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Neue Unruhen in Tunesien Sicherheitskräfte verhaften hunderte Demonstranten

Legende: Video Unruhen in Tunesien gehen weiter abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.01.2018.
  • Bei gewaltsamen Protesten in Tunesien sind nach Regierungsangaben erneut mehrere hundert Menschen in der Nacht festgenommen worden.
  • Plünderer hätten die sozialen Proteste gegen das neue Finanzgesetz und steigende Preise ausgenutzt, sagte ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.
  • 328 Menschen seien festgenommen worden, weil sie öffentliches oder privates Eigentum beschädigt oder sich an Plünderungen beteiligt hätten.
  • Seit Beginn der gewaltsamen Proteste Anfang der Woche seien über 600 Menschen festgenommen worden.

Die dritte Nacht in Folge ist es im ganzen Land erneut zu vereinzelten Zusammenstössen zwischen Protestanten und Sicherheitskräften gekommen. Auch in Vororten der Hauptstadt Tunis setzte die Polizei wieder Tränengas ein. Anfang des Monats war das neue Finanzgesetz in Kraft getreten, durch das sich unter anderem die Mehrwertsteuer um ein Prozent erhöht hatte. Demonstranten beklagen die gestiegenen Preise.

Tunesien hat nach der Revolution 2011 zwar den Übergang zu einer Demokratie nach westlichem Vorbild erfolgreich geschafft, kämpft aber mit grossen wirtschaftlichen Problemen. Am Sonntag jährt sich der Jahrestag der Revolution zum siebten Mal.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    2) Es gibt da aber einen kleinen, entscheidenden Unterschied. Weltliche Ideologien haben eine geringe "Lebenserwartung". Kommunismus oder Nationalsozialismus haben kaum 50 Jahre überlebt. Die Ideologie des Islam wird so schnell nicht an Bedeutung verlieren.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    1) Wer hätte nach der Niederschlagung des Prager Frühling 1968 gedacht, dass 20 Jahre später die sozialistischen Diktatoren Vergangenheit sind. Und auch die jungen Araber werden den "Arabischen Frühling" nicht mehr vergessen, auch wenn er heute gescheitert erscheint. Die Sehnsucht nach Freiheit lässt sich nicht unterdrücken, weder von arabischen Diktatoren, noch von den Islamisten.
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