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Legende: Video Polizei stürmt mutmassliches Terroristenversteck abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.04.2019.
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Polizeiaktion in Sri Lanka 15 Tote bei Anti-Terror-Razzia

  • In einem von der Polizei umstellten Haus im Osten Sri Lankas sind nach mehreren Explosionen 15 Leichen entdeckt worden.
  • Das Haus in der Küstenstadt Sainthamaruthu wurde im Zuge einer Anti-Terror-Razzia von Sicherheitskräften gestürmt werden.
  • Dabei ist es nach Aussagen eines örtlichen Polizeisprechers vom Samstag zu den Detonationen gekommen. Unter den Toten sind demnach sechs Kinder und drei Frauen.

Das Gebäude war dem Polizeisprecher zufolge am späten Freitagabend von Einheiten der Polizei und der Armee umzingelt worden. Grund des Einsatzes waren Ermittlungen nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag mit mehr als 250 Toten.

Detonationen durch Selbstmordattentäter?

Die Sicherheitskräfte wurden den Angaben zufolge aus dem Haus beschossen. Kurz darauf sei es in dem Gebäude zu mindestens drei Explosionen gekommen. «Wir haben das Gebäude durchsucht und 15 Leichen gefunden, zwölf davon in dem Haus und drei davor», sagte der Sprecher weiter.

Die Polizei vermute, dass die Detonationen auf einen oder mehrere Selbstmordattentäter zurückgehen. Ein Kind und eine Frau seien verletzt ins Spital gebracht worden.

Weitere Anschlagsgefahr

Sainthamaruthu liegt etwa 360 Kilometer östlich der Inselhauptstadt Colombo und nicht weit entfernt von der Stadt Batticaloa, wo am Ostersonntag eine Kirche angegriffen worden war.

Neun einheimische Selbstmordattentäter, darunter eine Frau, hatten an jenem Tag Anschläge unter anderem auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels verübt.

Behörden unter Druck

Die Polizei warnte danach vor neuen Anschlägen durch Islamisten in dem Inselstaat. Obwohl sich Dutzende Verdächtige in Gewahrsam befanden, waren einige noch auf freiem Fuss.

Die Regierung und Behörden in Sri Lanka stehen nach den Anschlägen unter grossem Druck, da es im Vorfeld konkrete Hinweise gegeben hatte, denen nicht nachgegangen wurde.

EDA passt Reisehinweise an

Die Schweiz hat ihre Reisehinweise für Sri Lanka verschärft. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät nun von «touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Sri Lanka ab». Die Sicherheitslage sei unübersichtlich und die Entwicklung ungewiss.

Der Reiseveranstalter Hotelplan hat als Folge ab sofort alle Reisen nach Sri Lanka mit Abreise bis und mit 31. Mai 2019 annulliert.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler (wmatz)
    Erstaunlicherweise handelt es sich bei den Extremisten in Sri Lanka um wohlhabende Leute. Es sind also nicht nur die unterprivilegierten Migranten die dem Gedankengut des IS anheimfallen. Das müsste auch bei uns ein Umdenken auslösen.
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  • Kommentar von Andre Sterchi (ASColombo)
    ich bin überzeugt dass es mittlerweile in fast jedes land islamische extremisten gibt - auch in der schweiz! der unterschied zu sri lanka (wo ich wohne) ist das die meisten politiker (immer noch) ehrlich sind und ihre demokratische prinzipien - für denen sie gewählt wurden - treu bleiben. hier herrscht seit unabhängigkeit 1948 ein konstantes gerrangel, sei es politisch od. wirtschaftlich; regierende politische parteien kommen und gehen. kein wunder dann wenn kritische infos ignoriert werden..
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  • Kommentar von Werner Kessler (Werner Kessler)
    Einmal mehr zeigt sich, zu was die islamische Doktrin in Wirrköpfen führen kann. Die Gefahr auch für Europa wird immer grösser, da sogenannte Schläfer und Rückkehrer des IS im Untergrund unter dem Deckmantel des asylsuchens ihre kriegerischen Absichten weiter verbreiten werden. Je mehr Infrastruktur diesen Leuten zur Verfügung gestellt wird, desto mehr werden sie ihrem eigenen Nutzen zugeführt, diese kriegerische Lehre, die nichts mit Religion zu tun hat, zu verbreiten.
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