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Coronavirus in China: Aktuelle Situation
Aus HeuteMorgen vom 24.01.2020.
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Neue Opfer durch Coronavirus Zahl der Infektionen steigt stark

  • Der neuen Lungenkrankheit in China sind acht weitere Menschen zum Opfer gefallen. Insgesamt starben 26 Personen durch Infektionen mit dem Coronavirus.
  • Die Zahl der bekannten Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag von 644 auf 830 Fälle an.
  • Auch aus Japan und Südkorea werden weitere Infizierte gemeldet.

Im Kampf gegen die Krankheit hatte Peking am Donnerstag kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest rund 20 Millionen Menschen praktisch unter Quarantäne gestellt. Die Behörden riegelten die 11-Millionen-Metropole Wuhan ab, in der die meisten Fälle aufgetreten sind.

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Coronavirus: China riegelt Millionenstädte ab
Aus 10vor10 vom 23.01.2020.
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Aus Angst vor einer Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit in China sind inzwischen mehr als 43 Millionen Menschen weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet worden. Auch in den Metropolen Yichang (4 Millionen Einwohner) und Tianmen (1.7 Millionen) wurden der öffentliche Nahverkehr, Fernbusse, Fähren und Züge gestoppt, wie die Behörden mitteilten.

Mit den drastischen Massnahmen ist nun bereits in mehr als zehn Städten der schwer betroffenen Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner stark eingeschränkt.

In der Hauptstadt Peking wurden Grossveranstaltungen zum chinesischen Neujahrstag am kommenden Samstag abgesagt und die Schliessung mehrerer Touristenattraktionen angeordnet.

Auch Schweizer vor Ort

Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verzeichnet die Schweizer Botschaft acht angemeldete Schweizer Staatsangehörige in der Provinz Hubei. Diese leben demnach allesamt in der Stadt Wuhan. Ein Schweizer Staatsangehöriger habe sich bei der Botschaft gemeldet. Wie viele Schweizer sich tatsächlich vor Ort befinden, sei nicht klar.

Man verfolge die Lage in China im Zusammenhang mit dem Coronavirus weiterhin aufmerksam und unterstütze Schweizer Staatsangehörige bei Bedarf im Rahmen des konsularischen Schutzes, teilt das EDA weiter mit. Krankheitsfälle unter den Schweizer Staatsangehörigen in China seien keine bekannt.

«Wir hoffen, dass die Massnahmen effektiv sind»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah am Donnerstagabend keinen Grund, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen. «Es ist nicht der richtige Zeitpunkt», sagte der Vorsitzende des Notfallausschusses. Er verwies darauf, dass es im Ausland bislang nur wenig Fälle gebe, und dass China bereits selbst weitreichende Vorkehrungen getroffen habe.

Neue Fälle in Japan und Südkorea

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  • Die Gesundheitsbehörden in Südkorea meldeten am Freitag zum zweiten Mal eine Infektion mit der im benachbarten China ausgebrochenen neuen Lungenkrankheit.
  • Betroffen sei ein 55 Jahre alter Südkoreaner, teilten die Koreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Freitag mit. Der Mann kehrte demnach am Mittwoch von einem Arbeitsaufenthalt in der Stadt Wuhan zurück, wo der Ursprung des Ausbruchs vermutet wird.
  • Am Donnerstag wurde der erste nachgewiesene Fall in Singapur bekannt.
  • Japan meldete sechs Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio einen zweiten Fall. Der Mann in seinen 40ern stamme aus Wuhan, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Der Mann sei zu Besuch in Japan. Er werde in einem Krankenhaus in Tokio behandelt.
  • In Europa ist bisher kein Fall bekannt. Eingeschleppte Einzelfälle der neuen Lungenkrankheit sind deutschen Infektionsspezialisten zufolge aber auch in Deutschland «wahrscheinlich». Grund zur Besorgnis gebe es aber nicht, teilte die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie mit. Kliniken bereiteten sich aktuell vor, um auf diese Fälle schnell reagieren zu können.

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, China habe diejenigen Massnahmen getroffen, die es für angemessen halte. «Wir hoffen, dass sie effektiv und von kurzer Dauer sind», sagte er. Die WHO empfehle keinerlei Reise- oder Handelsbeschränkungen.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Bert Kramer  (Bertkramer)
    Einmalmehr wird die Situation verharmlost. Der Topf kocht bereits. Wäre schön, wenn die Verantwortlichen der WHO später für ihre Fehleinschätzungen bestraft würden. Hier werden einmal mehr die Tatsachen vertuscht. In China klingen die Worte ganz anders als hier in der westlichen Welt. Oder nur schon die Frage, warum wohl China in einer Woche ein neues Hospital baut? es brennt...
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  • Kommentar von Sacha Walter  (Fliegenderschnee)
    Ich möchte hier zur Abwechslung mal etwas ketzerisches in diese seriöse Runde von differenziert denkenden mitlesern und ganz besonders den ehrenwerten selber recherchierenden Journalisten einwenden.
    Stellen Sie sich mal folgendes Geschäftsmodell vor. Man nehme erkrankte Menschen,isoliere einen sogenannten Virus, behaupten sie dann dieser sei an der Erkrankung schuld, starten sie die Propagana, entwickeln sie Tests und Medikamente. Nicht schlecht was ? Und alle profitieren.
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  • Kommentar von David Steiner  (MLE)
    Die ganze Stadt einfach von der Aussenwelt abgekoppelt - das ist dann wohl der Vorteil totalitärer Systeme.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Ja, da sind wir dann bald im Mittelalter, mit den Pest und Leprakranken. Dass Viren noch nicht ganz begriffen haben, was Grenzen sind ist schon sehr lästig.
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    2. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      Sie müssen wohl recht haben, doch was macht Deutschland oder die fortschritliche Schweiz in Bezug auf die wieder kommenden Masern? Eine Krankheit die man mit den heutigen Mitteln eigentlich ausrotten könnte.
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