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Trotz Mahnung der G7 Nordkorea provoziert erneut mit Raketenstart

Rakete beim Start
Legende: Archiv-Bild: Der neuerliche Raketentest folgt unmittelbar nach einem mahnenden Aufruf der G7. Reuters
  • Trotz mehrerer UNO-Resolutionen hat Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert.
  • Es habe sich um eine Kurzstreckenrakete gehandelt, die nach sechs Minuten im Meer gelandet sei, teilte das US-Militär mit.
  • Japan kündigte eine harte Reaktion auf den Abschuss an.

Beim jüngsten Gipfel der sieben führenden Industrienationen G7 am Wochenende sei vereinbart worden, Nordkorea als Top-Priorität zu behandeln, sagte Japans Regierungschef Shinzo Abe kurz nach dem neuerlichen Raketentest.

«Gemeinsam mit den USA werden wir Massnahmen ergreifen, um Nordkorea abzuschrecken», so Abe weiter.

In Washington erklärte das Präsidialamt, US-Präsident Donald Trump sei über den jüngsten Test unterrichtet worden. Der südkoreanische Präsident rief umgehend eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats ein.

Möglicherweise war es eine Scud-Rakete

Nach Darstellung des südkoreanischen Militärs wurde die Rakete in der Nähe der nordkoreanischen Küstenstadt Wonsan gestartet. Das Projektil sei in östlicher Richtung geflogen. Möglicherweise habe es sich um eine Scud-Rakete gehandelt.

Die japanische Regierung reagierte mit einer Protestnote gegen den Raketentest. Der Test habe ein Risiko für Schiffe und Flugzeuge in der Region dargestellt. Schäden habe es aber offenbar nicht gegeben, sagte ein Sprecher.

Übersicht über Raketentests seit Januar 2016

Allein im Mai drei Raketen getestet

Mehrere UNO-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test von Raketen, die je nach Bauart auch Atomsprengköpfe tragen können. Mit der jüngsten Rakete hat Pjöngjang allein im Mai bereits drei Raketen abgefeuert.

Die Führung in Nordkorea hat seit dem vergangenen Jahr Atomversuche und zahlreiche Raketentests durchführen lassen, durch die sich vor allem Südkorea und das G7-Mitglied Japan bedroht fühlen.

US-Präsident Trump hat im Gegenzug einen Militärschlag gegen das ostasiatische Land nicht ausgeschlossen.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    D. Trump punktet bei der Aussenpolitik. Es war gut, wie er dem Wortbruch der EU-Länder, mehr für die militärischen Lasten der NATO zu bezahlen, entgegengestanden hat. Und er kann seiner GBU-43/B-Aktion in Syrien eine ähnliche Aktion in Nordkorea folgen lassen. Vielleicht fängt er damit an, die Raketen des Kim Jong-un abzuschiessen. Einfach diese Raketen vom Himmel holen, als willkommener Test der eigenen Abwehrsysteme. Völkerrechtsmässig wären solche Aktionen ohnehin unstrittig.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Warnen. Raketentest. Sanktionen androhen. Sicherheitsrat einberufen. Nichts tun. Warnen, Raketentest, Saktionen androhen, Sicherheitsrat einberufen. Nichts tun. Und täglich grüsst das Murmeltier.
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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Diese Nordkoreaner decken die Macht- und Hilflosigkeit der Weltorganisation UNO auf. Sie machen was sie wollen. Der Rest der Welt protestiert - kann und will nichts unternehmen.
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    1. Antwort von Paul Soltermann (ps)
      U.E. Romer: wäre nett, wenn Sie erklären würden, was genau "Der Rest der Welt" von Nordkorea eigentlich will. Im Gegensatz zu USA und NATO hat NK noch kein Land direkt angegriffen, zudem ist Kim Jong in der CH zur Schule gegangen.
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    2. Antwort von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
      P.S. Dass er "zudem in der CH zur Schule gegangen ist" - wofür steht das - soll das irgend eine "Qualität" garantieren oder für was "Positives" stehen ?
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    3. Antwort von Paul Soltermann (ps)
      Das heisst soviel wie: "Lasst den Mann endlich in Ruhe, damit er seine Hausaufgaben erledigen kann"
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    4. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Herr Soltermann, nur weil der Depp hier enige Zeit zur Schule gegangen sein soll, hat er noch lange keinen Freibrief für sein jetziges Verhalten. Oder soll die CH noch mit daran Schuld sein, für seinen jetzigen geistgen Zustand.
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    5. Antwort von Paul Soltermann (ps)
      Der "Depp" darf (und will) ggü dem Westen keine Schwäche zeigen. Das würde sein Volk ihm nie verzeihen, die Entbehrungen durch Boykotte sind hingegen leichter zu ertragen. Man muss auch etwas Psychologie verstehen Frau Wüstner, man wird es auch brauchen um weitere News von DT zu verdauen.
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    6. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Jetzt muss ich Sie entäuschen, ich habe sogar Psych.. studiert....und sein Volk , und ich spreche nicht vom Militär, kennt doch nichts anderes, was sollen sie ihm verzeihen, wenn sie keinen Vergleich haben und nur Abschottung und Propaganda kennen.
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