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Die Klimakrise kommt die Welt teuer zu stehen
Aus SRF 4 News aktuell vom 08.06.2021.
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Oxfam warnt Zu wenig Klimaschutz könnte G7-Staaten Billionen Euro kosten

  • Zu wenig Klimaschutz könnte die Wirtschaft teuer zu stehen kommen.
  • Wenn nicht mehr für den Klimaschutz unternommen werde, könnte die Klimakrise die G7-Staaten im Jahr 2050 durchschnittlich 8,5 Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung kosten – doppelt so viel wie die Corona-Pandemie.
  • Davor warnt die Hilfsorganisation Oxfam die führenden Industrienationen – im Vorfeld des G7-Gipfels von Ende Woche.

Der Verlust beläuft sich laut Oxfam insgesamt auf 4,8 Billionen Dollar. Bei ihrem Gipfel ab Freitag in Cornwall sollten sich die G7 darauf einigen, «die CO2-Emissionen schneller und stärker zu senken». Neben Deutschland und Grossbritannien sind Frankreich, die USA, Italien, Japan und Kanada Mitglieder der Gruppe sieben führender demokratischer Wirtschaftsmächte.

Oxfam bezieht sich auf Daten von Swiss Re

Das Schweizer Swiss Re Institute hatte bereits im April festgestellt, dass der Klimawandel langfristig die grösste Gefahr für die Weltwirtschaft sei. Ohne Gegenmassnahmen drohe bis 2050 ein Temperaturanstieg um mehr als 3 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, die Weltwirtschaft würde um 18 Prozent schrumpfen.

Oxfam bezieht sich auf ein Szenario, bei dem Swiss Re bereits von «einigen Gegenmassnahmen» und einem Anstieg von 2,6 Grad ausgeht. Das globale Bruttoinlandsprodukt würde in dem Modell um 14 Prozent sinken. Dieses Niveau könnte nach Oxfam-Angaben auf Grundlage aktueller Zusagen aller Länder erreicht werden.

Hinter den Zusagen zurückgeblieben

Bei der internationalen Klimakonferenz 2015 in Paris hatten sich die Staaten der Erde eigentlich darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen sowie alles daran zu setzen, den Temperaturanstieg bereits bei 1,5 Grad zu stoppen.

Oxfam kritisierte, dass die Zusagen der G7-Staaten vor der Weltklimakonferenz Ende des Jahres deutlich hinter dem zurückblieben, was nötig sei, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dabei sollten die G7 als einige der grössten Emittenten der Welt mit gutem Beispiel vorangehen.

«Die prognostizierten wirtschaftlichen Turbulenzen in den wohlhabenden G7-Ländern sind nur die Spitze des Eisbergs», sagte Max Lawson, Leiter der internationalen Kampagne gegen soziale Ungleichheit. «In vielen wirtschaftlich benachteiligten Teilen der Welt werden Todesfälle, Hunger und Armut als Folge extremer Wetterereignisse zunehmen.»

SRF 4 News, 07.06.2021; 06:00 Uhr;

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Meier  (Pat69)
    @T. Leu: "Nur finanzielle Anreize bringen den Menschen dazu sich so zu verhalten, dass auch die nächsten Generationen überleben können." Ich bin auch der Auffassung, dass finanzielle Anreize den Menschen lenken können. In Bezug auf das Klima wirken die finanziellen Anreize global gesehen leider in die falsche Richtung. Viele Menschen verleitet der Drang heute nicht zu verhungern egoistischerweise dazu, Aktivitäten nachzugehen die CO2 freisetzen.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    GELD? Vielmehr ist die "Lebensgrundlage" der gesamten Lebewesen dieser Welt, in Gefahr, somit auch die ZUKUNFT der Menschen....
  • Kommentar von Bernhard Meyer  (Bernhard Meyer)
    @Jaro Bels
    Der grösste teil der Weltbevölkerung Interessiert sich nicht um Ihre Uhrenkel. Mann kann das Rad nicht zurückdrehen. Wir sind an einem Punkt angelangt wo die Menschheit wegen Überbevölkerung sich selber auslöscht. Frage was haben Sie in Ihrem Leben gemacht, das es der Welt besser geht? Übrigens ein kleiner teil der Bevölkerung wird überleben und von vorne beginnen, bis Sie wieder am jetzigen Punkt anlangen.