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Neue Zahlen zur Klimaerwärmung 2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen

Bestätigung der bisherigen Forschung beim Vergleich von Messdaten: Die globale Temperatur ist angestiegen.

Legende: Audio Heisseste Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen abspielen. Laufzeit 04:33 Minuten.
04:33 min, aus SRF 4 News aktuell vom 07.02.2019.

Schon wieder eine Klimauntersuchung? Der neu veröffentlichte Bericht ist eine Analyse der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Dieser Analyse zu Grunde liegen fünf internationale Datenaufzeichnungen. Sie zeigt, dass die globale Durchschnittstemperatur im Jahr 2018 um ein Grad Celsius angestiegen ist. Damit ist 2018 das viertwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Abweichungen der Messungen liegt bei plus/minus 0.13 Grad. Verglichen wird die Durchschnittstemperatur mit den Temperaturen, die in den vorindustriellen Jahren 1850 bis 1900 gemessen wurden.

Welches war das wärmste Jahr? Gemäss der vorliegenden Analyse war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen das Jahr 2016. Die Durchschnittstemperatur lag 1,2 Grad über dem Durchschnitt der vorindustriellen Jahre. 2016 war stark vom El-Nino-Phänomen beeinflusst, schreiben die Analysten.

Wann begannen die Aufzeichnungen? Laut der WMO begannen die Aufzeichnungen im modernen Sinn im Jahr 1850.

Wie steht es im Vergleich zu den Temperaturdurchschnitten der industrialisierten Jahre? Das Jahr 2018 war auch im Vergleich mit den neueren Messungen 0.38 Grad wärmer (Abweichung bei plus/minus 0.13 Grad). Dieser Vergleich stützt sich auf die Daten aus den Jahren 1981 bis 2010.

Wird es immer wärmer? Die 20 heissesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden allesamt in den vergangenen 22 Jahren gemessen, schreibt die WMO. Das Jahr 2019 habe angefangen, wie das Jahr 2018 aufgehört habe, schreiben die Forscher, nämlich heiss. «Der Januar in Australien war heisser denn je.»

Wurde es in der Schweiz auch wärmer? «Ja», sagt Klaus Ammann, SRF-Wirtschaftsredaktor. Global sei die Temperatur um ein Grad angestiegen. «In der Schweiz sind es fast zwei Grad.»

Ist die Klimaerwärmung menschgemacht? «Die Wissenschafter äussern sich nicht direkt zu dieser Frage nicht», sagt Ammann. Unter Wissenschaftern sei das aber etwa so unumstritten, wie das die Erde eine Kugel ist. So zeige die Analyse, dass der Temperaturanstieg zeitlich eindeutig mit der Industrialisierung korreliere.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Georg Benad (kreanga)
    Das ist eine EU Richtlinie und da wollen viele Schweizer mit warmen Socken rein...Ironie off
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  • Kommentar von Georg Benad (kreanga)
    Eigenartig von dem Ozonloch hört man in letzter Zeit überhaupt nichts mehr.Wäre doch mal interessant das das SRF einen Experten dazu interviewt und wie da die Entwicklung in den letzten Jahren verlaufen ist.Es hieß doch das Ozonloch wird immer grösser,hoffe ja nicht das das Ozonloch in die Ferien gegangen ist...
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    1. Antwort von Nic Grund (Gruendeli)
      Glücklicherweise haben die Menschen damals der Wissenschaft vertraut. Diese erkannten, dass FCKWs das Ozonloch verursachen. FCKWs wurden durch das Montreal Protokoll verboten. Seither erholt sich das Ozonloch langsam wieder. Heute im Zeitalter von FB, Twitter & co. glaubt jeder er sei ein Experte und müsse sein Halbwissen in die Welt posaunen. Die Folge: in Sachen CO2 passiert nix. Unsere Grosskinder werden uns verfluchen.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Der ganz fette Fehler, den die hochstudierten Klimasuperexperten machen ist, blind davon auszugehen, dass die mittelalterlichen ungenauen Messgeräte als Referenz dienen können. Wir haben bei uns im Betrieb hochmoderne Temperaturmessgeräte, die bei der jährlichen Kalibrierung dennoch Abweichungen von bis zu 0,8 Grad Celsius zeigen. Wie kann man also einfach davon ausgehen, dass die Messgeräte von 1850 absolut korrekt anzeigten?
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    1. Antwort von Georg Benad (kreanga)
      Ja ,das war damals eben noch echte Handarbeit...
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