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Vier Frauen zünden für den Toten Kerzen an.
Legende: Trauer und Gedenken nach dem Tod des schwarzen Teenagers in Berkeley. Zahlreiche Anwohner gingen auf die Strasse. Reuters
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International Proteste nach Todesschüssen auf schwarzen Jugendlichen

Nach den tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Jugendlichen demonstrieren die Menschen in der US-Kleinstadt Berkeley erneut. Vertreter der Stadt bemühen sich, die Unterschiede zum Fall in Ferguson hervorzuheben.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Jugendlichen haben die Menschen in der US-Kleinstadt Berkeley erneut protestiert. Für etwa 45 Minuten blockierten sie in der Nacht eine Autobahn.

Bis zu 150 Personen waren nach einer Nachtwache von der Tankstelle, an der der Jugendliche erschossen worden war, weiter gezogen. Sie blieben weitgehend friedlich. Einige wenige brachen aus dem Protestzug aus. Sie wurden aber von der Polizei daran gehindert, in einen Kosmetikladen einzubrechen. Mindestens zwei Personen nahm die Polizei fest.

Video
Erneut schwarzer Teenager erschossen
Aus Tagesschau vom 24.12.2014.
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Der Jugendliche, dessen Alter örtliche Medien mit 18 angaben, war am Dienstagabend von einem Polizisten bei einer Routinekontrolle auf einer Tankstelle in der Kleinstadt Berkeley unweit von Ferguson im US-Staat Missouri erschossen worden.

Anschliessend versammelten sich nach Polizeiangaben bis zu 300 Leute an der Tankstelle. Einige hätten Steine und Feuerwerkskörper auf die anwesenden etwa 50 Polizisten geworfen. Zwei Beamte seien verletzt und vier Personen festgenommen worden.

Erschossener Teenager offenbar bewaffnet

Die Polizei veröffentlichte kurz danach Videoaufnahmen mehrerer Überwachungskameras der Tankstelle. Dabei ist der Jugendliche zu sehen, wie er seinen Arm in Richtung des Beamten hebt und anscheinend eine Pistole auf diesen richtet. Eine unabhängige Untersuchung wurde eingeleitet.

«Wir sind anders als Ferguson», betonte der Bürgermeister von Berkeley, Theodore Hoskins, an einer Pressekonferenz. Im Gegensatz zu Ferguson seien viele Polizisten und Beamte der Stadt Afroamerikaner. Der Polizist habe durch seine Schüsse vermutlich sein Leben gerettet.

In Ferguson war im August der 18-jährige Michael Brown von einem weissen Polizisten erschossen worden. Dies hatte schwere Krawalle ausgelöst. Eine Geschworenenjury entschied Ende November, dass sich der weisse Polizist Darren Wilson wegen der Schüsse auf Brown vorerst nicht vor Gericht verantworten muss.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber , Basel
    Klartext: Wenn Jugendliche egal welcher Hautfarbe derart dumm sind und eine Waffe egal ob echt oder Spielzeug gegen Polizeibeamte richten, dann habe ich volles Verständiss dafür, dass die Beamten entsprechend Reagieren. Insbesondere die US Polizei macht kurzen Prozess.
    1. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      "...kurzen Prozess" trifft es ja für einen selbsternannten Rechtsstaat köstlich gut. :D
    2. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      "...kurzen Prozess" - aber immerhin hatte er einen Prozess. In Nordkorea wird den Menschen keinen Prozess gemacht :D
    3. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      Hey, ich will Sie etwas teil nehmen lassen am lustigen Spiel, das wir gerade erfunden haben. Wir zählen Länder, Reicher und Regierungen auf, die mit ihren Bürgern kurzen Prozess machen oder gemacht haben. Vielleicht fällt ihnen auch noch was ein!? :D
    4. Antwort von Carl Hebeisen , Bronschhofen
      Warum publiziert das SRF diesen Nonsens? Und das noch in 3facher Ausführung? Quo vadis, SRF?
    5. Antwort von Eddy Dreier , Burgdorf
      Natürlich ist es Nonsens, Herr Hebeisen. Kurzen Prozess zu machen ist in den USA immer eine gerechtfertigte Sache, während es in anderen Ländern natürlich nie eine gerechtfertigte Sache ist. Wir verstehen bestens...
  • Kommentar von Kai Abel , Zürich
    Gibt es den gleichen Demonstrationsaufwand, wenn mal WIEDER ein schwarzer Jugendlicher einen Polizisten erschossen hat? Nein, ganz sicher nicht.
  • Kommentar von Walter Wieser , USA
    Sofort wird wieder die Rasistenkarte gezogen. Wie immer wenn ein Fall wie dieser auftaucht. Der Junge hat eine Pistole auf den Polizisten gerichtet. Da wird sich dieser wohl wehren duerfen. Dieser Vorfall wird wieder hohe Wellen werfen. Wie anders war es doch letzte Woche als zwei weisse Polzisten in NY brutal in ihrem Auto ermordet wurden. Von einem schwarzen. Reversed Rasissmuss, geschuert von der gegenwaertigen Regierung, DeBlasio, Al Sharpton, Eric Holder, usw. tragen die Verantwortung!
    1. Antwort von Martin Locher , Giubiasco
      Das Video auf CNN mehrmals gesehen...konnte aber keine Waffe erkennen... Sie glauben anscheinend allem was Ihnen erzählt wird...
    2. Antwort von D.Thrum , Zürich
      Es gibt keine systematische Unterdrückung von Weissen in den USA. Der Täter, der die beiden Polizisten erschoss hat vorher auch seine Schwarze Freundin erschossen, aber diese Informationen lassen wir gerne weg, gell. Genauso wie so ziemlich alle fragwürdigen Vorgänge von Polizisten in den letzten paar Todesfällen. Von Arztverweigerung über fehlerhafte Protokolle. Hauptsache man kann irgendwie rechtfertigen (auch mit falschen Tatsachen), wieso man wieder einen Schwarzen abgeknallt hat.
    3. Antwort von Walter Wieser , USA
      @Thrum. Stimmt, die Frau ist African American. Zum Glueck aber hat sie, entgegen ihren Aeusserungen, den Mordversuch ueberlebt und ist auf dem Weg der Besserung. Zuerst informieren, dann schreiben.....
    4. Antwort von Walter Wieser , USA
      @Locher. In Giubiasco hat man natuerlich bessere informationen als in den USA?? Was soll ich da noch sagen?
    5. Antwort von Carl Hebeisen , Bronschhofen
      Naja, die Tea-Party ist eindeutig nicht auf der Seite der Schwarzen. Die spannen lieber mit dem KuKluxClan zusammen und möchten die Schwarzen dort sehen, wo sie früher schon waren.