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International Niedrige Wahlbeteiligung an Italiens Regionalwahl

Die Regionalwahlen in Italien sind zwar ein wichtiger politischer Stimmungstest, es zeichnet sich aber eine niedrige Wahlbeteiligung ab. Bis zum Mittag hatten erst 15 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Legende: Video Regionalwahlen in Italien abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.05.2015.

Über 20 Millionen Bürger sind in Italien zu Regional- und Kommunalwahlen aufgerufen. Laut dem Innenministerium in Rom gaben in den sieben der 20 Regionen erst 15,75 Prozent der Wahlberechtigten ihren Stimmen ab. In den Gemeinden waren es 20,27 Prozent. Das sind aber mehr Bürger als bei den vergangenen Wahlen.

Karte Italiens mit den sieben Regionen.
Legende: Wahlen in den sieben Regionen Venetien, Ligurien, der Toskana, den Marken, Umbrien, Apulien und Kampanien (von Norden) SRF

Regierungschef Matteo Renzi schwächte die Bedeutung der Wahlen ab. Für seine Regierung seien sie nicht entscheidend. «Die Regionalwahlen haben auch nur regionale Bedeutung», erklärte er bei seiner Stimmabgabe in der Nähe von Florenz. Er kann auf Wahlsiege in sechs der sieben Regionen hoffen.

Renzis Konkurrenten hoffen

Lediglich im nördlichen Venetien gelten die Chancen von Renzis Demokratischer Partei (PD) als gering – hier ist die Lega Nord stärker. Lega-Chef Matteo Salvini erhofft sich von den Wahlen ebenfalls neuen Auftrieb. Er möchte sich mit einem Erfolg als neuer Oppositionsführer positionieren.

Hingegen droht der konservativen Forza Italia (FI) des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi eine weitere Schlappe. «Wenn alle vernünftigen Menschen wählen gehen, gewinnen wir 7:0», sagte Berlusconi der Zeitung «Il Giornale».

Mit Spannung wir auch das Abschneiden der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung um den Komiker Beppe Grillo erwartet.

Gewählt wird noch bis 23:00 Uhr in den Regionen Venetien, Ligurien, Toskana, den Marken, Umbrien, Kampanien und Apulien sowie in rund 1000 Kommunen. Hochrechnungen sollte es im Laufe der Nacht geben, Ergebnisse hingegen erst am Montag.

Non fa niente

Peinlicher Fehler von Silvio Berlusconi: Der frühere Regierungschef verirrte sich im Wahlkampf an die falsche Veranstaltung. Er nahm an einem Strassenfest seines Mittel-links-Konkurrenten Paolo Micheli teil – und warb für diesen. Erst als er Besucher nach dem Namen des Kandidaten fragte, merkte er, dass er am falschen Ort ist.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von L. Morreale, Neuenhof
    Wollen wir hoffen, dass meine Landsleute sich nicht für die selbigen Leuten der selbigen Parteien entscheiden werden, die Italien 30 Jahre mit ihrer Pseudo-Politik zur Grunde gerichtet haben. Die einzige freie politische Bewegung mit einer freien Veste, ist die der 5-Sterne-Bewegung. Alles andere, ob Links, Rechts, Renzi, Berlusconi oder Salvini sind ein Haufen Abschaum, die nie wieder gewählt werden sollten und welche von der Politik entfernt werden sollten!
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    1. Antwort von luca andrea, Bern
      das movimento5stelle ist tief gespalten und erst recht nicht in der lage, das land zu regieren. wer bleibt den den da noch übrig? kein wunder das die wahlbeteiligung so tief ist.
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    2. Antwort von G.Beretta, Bern
      @Andrea das Movimento 5 Stelle ist nicht mehr und nicht weniger gespalten als das PD oder schlimmer noch Forza Italia
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    3. Antwort von L. Morreale, Neuenhof
      @Andrea Gespalten? Dies entspricht nicht der Tatsachen. M5S hat moralische, ethische und transparente Grundregeln, die natürlich nicht allen munden. Darum treten ein paar raus - obwohl sie sich über ihren Pflichten bewusst waren - oder werden von ihren Positionen entbunden, weil sie die Regeln übertreten haben. Wer bei der Arbeit seine Arbeit nicht erfüllt oder die Regeln bricht, wird schliesslicht auch verwarnt oder gekündigt, nicht? M5S wäre auf jeden Fall in der Lage das Land zu regieren.
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  • Kommentar von G.Beretta, Bern
    M.Monti war Ministerpräsident vom 16.11.2011-28.04.13,dann kam E.Letta vom 28.04.2013-22.02.14.Seit dem 22.02.2014 ist Renzi Premier Minister.Was haben diese 3 Herren gemeinsam?ausser dass sie "wahrscheinlich" Mitglieder von der Gruppe Bilderberg sind,wurden sie NICHT vom Italienischen Volk gewählt,weil es zu keiner Wahl kam!Kann man hier von hochmodernisierter 1. Welt Diktatur reden oder von einer abstrakten Art,die Demokratie zu interpretieren?S.(Blatter) Berlusconi war der letzt gewählte...
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