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FPÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner (links) und FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache im Wahlkampf.
Legende: FPÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner (links) und Bundesparteichef der FPÖ, Heinz-Christian Strache, im Wahlkampf. Keystone
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International Oberösterreich wählt – Zuwachs für Rechtspopulisten erwartet

In Oberösterreich haben die Landtagswahlen begonnen. Die Rechtspopulisten dürften laut Umfragen deutlich mehr Stimmen erhalten als bisher. Der Urnengang gilt erster politischer Stimmungstest in Österreich.

In Oberösterreich, an der Grenze zu Bayern, sind heute Landtagswahlen. Es ist der erste politische Stimmungstest in Österreich seit dem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen.

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Oberösterreich wählt
Aus Tagesschau vom 26.09.2015.
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Meinungsforscher erwarten, dass die Freiheitliche Partei (FPÖ) ihren Stimmenanteil gegenüber der vorigen Wahl auf etwa 30 Prozent verdoppeln könnte. Die FPÖ war im Wahlkampf mit Slogans wie «Sichere Grenzen – Sichere Heimat» und der Forderung nach Grenzzäunen nach ungarischem Vorbild aufgetreten.

«Die Menschen wollen ein Umdenken und sie wollen, dass wir die Grenzen schützen und schauen, dass sich nicht radikale Islamisten hier breit machen und eine Islamisierung in Österreich und Europa stattfindet», sagte Heinz Christian Strache, Bundesparteichef der FPÖ.

Etablierte Parteien halten dagegen

Der konservative oberösterreichische Ministerpräsident Josef Pühringer von der ÖVP versuchte dagegenzuhalten: Er versprach, sich für schärfere Grenz- und Asylpolitik einzusetzen. Seine ÖVP ist seit Jahrzehnten die Nummer eins im Bundesland.

Laut Umfragen drohen der ÖVP im Vergleich zu 2009 empfindliche Verluste. Sie würde aber mit erwarteten 37 Prozent stärkste politische Kraft im Bundesland bleiben. Die FPÖ könnte die sozialdemokratische SPÖ erstmals vom zweiten Platz verdrängen.

Schwache Regierung

Die FPÖ verdanke ihr jetziges Hoch einer schwachen Bundesregierung, sagt der Wiener Politologe Thomas Hofer. «Wenn die aktuelle Bundesregierung weiterhin eher lethargisch agiert, besser gesagt nicht agiert, dann ist dies natürlich ein idealer Boden dafür, dass die FPÖ Richtung Nummer eins wird – auch bei der nächsten nationalen Wahl.»

Zur Stimmabgabe sind 1,1 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen. Erste Hochrechnungen werden kurz nach Schliessung der Wahllokale um 16:00 Uhr erwartet.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Erwin Jenni  (ej)
    Danke Frau Merkel.
  • Kommentar von Hans Zaugg  (Hans Zaugg)
    Also wenn ich diese Lederhosen rechts auf dem Bild sehe, dann wird mir schlecht...
    1. Antwort von Claire McQueen  (freedom)
      Dann meiden Sie das Oktoberfest.
  • Kommentar von Pavol Vojtyla  (Habe Sozialismus erlebt)
    Warum in einem öffentlichen-rechtlichen Medium, das von Steuern aller Bürger finanziert wird, die Rechtsparteien immer "rechtspopulistisch" bezeichnet werden? Profesionelle Journalisten sollten sich solche Kategorisierung für die SP/G-Presse sparen. Öffentlich-rechtlichen Medien MÜSSEN neutral bleiben. Sonst ist der Direktor zu wechseln. Aber als ein linker Journalist sollte ich die Kröte schlucken und objektiv schreiben. Ich habe nie von Linkspopulisten oder von einem Linksrutsch im SRF gehört.
    1. Antwort von Rolf Bolliger  (robo)
      Bei unbewilligten "Demos" (Saubanner-Umzügen) durch vermummte Vandalen und gewaltbereite Chaoten, sprechen die MEDIEN jeweils von Menschen, Demonstranten oder Teilnehmer. Treffen sich irgend in einer Waldhütte ein paar "ULTRA-Patrioten" mit Kantons- oder Schweizerfahnen, musste die Polizei gegen RECHTSEXTREME ausrücken! Wenn Parteien, die sich fürs Land (und dessen bewährten Werte) einsetzen, "RECHTSPOPULISTEN" genannt werden, kann ein toleranter und medienkennender Zeitgenosse gut damit leben!
    2. Antwort von Pavol Vojtyla  (Habe Sozialismus erlebt)
      Das tragische dabei ist, dass diese "friedliche Demonstranten", zB kleine Cafés von Immigranten wie Libanesen total zerstören, wie bei den EWF Auschreitungen in Genf. Die hartarbeitenden Musterimmigranten haben alles verloren weil keine Versicherung gegen der politischen Gewalt versichert.
    3. Antwort von Hans Zaugg  (Hans Zaugg)
      @Vojtyla: Worum geht es da? Die FPÖ ist, genauso wie die SVP, eine rechtspopulistische Partei, und damit basta!
    4. Antwort von Peter Frei  (parker)
      zaugg, lieber rechtspopulisten als links-faschisten.