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International Papst: Islam ist nicht gleich Gewalt

Nach dem islamistischen Anschlag auf eine katholische Kirche in Frankreich hat Papst Franziskus davor gewarnt, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen. Auch Katholiken würden Verbrechen begehen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Papst Franziskus spricht in einem Flugzeug in ein Mikrofon.
Legende: Es sei falsch, den Islam mit Gewalt zu identifizieren, sagte Papst Franziskus auf der Heimreise von Polen. Reuters

Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Polen nach Rom hat Papst Franziskus gesagt: «Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen.» Der Islam dürfe nicht mit Gewalt gleichgesetzt werden. Auch von Katholiken gebe es Verbrechen, erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er lese jeden Tag in den Zeitungen von Gewalttaten in Italien: «Das sind getaufte Katholiken, es sind gewalttätige Katholiken.»

Er glaube, sagte Franziskus, dass es nicht richtig sei, «den Islam mit Gewalt zu identifizieren». In jeder Religion gebe es eine kleine Gruppe Fundamentalisten. Genauso, wie nicht alle Katholiken gewalttätig seien, seien nicht alle Muslime gewalttätig. Der Papst betonte, seiner Ansicht nach sei nicht die Religion die treibende Kraft hinter Gewalttaten.

«Keine anderen Optionen»

Junge Menschen würden sich dem Terrorismus zuwenden, «wenn sie keine anderen Optionen» hätten, sagte er. «Wie viele unserer jungen Europäer haben wir ohne Ideale und ohne Arbeit zurückgelassen, sodass sie sich Drogen und Alkohol zuwenden und bei fundamentalistischen Gruppen mitmachen?», fragte Franziskus.

In einer katholischen Kirche in Nordfrankreich hatten zwei Islamisten am letzten Dienstag Geiseln genommen und einen Priester getötet. Die Polizei erschoss die beiden Angreifer.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Ich wüsste nicht, dass ein Katholik einen Muezzin oder Imman gemeuchelt hätte oder wenn er seine Schwiegermutter umgebracht hat dabei "Allahu Akbar" gerufen hätte. Auch sollte ein Papst schon den Unterschied zwischen der Lehre Jesus oder Mohammeds kennen. Nachdem Islamisten einem papsttreuen Priester die Kehle durchgeschnitten haben und den sich in der Kirche befindlichen 5 Gläubigen panische Angst und Schrecken eingejagt haben, kommt einem die "Warnung" des Papstes etwas merkwürdig vor.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "...kommt einem die "Warnung" des Papstes etwas merkwürdig vor." Nein, sie ist nicht merkwürdig, sondern realistisch. Ihre Pauschalisierungen hingegen sind nicht nur merkwürdig, sondern auch daneben. Sie diffamieren damit nicht nur viele Muslime in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und auch in Frankreich, indem Sie sie quasi als potenzielle Mörder darstellen. Finde das ziemlich dreist.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @Schüpach: Es gibt keinen katholischen Terrorismus, aber einen islamistischen. Deshalb ist das was der Papst sagt, Geschwätz, genauso wie sich die Katholiken “nicht wie die Karnickel vermehren müssen“. Die Kaninchenzüchter haben sich über diesen Ausspruch des Stellvertreters Christi bereits heftig beschwert. Wundern Sie sich also nicht, wenn ich mir ebenso wie die Karnickelzüchter das Recht zur Kritik am Heiligen Vater herausnehme. Benedikt der XVI wäre wohl zu einem solchen Nonsens nicht fähig
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    3. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Benedikt XVI wollte das Rad der Geschichte bzw. die Ausrichtung der katholischen Kirche in die Zeit vor dem II. Vatikanischen Konzil zurückdrehen. Mit diesem Konservativismus wäre er der Denkweise der Islamisten bedeutend näher gewesen als Franziskus. Ja, er wäre zu einer solchen Aussage nicht fähig gewesen und hätte nicht versucht, religiöse Konfrontationen von seiten der Christen von Beginn weg zu unterbinden. Damit wäre er m.E. heute eindeutig die schlechter geeignete Person an dieser Stelle.
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    4. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Vor allem gibt oder gab es immer wieder schreckliche Verbindungen zwischen manchen kath. Würdenträger und der Mafia. Ist ja weitherum bekannt: "SRF DOK: Papst Franziskus ist nun seit drei Jahren im Amt. Er ist der erste Papst, der es mit der Mafia aufgenommen hat. Ist das spürbar?" http://www.srf.ch/sendungen/dok/mafia-und-kirche-eine-unheilige-allianz
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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Nicht alle Moslem sind potentielle Terroristen aber wer den Koran ernst nimmt ist es. Jeglicher religiöse Fundamentalismus dient niemals dem Frieden sondern dem Krieg und wird Hass Tod und Aggression fördern.Den Rückschritt in die Steinzeit per islamischen Fundamentalismus als kulturelle Bereicherung noch willkommen zu heissen ist zu viel. Das gilt für jede Religion alle wissen wie viel Blut auch im Namen des Christentums geflossen ist. Wir brauchten Jahrhunderte um darüber hinweg zu kommen.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Das gilt für jede Religion alle wissen wie viel Blut auch im Namen des Christentums geflossen ist. Wir brauchten Jahrhunderte um darüber hinweg zu kommen." In Burundi wähnt sich ein "Präsident" quasi als wiedergeborener Christ und ist zusammen mit seinen Milizen daran, einen Bürgerkrieg anzuzetteln. In der Gegenwart.
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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Das ist kulturbedingte Sensibilität als Ausrede für den Kniefall vor dem politischen Islam. Auf der einen Seite hängen wir in öffentlichen Gebäuden die Kreuze ab richten dafür Gebetsräume an Schulen ein. Der Priester Jacques Hamel (84), in Saint-Etienne-du-Rouvray wurde von einem Muslim wie im Mittelalter enthauptet. Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft. Vielleicht sollte man den Untergang ein wenig hinauszögern und die TOLL eranz etwas zurück schrauben. Aristoteles
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