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International Nordkoreas Retourkutsche für die UNO-Sanktionen

Nur Stunden nach Verkündung der bislang schärfsten UNO-Sanktionen gegen Nordkorea hat der kommunistische Staat mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert.

Legende: Video «Japan reagiert auf Provokation Nordkoreas» abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.03.2016.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schlägt zurück: Er liess nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums als Reaktion auf die UNO-Sanktionen Kurzstreckenraketen abfeuern.

Die Raketen seien am Donnerstag in Wonsan an der Ostküste in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) abgeschossen worden und ins Wasser gestürzt. Anzahl und Typ der Raketen sind noch nicht bekannt.

Raketen, Sanktionen, Raketen

Erst am Mittwoch hatte der UNO-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die eine drastische Verschärfung der Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang vorsieht.

Weder Kohle noch Eisen, Eisenerz, Gold, Titan oder seltene Erden dürfen dem Land noch abgekauft werden. Treibstoff für Flugzeuge oder für Raketen darf nicht mehr geliefert werden.

Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen reagierte damit auf einen nordkoreanischen Atomtest im Januar und einen ebenfalls weltweit kritisierten Start einer Weltraumrakete im Februar.

Die internationale Gemeinschaft sieht den jüngsten Satellitenstart als Vorwand zum Test einer militärischen Langstreckenrakete. Nordkorea dagegen spricht von einem Start zu friedlichen Zwecken.

Wirken die Sanktionen?

In einem am Montag veröffentlichten Bericht äussert eine von den Vereinten Nationen beauftragte Expertengruppe ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit der bisherigen Sanktionen. Das Regime in Pjöngjang habe diese geschickt umgangen, udn die UNO-Staaten setzten die Sanktionen nicht ausreichend um.

2 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Und wer sanktioniert die USA für deren Raketentests??? Die testen ihre Kriegsmaschinerie an MENSCHEN!!! Ex-NATO-Chef Clark berichtete, man habe ihm 2001 eine Liste mit 7 Schurken-Staaten vorgelegt, die man in den nächsten 5 Jahren angreifen wolle. Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan, Iran. Die Rede Wesley Clarks ist im Internet verfügbar.
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  • Kommentar von Jean-Phillippe Ducrey (Jean-Phillippe Ducrey)
    Auch wenn die sog. "Reaktion" Nordkoreas auf die UNO-Sanktionen eher lächerlich wirkt, muss gesagt sein, dass die Sanktionen kaum etwas anderes bringen als grosses Leid innerhalb der Bevölkerung Nordkoreas. Ein weiteres Problem dürfte dann aufkommen, wenn die Diktatur zu Ende ist. Dann fangen nämlich 25 Mio. Menschen an, das Land Richtung China oder Südkorea zu verlassen und das kann und will weder Südkorea noch China bewältigen. Die Sanktionen dürften also zeitlich beschränkt sein.
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