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Rodrigo Duterte kündigt Rückzug aus Politik an
Aus Tagesschau vom 02.10.2021.
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Philippinischer Präsident Duterte zieht sich 2022 zurück – Tochter als Nachfolge?

  • Der philippinische Präsident Rodrigo «Rody» Duterte will bei den Wahlen 2022 nun doch nicht für das Amt des Vizepräsidenten antreten und zieht sich aus der Politik zurück.
  • Seine Tochter Sara Duterte-Carpio könnte ihn beerben, wie er nach seiner Ankündigung durchblicken liess.
  • Duterte steht international vor allem wegen seines Feldzugs gegen Drogenkriminalität in der Kritik, weil dabei mutmasslich Menschen ermordet wurden.

«Im Gehorsam gegenüber dem Willen des Volkes, das mich vor vielen Jahren in das Präsidentenamt gewählt hat, sage ich meinen philippinischen Mitbürgern, dass ich dem folgen werde, was ihr wollt, und gebe heute meinen Rückzug aus der Politik bekannt», erklärte Rodrigo Duterte. Seine Amtszeit endet am 30. Juni 2022.

Rodrigo Duterte verwies auf Umfragen, wonach die Menschen in dem Inselstaat eine solche Kandidatur als Verstoss gegen die Verfassung einstufen. Nach der philippinischen Verfassung kann ein Präsident nur eine einzige Amtszeit von sechs Jahren absolvieren und sich nicht zur Wiederwahl stellen.

Beobachter merkten kritisch an, dass Duterte bei einer Kandidatur als Vizepräsident am Ende doch wieder Präsident werden könnte, falls sich sein gewählter Nachfolger als unfähig erweisen sollte.

Legende: Duterte bekundet seine Unterstützung für Christopher Go, nachdem dieser seine Kandidatur für die Vizepräsidentschaft offiziell eingereicht hatte. Reuters

Der 76-jährige Duterte will nun seinen langjährigen engen Berater, Senator Christopher Go, unterstützen. Dieser liess sich bei der Wahlkommission als Vizepräsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei der Philippinen – Macht des Volkes (PDP-Laban) für die Wahlen am 9. Mai 2022 registrieren. Zuvor hatte Go seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat abgelehnt.

Folgt die Tochter auf den Vater?

Derzeit ist noch offen, wer für die Partei PDP-Laban am 9. Mai 2022 als Präsident zur Wahl stellt. Gemäss dem Sender ABS-CBN deutete Duterte gegenüber einem Journalist an, dass sich seine Tochter Sara Duterte-Carpio als Präsidentin bewerben wird. Wann sie ihre Kandidatur bekannt gibt, konnte er nicht sagen.

Die Kandidaten müssen sich bis zum 8. Oktober registrieren lassen. Allerdings sind Rückzüge und Nachbesetzungen bis zum 15. November erlaubt.

SRF 4 News, 02.10.2021, 11:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    DU30's Tochter Sarah hat gute Chancen Presi zu werden. Durch sie hätte er doch noch Einfluss auf das weitere Politische geschehen.
  • Kommentar von Ueli Baumgartner  (Beumli)
    @Jörg Marty
     (Zuckerli)
    Sie müssen aber schon auch erwähnen, dass es keine freien Medien gibt und für Journalisten die Philippinen mittlerweile zu einem der gefährlichsten Länder gehöhren. Die Wirtschaft ist am Boden und die Kriminalität sehr am steigen ist. Korruption ist für die Dutertes nichts unbekanntes sind sie doch eng mit den Marcos verbandelt. Schade um den Inselstaat.
    1. Antwort von Benedikt Walchli  (Baenzi)
      So ein Blödsinn. Lebe hier seit 2013 und fühle mich sicher.
  • Kommentar von Werner Gerber  (Emmentaler)
    wenn duterte für das sinnlose morden zur rechenschaft gezogen würde, was hoffentlich geschieht und die korruption in diesem wunderschönen land noch begünstigt hat, käme er niemehr aus dem gefängnis
    1. Antwort von Jörg Marty  (Zuckerli)
      @Gerber
      Sie sollten sich mit den Phil. und deren Politik besser auseinandersetzten. Fakt ist dass auf den Phil. auch vor seinem Amtsantritt Dealer ermordet wurden. Fakt ist, dass er den Familien-Clans, der Korruption den Kampfangesagt hat. Fakt ist, dass er bevor er Präsident wurde, eine hoch krimmele Stadt gesäubert hat. (nicht ganz legal aber die Menschen getrauen sich wieder auf die Strasse und die Touristen kehren zurück. Fakt ist, dass er ein Mann aus dem Volk ist und seine Sprache spricht
    2. Antwort von Hanspeter Schwarb  (Ganymed)
      Herr Marty , Drogenhandel ist eine schlimme Sache das ist klar. Aber Fakt ist eben auch, dass Duerte der Polizei sogar den Freibrief ausgestellt hat jeden zu erschiessen, der mutmasslich mit Drogen zu tun gehabt haben könnte . Das geht natürlich nicht. Jeder muss das Anrecht auf einen fairen Prozess haben. Das ist in jedem Rechtsstaat so. Um das zu wissen, muss ich mich nicht mit dem Land auseinandersetzen
    3. Antwort von Lara Windler  (winlara)
      @Ganymed: . Genau das ist das Problem und mitunter ein Grund, warum unsere Entwicklungshilfe in vielen Ländern nicht viel bewegt (mittel- und langfristig gesehen). Wir Europäer und Amis glauben, dass es überall so funktionieren und sein müsse wie bei uns (bzw. USA). Wir ignorieren völlig die Kultur in diesen Ländern. Das ist respektlos und überheblich.