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Mit 99 Prozent der Stimmen Polit-Star Kurz ist jetzt auch ÖVP-Chef

Legende: Video Der neue ÖVP-Chef will die Mittelmeerroute schliessen abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 01.07.2017.
  • Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz ist neuer Chef der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Vorgänger Reinhold Mitterlehner war im Mai zurückgetreten.
  • Der 30-jährige wurde auf dem Bundesparteitag in Linz mit 98,7 Prozent gewählt. Er erhielt 464 von 472 Stimmen.
  • Dreieinhalb Monate vor der Nationalratswahl segneten die Delegierten auch neue Statuten ab, die Kurz eine grosse Machtfülle gewähren.

Eine Partei als One-Man-Show

Der mit grosser Mehrheit gewählte Sebastian Kurz krempelt die angestaubte Partei und ihre Organisation um, macht sie zur offenen Bewegung und will selber als nächster Regierungschef die Alpenrepublik wieder «zurück an die Spitze» führen.

Tatsächlich hat der erst 30-jährige Aussenminister gute Chancen, die Nationalratswahl am 24. Oktober zu gewinnen. Dann wird er – bisher beispiellos auf Bundesebene – mit einer eigenen «Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei» antreten. Sein Macher-Image, das ihn trotz seines noch jungen Alters umweht, lässt diese parteiferne Variante geboten erscheinen.

Wie Phönix aus der Asche

Die ÖVP lag vor wenigen Wochen in Umfragen noch abgeschlagen bei etwas mehr als 20 Prozent. Allein die Bereitschaft des Aussenministers, das Ruder in die Hand zu nehmen, hat die Partei auf 34 Prozent und damit in die Pole-Position katapultiert. Mit dem Wahlergebnis von 98,7 Prozent hat Kurz in Linz den erwarteten Rückenwind für seinen Solo-Trip als Veränderer von Land und Partei bekommen.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Na , ich bin ja "gespannt" , wie sich dieser "neue Chef" die Regelung so einer brisanten Angelegenheit vorstellt !" Reden ist Silber , die Durchführung so einer brisanten Angelegenheit - das ist Gold !!
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    Dieser dreissigjährige Aussenminister der ÖVP (Öesterreichische Volkspartei) Sebstian Kurz ist ein hochintelligenter junger Politiker. Er hat als einer der ersten erkannt, dass die sogen. Balkanroute geschlossen werden muss. Unser Aussenminister, liebäugelt mit der EU, statt sich um sein Land zu kümmern. Kurz hat sofort erkannt, dass mit der "Gutmenschen Flüchtlingspolitik", die FPÖ immer mehr Stimmen bekommt und im Vergleich dazu, ist die ÖVP wirtschaftlich und sozial eine solidere Partei.
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    1. Antwort von Martin Meier (M.Meier)
      Da waren wohl einige andere Regierungschefs die dies lange vor Kurz erkannten und handelten.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Ungeachtet der politischen Ziele ist auch das ein Signal mehr, das man ernst nehmen muss. Politik und Wirtschaft befinden sich länderübergreifend kollektiv in Sackgassen und Sachzwängen, was an der Basis den Wunsch und den Ruf nach einem "Erlöser" provoziert. Das hat in jedem politischen System zur Machtkonzentration mit all ihren negativen Begleiterscheinungen geführt.
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