Niederlande greifen in den Syrienkrieg ein

In Genf laufen die Bemühungen für einen Frieden in Syrien. Derweil erhält die bewaffnete Allianz gegen den Terror Zuwachs. Auch die Niederlande wollen sich nun an den Luftangriffen gegen die Terrormiliz IS beteiligen.

F-16-Kampfjet der niederländischen Luftwaffe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nun heben auch F-16-Kampfjets der niederländischen Luftwaffe im Kampf gegen den IS ab. Keystone

Der Weg zu einer friedlichen Lösung im Syrienkonflikt ist steinig. Die Gespräche in Genf haben am Nachmittag zwar begonnen, doch der Ausgang ist völlig ungewiss. Die Opposition knüpft eine Teilnahme an klare Bedingungen.

Erfolgsversprechender als die Gespräche ist derzeit der bewaffnete Widerstand gegen die Terrormiliz IS. Nun wollen sich auch die Niederlande am Luftkrieg beteiligen. Das hat das Anti-IS-Bündnis in Den Haag beschlossen.

Geplant sind vor allem Angriffe im Osten Syriens, um die von dort laufende Versorgung der IS-Kämpfer im Irak zu stoppen. «Wir sind davon überzeugt, dass nur ein gemeinsames Vorgehen dem Irak und Syrien erneut Stabilität bringen kann», erklärte Aussenminister Bert Koenders.

Die Niederlande sind bereits seit 2014 mit vier Maschinen vom Typ F-16 an Angriffen der internationalen Koalition im Irak beteiligt. Dort gibt es eine Erlaubnis der regulären Regierung.

Breite Koalition gegen den Terror

Die USA hatten die Niederlande ersucht, den Einsatz auf Syrien auszuweiten. Auch Frankreich hatte nach den Anschlägen in Paris vom November um militärische Unterstützung gebeten.

Der sozialdemokratische Regierungspartner gab seine Bedenken gegen die Ausweitung des Einsatzes auf. Das sichert eine grosse Mehrheit im Parlament, das dem Einsatz noch zustimmen muss. Neben der rechtsliberalen Partei von Ministerpräsident Mark Rutte ist auch ein grosser Teil der Opposition für den Syrieneinsatz.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Verworrene Situation in Syrien

    Aus Tagesschau vom 25.1.2016

    Dass es so schwer ist, die Parteien in Genf an einen Tisch zu bringen, hat viel mit der Situation in Syrien zu tun. Es tobt ein Kampf um Gebiete und um Ansprüche – auch von Drittstaaten.