Neuverhandlung von Nafta Trump und Trudeau ringen um den Freihandel

Ein Scheitern der Verhandlungen sei möglich, so der US-Präsident. Kanadas Premier gibt sich zuversichtlich.

Trump und Trudeau im Weissen Haus, 11.10.2017 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trump empfing den kanadischen Premier im Weissen Haus. Die Nafta-Verhandlungen dürften noch lange andauern. Reuters

US-Präsident Donald Trump und Kanadas Premier Justin Trudeau haben bei einem Treffen im Weissen Haus um die Zukunft des Freihandelspaktes Nafta gerungen. Die beiden steckten in den nachfolgenden Pressekonferenzen noch einmal ihre Positionen ab.

Trump sagte, wenn man Nafta nicht neu verhandeln könne, sei das auch in Ordnung, und es werde beiden Ländern gut gehen:

«  Es ist möglich, dass wir zu einem Deal nicht in der Lage sein werden - es ist aber auch möglich, dass wir es sind. »

Donald Trump
Präsident der USA

Dritter Nafta-Partner ist Mexiko. Trudeau sagte nach der Begegnung mit Trump in einer eigenen Pressekonferenz, er sei in Sache Nafta ungebrochen zuversichtlich:

«  Mein Optimismus hinsichtlich einer Neuverhandlung von Nafta gründet sich nicht auf Persönlichkeit oder dem Lesen von politischem Kaffeesatz, sondern weil ich weiss, wie gut Nafta für Millionen Bürger in Kanada, den USA und Mexiko war. »

Justin Trudeau
Premierminister von Kanada

Der Vertrag über das grösste Freihandelsabkommen der Welt mit einem gemeinsamen Binnenmarkt aus 460 Millionen Menschen wird auf Betreiben Trumps neu diskutiert. Trump sieht die Amerikaner im Nachteil und stösst sich vor allem am Defizit im Handel mit Mexiko. Nafta trat Anfang 1994 in Kraft. Die Verhandlungen werden noch Monate andauern.

Es war Trudeaus zweiter Besuch im Weissen Haus unter Trump. Im Anschluss wollte der Premier nach Mexiko weiterreisen.

Handel der USA mit Mexiko und Kanada