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International Österreich sperrt nach Bahn- auch Fahrzeugverkehr

Nach dem gestoppten Bahnverkehr mit Ungarn nun auch die Autobahn: Die A4 im Grenzbereich zu Ungarn ist nach Polizeiangaben gesperrt worden. Als Grund werden Flüchtlinge genannt, die sich zu Fuss auf den Weg Richtung Wien gemacht hätten. Der Bahnverkehr bleibt auch am Wochenende gesperrt.

Legende: Video Flüchtlingskrise in Europa abspielen. Laufzeit 1:18 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 11.09.2015.

Der Flüchtlingsstrom nach Österreich reisst nicht ab. In der Nacht auf Freitag sind wieder knapp 3700 Flüchtlinge über die Grenze zu Österreich gekommen.

Gemäss Polizeiangaben sollen sich Dutzende Flüchtlinge auf der Autobahn A4 in Richtung Österreich bewegt haben.

Ein Teilstück dieser Autobahn im Grenzbereich zu Ungarn wurde nun aus Sicherheitsgründen gesperrt. Bis wann diese Regelung gilt, wurde nicht bekannt gegeben.

Der Polizeivorsteher im betroffenen Burgenland hatte am Abend die ungarischen Behörden kritisiert: deren Informationspolitik gegenüber Österreich sei mangelhaft, sagte der Polizeichef gegenüber dem ORF.

Bahnverkehr auch am Wochenende gesperrt

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben derweil bekannt gegeben, dass der Bahnverkehr von und nach Ungarn auch am Wochenende gesperrt bleibt. In der Mitteilung, Link öffnet in einem neuen Fenster geben die ÖBB weiterhin eine «massive Überlastung» als Grund an.

Für Freitag sind sechs reguläre Züge aus Ostösterreich nach Deutschland geplant. Sonderzüge werde es voraussichtlich nicht geben, erklärt das Unternehmen.

Gleichzeitig berichten die ÖBB aufgrund der getroffenen Massnahmen von einer Normalisierung der Situation an den grossen Wiener Bahnhöfen. Die «Kapazitätsgrenzen» seien aber, was die Züge sowie die im Einsatz stehenden Mitarbeiter betrifft, nach wie vor erreicht.

Uniformierte bewachen den Grenzzaun.
Legende: REU

Nach Angaben des ungarischen Verteidigungs-minister, hat Ungarn 3800 Soldaten an die Grenze zu Serbien geschickt. Sie sollen den Bau des Grenzzauns beschleunigen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Tausende Notizen, alle schöngefärbt, füllen Zeitungen und Internet. Alles am Problem vorbeigeschrieben! Hier findet ein finanzieller und kultureller Dammbruch statt. Europa, bereits innerlich aufgeweicht, mit dem Experiment Sozialstaat bereits in Schräglage und nur noch durch die Druckerpresse über Wasser gehalten, mit riesiger Jugendarbeitslosigkeit, fehlt das Entscheidende in Notsituationen: Härte!
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  • Kommentar von Peter Haensenberger (Original Haensenberger)
    Der Flüchtlingsstrom reisst noch lange nicht ab, noch viele 1000 Leute werden kommen nach Europa. Bald steht der Winter vor der Tür, wo werden die Millionen Flüchtlinge den Winter verbringen, wer bezahlt alles. Es wird sehr hohe Finanzielle auslagen geben. Der Winter wird die Situation massiv verschlimmern. Kleider und Decken werden sehr gefragt sein.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Tja, die Geister die man rief, kommen nun halt mal auch dann wenn keiner sie mehr will. Nun wäre es mal an der Zeit sich auch um die Ursachen zu kümmern. Warum müssen Menschen fliehen ? Warum ist die Lage dort vor Ort so, dass man fliehen muss ? Wer hat dazu beigetragen und wem nutzt es ? Mit solchen und weiteren Fragen wird's endlich mal interessant. Mal sehen wie viel Selbstreflektion die 1.Welt wirklich hat.
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