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Nobelpreis für zwei Schweizer Astro-Physiker
Aus Tagesschau vom 08.10.2019.
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Nobelpreis 2019 Physik-Nobelpreis geht an Schweizer Forscher

  • Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an James Peebles (Kanada/USA) sowie an Michel Mayor (Schweiz) und Didier Queloz (Schweiz) für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos.
  • Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag bekannt gegeben.

«Die diesjährigen Preisträger haben unser Verständnis der Geschichte des Universums und unseres Platzes im Weltall revolutioniert», hat die Schwedische Akademie in Stockholm verkündet.

Die beiden Schweizer Forscher entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung. Mittlerweile sind über 4000 Exoplaneten entdeckt worden.

Die Schweizer Astronomen Didier Queloz und Michel Mayor
Legende: Die Schweizer Astronomen Didier Queloz (links) und Michel Mayor. Keystone

Die Arbeiten von James Peebles lieferten die Grundlage für unser Verständnis der Geschichte des Universums vom Urknall bis heute, hiess es. Peebles (84) ist von der Universität Princeton und wird als einer der einflussreichsten Kosmologen seiner Zeit gefeiert. Seine Arbeit habe den Weg für eine «Transformation» der Kosmologie in den letzten fünfzig Jahren bereitet, sagte der Ausschuss.

Schweizer Nobelpreisträger für Physik

Sechs Schweizer oder schweizerisch-ausländische Doppelbürger sind zuvor bereits mit dem Physik-Nobelpreis geehrt worden. Vor diesem Jahr lag die letzte dieser Auszeichnungen allerdings schon über 30 Jahre zurück: Im Jahr 1987 wurde die Auszeichnung Karl Alexander Müller für die Entdeckung der Supraleitung in keramischen Materialien verliehen.

Das sind die bisherigen Schweizer Physik-Preisträger

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Einstein
Legende:KEystone

2019: Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung des ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist.

1987: Karl Alexander Müller für die Entdeckung der Supraleitung in keramischen Materialien

1986: Heinrich Rohrer für die Entwicklung des Raster-Tunnel-Mikroskops

1952: Felix Bloch (CH/USA) für die Entdeckung der Kerninduktion

1945: Wolfgang Pauli (A/CH/USA) für die Entdeckung des Ausschliessungsprinzips

1921: Albert Einstein (D/CH/USA) für die Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Lichts

1920: Charles Edouard Guillaume für die Entdeckung der Anomalien bei Nickelstahllegierungen und Präzisionsmessungen in der Physik

Über 200 Preisträger

2018 waren der Amerikaner Arthur Ashkin sowie der Franzose Gérard Mourou und die Kanadierin Donna Strickland für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik ausgezeichnet worden. Strickland war erst die dritte Frau in der Nobelgeschichte, die mit dem Physik-Nobelpreis geehrt wurde.

Seit der ersten Auszeichnung 1901 wurden bislang 210 Preisträger in der Kategorie geehrt. Dotiert ist der Preis in diesem Jahr mit rund 905'000 Franken (neun Millionen schwedischen Kronen).

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Aus dem Archiv: Mayor und Queloz – die Popstars der Planetenjäger
Aus Einstein vom 24.09.2015.
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19 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Gratulation an unsere Schweizer Forscher auch wenn ich mit Planetenjäger nicht viel anfangen kann. Mir wäre es lieber, dass wir unser Ökosystem das leidet in Ordnung bringen, da wir auf den Planeten wohl nie leben können.
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    1. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Wenn das ds Ziel wäre, müssten wir nicht nach Exoplaneten suchen... ;-)
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  • Kommentar von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
    Auch wenn wir heute die fast unvorstellbare Grösse des sich ausdehnenden Weltalls genau kennen, ob derart weit entwickeltes Leben wie auf der Erde auch anderswo existiert, wissen wir heute noch nicht. Die Forschung sucht zwar schon seit vielen Jahrzehnten künstliche elektromagnetische Wellen. Doch bis heute haben die Computer-Untersuchungen noch nichts künstlich Erzeugtes gefunden.
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    1. Antwort von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
      Vielleicht ist der Aufwand einer höheren Macht, Leben wie auf der Erde sich entwickeln zu lassen, unvorstellbar gross. Vielleicht kommen wir Menschen einmal zum Schluss, dass es unsere Aufgabe sei, irdisches Leben durch von Computern gesteuerte Roboter auf geeigneten Planeten und Monden zu verbreiten. Doch vorerst steht die Erforschung des Weltalls im Vordergrund.
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  • Kommentar von Alan Müller  (Alan Müller)
    Das ist für einen minderwertigen Geisteswissenschaftler wie mich nicht nachvollziehbar. Eine 25-Jahre alte Entdeckung ohne konkreten Nutzen soll der Quantensprung des Jahres sein. Entweder brachte die elitäre Phil II Gesellschaft solange nichts Gescheites zu Stande, oder unsere Gesellschaft ist unfähig, Quantensprünge gebührend zu erkennen. Beides ist völlig unakzeptabel.
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