer und werden dadurch noch verstärkt.
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    3. Antwort von Peter Holzer (Peter Holzer)
      Herr Baron : Auch ich denke, dass es klug wäre wieder vermehrt lokal zu produzieren und konsumieren. Leider funktionert dies aber nicht indem nur Importzölle verhängt werden. Der Firmen werden ganz einfach diese Zölle an die Konsumenten weiter geben und ihre Produkte verteuern. Gleichzeitig werden sie versuchen, die Mehrkosten für Rohstoffe zu kompensieren indem die Löhne der Arbeiter gesenkt werden. So werden die armen noch ärmer werden und können gar keine lokal produzierte Güter mehr kaufen.
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    4. Antwort von René Baron (René Baron)
      @Holzer: ihr Zitat "Der Firmen werden ganz einfach diese Zölle an die Konsumenten weiter geben und ihre Produkte verteuern." Ja, aber nur kurzfristig. Dies gibt innovativen Lokalfirmen aber auch die Chance zu vernünftigen Löhnen und unter Einhaltung der Umweltrichtlinien Alternativen zur Importware zu entwickeln. Ich halte es für weder nachhaltig noch nett, arme Chinesen unsere Billigware produzieren zu lassen, nur weil wir "billig" wollen.
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    5. Antwort von René Baron (René Baron)
      @Frischknecht: ihr Zitat: "Wenn jedoch die lokale Wirtschaft einen Schutzzoll von 25% braucht um berücksichtigt zu werden, liegen die Probleme tiefer" Ich sehe die 25% Aufschlag um lokal - anders als in China - umwelt- und menschengerecht produzieren zu könenn. Dieser Umwelt sollte sich JEDER Konsument verpflichten müssen, insebesondere auch deshalb, weil sich der "Arme" den Umwelteinflüssen nicht entziehen kann und sie ihn deshalb am heftisten treffen werden.
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