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International Putin und Poroschenko wollen über Waffenruhe verhandeln

Der Ukraine-Konflikt kann nicht mit weiterer Gewalt gelöst werden: Darin sind sich der russische und der ukrainische Präsident einig. In einem direkten Gespräch vereinbarten sie, einen politischen Prozess zur Lösung der Krise einzuleiten.

Legende: Video Einschätzungen von Christof Franzen abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.08.2014.

Die Erwartungen an das Treffen in der weissrussischen Hauptstadt Minsk waren bescheiden. Dennoch kam es zu einer zögerlicher Annäherung zwischen dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Beide waren sich einig, dass der akute Konflikt in der Ostukraine nicht mit weiterer Gewalt gelöst werden kann. Konkrete Vereinbarungen schlossen sie zwar keine, aber sie versicherten, rasch Verhandlungen über eine Waffenruhe einzuleiten.

Misstrauen herrscht noch vor

Die Feuerpause müsse von beiden Seiten eingehalten werden, forderte Poroschenko nach dem Gespräch. Putin erklärte, auch Russland sei an einer Lösung interessiert. Eine Waffenruhe in der Konfliktregion könne Russland aber nicht beschliessen.

Ansprechpartner für Kiew seien die Aufständischen, Moskau könne nur Vertrauen schaffen. «Es gibt noch sehr viele offene Fragen zwischen uns. An einer Lösung sind wir, die Ukraine und unsere europäischen Partner interessiert», betonte Putin.

Russland kann keine Waffenruhe in der Ostukraine beschliessen
Autor: Wladimir PutinRussischer Präsident

Poroschenko zufolge planen die Ukraine und Russland Beratungen von Grenzschutz und Generalstab, um die Lage in der Ostukraine zu beruhigen. Putin habe deutlich gemacht, dass er Poroschenkos Friedensplan unterstütze, sagte der ukrainische Staatschef.

Gespräche über Gasstreit angekündigt

Auch den Dialog über ihren Gasstreit wollten Russland und die Ukraine wieder aufnehmen. Die Energieminister beider Länder würden am 6. September mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger über die Milliardenschulden der Ukraine bei Russland sprechen, kündigte Putin an.

Moskau hatte Kiew wegen unbezahlter Rechnungen im Juni das Gas abgedreht. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russische Gaslieferungen Richtung Westeuropa.

Dem Vier-Augen-Gespräch der beiden Politiker waren Verhandlungen in einer grösseren Runde vorangegangen. Daran nahmen auch Vertreter der EU-Kommission und Repräsentanten Weissrusslands und Kasachstans, die der Zollunion angehören, teil. Die Gespräche seien freundlich und positiv gewesen, sagte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton.

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Dem Vier-Augen-Gespräch der beiden Politiker waren Verhandlungen in einer grösseren Runde vorangegangen. Die Gespräche seien freundlich und positiv gewesen, sagte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton. Und im Osten wird der Krieg unvermindert weitergeführt. tausende von Tote , aber die Gespräche waren freundlich und positiv. was für ein Hohn gegenüber den Toten.
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Die Frage was Russland OHNE BEWEISE zugeben od. widerlegen muss, stellt sich gar nicht. Nicht der Angeklagte muss Beweise liefern, sondern die Ankläger! Und von den Anklägern haben ich noch keine Beweise gesehen.
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    1. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      @Helfer: Bewiesen muss gar nichts mehr werden,denn es ist schon Fakt was da die Russen treiben.Von dem her müssen Sie sich nicht mehr dagegen stemmen Herr Helfer,es ist zwecklos!
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Und wenn es denn so sein sollte, beschützen sie nur Russen & die Bevölkerung in der Ost-Ukraine, das was die Amerikaner weltweit auch tun, wenn sie Waffen liefern, einmarschieren, oder mit Flugzeugen Bomben abwerfen. Auch dann, wenn das Land selber nicht direkt betroffen ist. Amerika hat nicht mehr Rechte als Russland. Also sollte sich Amerika betreffend Anschuldigungen gegenüber Russland sehr, sehr zurück halten.
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Die EU, resp. die europäischen Länder sollten mal darlegen, was ihnen RU WIRKLICH antut. Was RU wirklich verbrochen hat. Wir hören NUR ständig Behauptungen. Bitte nicht was vor X-Jahren war. Es ist doch wirklich dumm die USA zu unterstützen, NUR weil sie Geld brauchen und dafür auch unschuldige Menschen verheizen, resp. töten und töten lassen. Dass man sowas noch unterstützen kann ist mir unerklärlich. Die Machthaber der USA sollen im eigenen Land aufräumen u NICHT mit fremden Ländern ablenken!
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