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Obwohl weniger Menschen kommen Flüchtlingslager in Griechenland weiterhin überfüllt

Graue Zeltdächer.
Legende: Im Lager Moria auf Lesbos leben noch immer mehr als doppelt so viele Flüchtlinge als dort leben sollte. Keystone
  • Die Aufnahmelager für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln in der Ost-Ägäis sind immer noch überfüllt – dies obwohl im abgelaufenen Jahr weniger neue Migranten ankamen.
  • 2017 setzten knapp 25'000 Menschen von der Türkei aus zu den griechischen Inseln über. 2016 waren laut UNO noch mehr als 173'000 dort angekommen.
  • Die Lager sind weiterhin überfüllt: Das Lager Moria auf Lesbos etwa ist für 2300 Menschen ausgelegt. Aktuell befinden sich dort aber knapp 5600 Personen.

Trotz eines starken Rückgangs der Flüchtlingszahlen sind die Aufnahmelager auf den griechischen Inseln in der Ostägäis immer noch überfüllt.

Im gesamten Jahr 2017 habe das Innenministerium in Athen rund 25'000 Migranten zum Festland bringen lassen, berichtete das Staatsradio ERT. Im selben Zeitraum hätten aber auch rund 25’000 Menschen von der Türkei aus zu den Inseln übergesetzt. Die meisten Migranten (12’506) erreichten die Insel Lesbos.

Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt vom März 2016 sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die auf den Inseln der Ostägäis ankommen, von dort zurück in die Türkei gebracht werden müssen, wenn sie in Griechenland kein Asyl bekommen.

Unklar ist nun, ob die Türkei die zum Festland gebrachten Flüchtlinge – sollten sie kein Asyl in Griechenland bekommen – zurückzunehmen bereit ist oder ob diese Menschen in Griechenland bleiben müssen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Wenn man sich das Strassenbild oder die Sozialhilfestatistik in der Schweiz, Österreich oder Deutschland so anschaut, wird Griechenland von der Schweiz, Österreich und Deutschland bestimmt nicht im Stich gelassen in Sachen Flüchtlingesübernahme.
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  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Die Schweiz soll hart bleiben, die soll Ihre Probleme selber in Griff bekommen. Es sind ein ganzer Haufen EU-Staaten die Ihren Verpflichtungen gegen über der europäischen Union zögerlich oder gar nicht kommen, z.B Polen in daß die Schweiz immer noch Millionen zahlt, sowie weitere ehemalige Ostblock Staaten. Unser Geld freundlich in Empfang nehmen, aber für unsere Anliegen kaum gehör haben in Brüssel. Unser befreundeter Nachbar Italien hat auch zum letzt jährigen EU Börsen Theater zugestimmt.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Die EU sollte endliche ihre versprochene Hilfe an Personal in GR für beschleunigte Asylverfahren wahrnehmen. Diejenige die kein Asylrecht erhalten zurück in ihre Heimat überführen. Es ist nicht zu verstehen, dass Menschen auf lange Monate und Jahre dort in Lager zu halten wenn man dagegen Abhilfe schaffen könnte. GR allein ist mit diesen Flüchtlingen total überfordert und wird von der EU im Stich gelassen. Merkel & Co. sind wortbrüchig geworden.
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