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Neue Regierung für Frankreich
Aus Tagesschau vom 03.07.2020.
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Neue Regierung für Frankreich Macron ernennt Jean Castex zum Premier

  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den 55 Jahre alten Jean Castex zum neuen Premierminister ernannt.
  • Dies nachdem der französische Premierminister Édouard Philippe gemeinsam mit allen Regierungsmitgliedern den Rücktritt eingereicht hat.
  • Castex hatte während der Coronakrise die Lockerungen im Land koordiniert.

Philippe führte die Mitte-Regierung seit Mai 2017. Der ursprünglich aus dem Lager der bürgerlichen Rechten stammende Politiker hatte Ende Juni die Kommunalwahl in der nordfranzösischen Hafenstadt Le Havre für sich entschieden.

Philippe hatte am Morgen seinen Rücktritt eingereicht, nachdem Macron in einem Interview einen Politikwechsel und neue Gesichter angekündigt hatte.

Philippe beliebter als Macron

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Über die politische Zukunft Philippes wird seit Monaten spekuliert. Während der schweren Coronakrise hatte es Spannungen an der Spitze des Staates gegeben. So drückte Macron beim Lockern der strikten Ausgangsbeschränkungen aufs Tempo, während Philippe bremste.

In Beliebtheitsumfragen schneidet der hünenhafte Politiker wesentlich besser ab als Macron. Philippe hatte in der Coronakrise, die Frankreich mit rund 30'000 Toten schwer traf, als ruhig wirkender Krisenmanager deutlich an Statur gewonnen.

Wie Macron ist Philippe Absolvent der Elitehochschule ENA – diese ist Frankreichs Kaderschmiede für Topposten im öffentlichen Dienst. Das Abitur legte Philippe in Deutschland ab, wo sein Vater die französische Auslandsschule in Bonn leitete. In seiner Jugend engagierte sich Philippe zunächst bei den Sozialisten, bevor er sich dem bürgerlichen Lager zuwandte.

Schon 2010 wurde Philippe Bürgermeister in Le Havre. Zuvor hatte er auch als Anwalt gearbeitet; beim Atomkonzern Areva war er zudem in leitender Position tätig. Der dreifache Familienvater gilt als belesen und ist für seinen trockenen Humor bekannt.

Macron war nach der Endrunde der Kommunalwahlen Ende Juni erheblich unter Druck geraten, da sich sein Mitte-Lager bis auf wenige Ausnahmen nicht in grossen Städten durchsetzen konnte. Stattdessen gab es eine «grüne Welle» – Grüne und ihre Verbündeten eroberten grosse Städte wie Lyon, Strassburg oder Bordeaux.

Tagesschau, 03.07.2020, 12:45 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Meier  (M.Meier)
    Macron, weiterhin Liebling der hiesigen Medien. Kaum kritische Stimmen, egal was er macht. Wahlschlappe, während seiner ersten 3 Jahre nicht viel erreicht. Und ach ja, ernennt wieder einen Mann als Premierminister.
    Er hätte ein starkes Zeichen setzen können wenn auch er es mit der Gleichberechtigung ernst meint. Aber nein. Einen alten Weggefährten von Sarkozy. So sieht Wandel gerade nicht aus!
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  • Kommentar von Kurt Looser  (Dremel)
    Über ein Jahr Massenproteste, jetzt eine Wahlschlappe, Macron bleibt.
    Nüchterne Berichterstattung über den Regierungswechsel wie es sein sollte.
    Man stelle sich vor, dies wäre in Russland passiert...
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Bei Trump hat man bis jetzt bei jeder einzelne zurück tretender Politiker es Drama draus gemacht. Bei Macron scheint die endlose wechselerei und jetzt sogar die gesät Regierung, kein Problem zu sein.
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