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Zugunglück erschüttert die Türkei
Aus Tagesschau vom 13.12.2018.
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Neun Tote – 47 Verletzte Schweres Unglück von Hochgeschwindigkeitszug in Ankara

  • In der türkischen Hauptstadt Ankara sind bei einem schweren Zugunglück neun Menschen ums Leben gekommen – 86 Personen wurden verletzt.
  • Der Hochgeschwindigkeitszug entgleiste, weil er mit einer Lokomotive zusammengestossen war, die auf denselben Gleisen fuhr.
  • Teile des Zuges krachten daraufhin in eine Überführung. Die Konstruktion, die aus Metall bestand, brach auf zwei Waggons herunter.

Transportminister Mehmet Cahit Turhan sagte, dass bei der Kollision eines Hochgeschwindigkeitszuges mit einer Wartungslokomotive auch drei Lokführer ums Leben gekommen seien – einer der Zugführer aus der Lokomotive sowie zwei Lokführer aus dem Schnellzug. Zuvor war von 7 Toten und 46 Verletzten die Rede gewesen.

Mittlerweile seien alle Menschen aus den Trümmern geborgen, sagte Turhan. Fernsehreportern zufolge gehen die Aufräumarbeiten aber weiter. Auch Spürhunde seien noch im Einsatz. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, insgesamt seien 206 Menschen an Bord gewesen.

Die Kollision geschah gegen 6.30 Uhr Ortszeit nahe der leicht verschneiten Station Marsandiz. Der Hochgeschwindigkeitszug, der zwischen den Städten Ankara und Konya verkehrte, stiess mit einer Lokomotive zusammen, die laut Behörden auf demselben Gleis wie der Schnellzug für eine Kontrollfahrt unterwegs war.

Überführung fiel auf Waggons

Die Nachrichtenagentur DHA meldete, der Zug sei vor der Kollision mit einer Geschwindigkeit von rund 90 Kilometern pro Stunde gefahren. Teile des Zuges krachten nach der Kollision in eine Überführung. Die Konstruktion, die offenbar aus Metall bestand, brach teilweise auf zwei der Waggons herunter.

Bilder zeigten die beiden betroffenen Wagen umgestürzt zwischen zerrissenem und verbogenem Metall liegend, einer davon quer zu den Gleisen. Nicht weit entfernt war die ebenfalls vom Gleis abgekommene schwere Zugmaschine zu sehen. Marsandiz ist keine belebte Grossstadt-Station. Der Zug hat dort auch nicht gehalten. Ersten Informationen zufolge liegt dort unter anderem eine Anlage zur Wartung von Zügen.

Wieso gleichzeitig zwei Züge auf demselben Gleis fahren durften, konnten die Behörden noch nicht beantworten. Anadolu zufolge hat die Staatsanwaltschaft in Ankara eine Untersuchung eingeleitet.

Immer wieder Zugunfälle in der Türkei

Zugunglücke sind in der Türkei keine Seltenheit. Erst im Juli waren bei einem schweren Unfall in der Nordwesttürkei mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 300 Menschen mussten verletzt in Spitäler gebracht werden. Der Zug mit 362 Reisenden an Bord war entgleist, nachdem Regenfälle das Gleisbett weggespült hatten.

Die Türkei will Medienberichten zufolge ihr Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz modernisieren.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Vielleicht fuhren Sie einige Minuten schneller "in den Tod". Es leben die Hochgeschwindigkeitszüge, nein, natürlich sollten sie und alle "Zeiteinsparer" abgeschafft werden. Wie kann es einem Menschen nur noch mehr Tote Wert sein, einige Minuten in seinem Leben einzusparen.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    In der Bildlegende steht geschrieben, es sterben vier Personen, weiter oben ist von 7 Toten die Rede.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Besten Dank für Ihren Kommentar. Wir korrigieren das.
  • Kommentar von Ilse König  (königin)
    Die Türkische Regierung baut lieber an einem MEGA Flughafen (der eh nie ausgelastet sein wird) und investiert Milliarden, anstatt in die Infrastruktur bestehender Einrichtungen zu warten. Grössenwahnsinn kennt halt keine Vernunft.
    1. Antwort von Sascha Freitag  (SF)
      Bei uns passieren ja keine schlimmen Zugunfälle trotz modernster Technik? Wen man immer mehr und alles noch schneller haben will, rumpelts dann halt richtig, wenn Mensch oder Technik versagt.
    2. Antwort von Pirmin Koch  (Preemz)
      Die Hochgeschwindigkeitszüge sind alles recht neu und unter Erdogan gebaut worden, können Sie googleln statt zu meckern.
    3. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Nur die Gleisverbindung von Ankara nach Istanbul ist in einem guten Zustand. Die anderen Gleise in der Türkei stammen noch aus der Zeit vom Sultan Mehmed VI.
    4. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @König: Bestehende Einrichtungen genügen halt nicht immer (sonst wären wir nur mit Kutschen auf frisch gemergelten Feldwegen unterwegs) und müssen immer wieder durch neue Einrichtungen ersetzt werden. Das ist auch in der Schweiz so (siehe Bahn 2000). Die Hochgeschwindigkeitsbahn ist zudem neueren Datums und wie der Grossflughafen eine gute Investition in die Zukunft. Im Vergleich zu Projekten wie BER (Berlin) funktioniert dieses Projekt auch.....