Zum Inhalt springen

Header

Video
Erdogan: «Wir werden unser Vorhaben sowohl aus der Luft als auch mit Bodentruppen umsetzen.»
Aus News-Clip vom 05.10.2019.
abspielen
Inhalt

Offensive in Syrien angedroht Erdogan wetzt die Messer

  • Die Türkei stehe kurz vor einem Militäreinsatz in Syrien «sowohl aus der Luft als auch mit Bodentruppen», sagte der Präsident vor Parteimitgliedern in Ankara.
  • Mit der Offensive würden türkische Sicherheitsinteressen gewahrt, so Erdogan.
  • Wie ein Sprecher der von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) auf Twitter mitteilt, wolle man jeden Angriff der türkischen Armee zum Krieg eskalieren.

Der türkische Präsident bezog sich bei seiner Ankündigung auf das mehrheitlich von Kurden kontrollierte Gebiet östlich des Flusses Euphrat in Syrien.

«Wir haben unsere Vorbereitungen getroffen, unsere Einsatzpläne abgeschlossen und die nötigen Anweisungen erteilt», sagte Erdogan. Der Einsatz könne «heute oder morgen» beginnen.

Syrern in der Türkei die Heimkehr ermöglichen

Die geplante Offensive begründete Erdogan in dem von einem jahrelangen inneren Krieg zerrissenen Nachbarland mit türkischen Sicherheitsinteressen.

Zudem solle Syrern, die vor dem Krieg in ihrer Heimat in die Türkei geflüchtet sind, die Heimkehr ermöglicht werden, sagte Erdogan weiter. Vor Kurzem hatte er bereits Pläne angekündigt, zwei Millionen der rund 3.6 Millionen in der Türkei lebenden syrischen Flüchtlinge in die geplante Sicherheitszone in Nordsyrien umzusiedeln.

Frist verstrichen

Seit August überwachen die Nato-Verbündeten Türkei und USA gemeinsam das Grenzgebiet in Nordsyrien. Eine von Erdogan gesetzte Frist bis Ende September für die Einrichtung einer Sicherheitszone verstrich ergebnislos.

Die Türkei will dort nun die alleinige Kontrolle übernehmen. Sie betrachtet die YPG als Terrororganisation, für die USA ist die YPG ein Verbündeter im Kampf gegen die Terrormiliz IS in Syrien.

Das Verhältnis zwischen Türken und Kurden ist seit langem angespannt. Auch innerhalb der Türkei kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen dem türkischen Staat und Teilen der kurdischen Minderheit.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Deckt einfach mal restlos alles auf was diese Obama/Biden/Clinton-Admin. da gemacht hat während diesen 8 Jahren. Wirklich alles ohne Tabu & Auslassungen, und nicht nur von Lyibien,Tunesien,Agypten,Syrien und ganz besonders auch Ukraine und die Welt sieht plötzlich ganz anders aus. Nur das will wohl keiner wahrhaben was da so alles zum Vorschein kommen würde. Nur Mut, lasst einfach Trump mal machen und verzichtet auf dieses Impeachment-Theater, wo vieles unter den Teppich gekehrt werden soll.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Erdogan. Der mächtigste Fanatiker der Welt. Die grösste Gefahr für Europa liegt viel näher als die meisten denken ...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Europa hätte besser auf Assad gesetzt als auf CIA und Erdogan. Letztere haben erst Waffen an islamische Terroristen geliefert und verhindern jetzt weiterhin ein Ende des Krieges. Assad hat zu keinem Zeitpunkt jemals Europa bedroht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen