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Die Problematik der Dumpringpreise bei der Beförderung
Aus SRF 4 News aktuell vom 09.08.2018.
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Neue Obergrenze New York kämpft gegen «ubermässig» viele Taxis

Im Big Apple wird neu geregelt, wie viel Konkurrenz die offiziellen Taxis haben dürfen. Nicht alle Kunden freut das.

Neue Regelung in New York: Die Stadt setzt als erste Stadt in den USA eine Obergrenze für den Fahrdienst Uber. Das hat das Stadtparlament in der Nacht beschlossen.

Was ist Uber?

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Uber ist eine US-Dienstleistungsfirma mit Sitz in San Francisco. Sie bietet in vielen Städten der Welt Online-Vermittlungen für Fahrdienste an. Uber ist vielerorts umstritten, weil ihre Fahrer keine Taxilizenzen benötigen und Leute zu sehr tiefen Preisen herumchauffieren.

Taxis in New York: Inzwischen haben die alternativen Fahrdienste wie Uber und Lyft 80’000 Fahrer in New York und erledigen bis zu 17 Millionen Fahrten pro Monat. Dazu sind sie günstiger als die normalen Taxis. Normale Taxis gibt es nur rund 14’000. Die Yellow Cabs (die gelben Taxis) sind gewissermassen ein Symbol für New York. Die will die Stadt nicht verlieren.

Wo das Problem liegt: Eine Zulassung für normale Taxifahrer kostet mehrere 100’000 Dollar. New York verdient Geld an den Taxi-Zulassungen. Die Stadt hat deshalb ein Interesse, das Überleben der Taxifahrer zu sichern. «Der Druck des New Yorker Taxiverbandes auf die Politik wurde zu gross», sagt die Journalistin Anne Schwedt, die in New York lebt. An den Uber-Fahrern verdient die Stadt nichts. Sie sind ohne jede Sozialversicherung unterwegs und fahren zu Dumpingpreisen.

Dauer der neuen Regelung: Sie soll für 12 Monate gelten. Für ein Jahr werden keine neuen Lizenzen ausgegeben.

Die Auswirkungen der neuen Regelung: «Es trifft vor allem die Minderheiten und die Menschen, die in den Randgebieten leben», sagt Journalistin Schwedt. Sie müssten jetzt mehr Geld für Taxis ausgeben und länger auf das Taxi warten, bis sie in die Stadt kommen. Es treffe aber auch diejenigen Menschen, die sich dank Uber ohne Qualifikation einen Neben- oder gar einen Hauptjob hätten aufbauen können.

Woher kommt der Name «Uber»?

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Englisch «Uber» ist ein Lehnwort aus der deutschen Präposition und dem deutschen Präfix «über(-)», das im Englischen ohne Umlaut geschrieben wird. Es wird (abgesehen von der Verwendung als Firmenname) gebraucht, um in informeller Sprache eine übergeordnete Qualität zu benennen. Dass das Wort im Englischen überhaupt wahrgenommen wurde, geht auf den Begriff «Übermensch» des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche zurück. Nachgewiesen ist «uber» erstmals in der englischen Literatur in einem Werk von George Bernard Shaw anfangs des letzten Jahrhunderts. Es wird im Englischen umgangssprachlich als Präfix verwendet, zum Beispiel «uber-efficient» (dt. etwa «unglaublich effizient»).

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Ein paar hunderttausend Dollar fuer eine Taxilizenz ist staatlicher Wucher. Bezahlt werden solche Unterschleife - wie die Telekommonopolabzocke in der Schweiz - vom Konsumenten. Mit uebersetzten Preisen und schlechtem Kundendienst....
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Es ist jedem freigestellt eine Taxilizens zu erwerben. Das System ist allemal besser als Vitamin B
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Die "gelbe Flut" (ein Taxi hinter dem anderen!) in Amerikanischen Gross-Städten ist kein Unikat! Auch bei uns (in Genf, Zürich, Interlaken, Lugano, etc.) wimmelt es nur so vor den Bahnhöfen und in den Strassen von Taxis! Der Unterschied bei uns: Die meisten Fahrer beherrschen die Orts-Sprache kaum und kennen die Strassen oder Destinationen äusserst schlecht! (Es herrscht aber daneben oft ein richtiger "Taxihalter-Krieg" unter den Fahrern!)
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Stimmt inBasel vor dem Bahnhof herrscht ein regelrechter Taxi Krieg. Sie dürfen
      sich kein Taxi aus der langen Reihe aussuchen. Man muss das Gepäck bis zum ersten Taxi schleppen. Und Mini Taxis haben keinen Standplatz.
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  • Kommentar von Ivo Muri  (Ivo Muri)
    „So bleibt denn die freie Marktwirtschaft ein Wunschbild. Aufgrund einer Fehlbeurteilung des Menschen trägt sie immer Tendenzen der Selbstzerstörung in sich“. Das schreibt Rolf Dubs im Buch „Volkswirtschaftslehre“. Dieses Buch war 1982 bis 2005 Lehrmittel für alle Betriebsökonomen HWV. Was muss noch passieren, bis wir ernennen, dass wir basierend auf undemokratischen Wirtschaftstheorien genau diesen Zustand herstellen: eine Wirtschaft, die sich selbst, unsere Gesundheit und die Umwelt zerstört.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Im Gegenteil: Die "Freie Marktwirtschaft" zerstört Mensch und Natur.
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