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Putin zu Gast bei Merkel Berlin und Moskau auf Annäherungskurs

Legende: Video Merkel und Putin vor dem Treffen abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.08.2018.
  • Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Arbeitsbesuch empfangen.
  • Merkel betonte die gemeinsame Verantwortung von Deutschland und Russland – für die Lösung von Krisen wie die in Syrien oder in der Ukraine.
  • Auf der Traktandenliste des Treffens steht auch die umstrittene Pipeline «Nordstream 2».

Merkel wolle mit Putin über eine mögliche Stationierung einer UNO-Blauhelmtruppe zur Überwachung eines Waffenstillstands in der Ostukraine sprechen, sagte Merkel in Meseberg (D).

Auf der Traktandenliste steht auch die umstrittene Pipeline «Nordstream 2», die bis 2020 russisches Erdgas via Ostsee nach Deutschland bringen soll. Dazu äusserte sich Putin bereits in der Pressekonferenz vor dem Treffen: «Die Hauptsache ist, dass dieser Transit durch die Ukraine, der Tradition hat, wirtschaftlichen Anforderungen entspricht.»

Hinter der Pipeline steht der russische Konzern Gazprom, am Projekt beteiligt sind weitere Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. Das Vorhaben ist umstritten, weil es die Abhängigkeit der EU von russischem Gas verstärken könnte. Die USA erwägen Sanktionen gegen «Nordstream 2», um Russland zu treffen.

Putin fordert europäische Hilfe

Im Syrienkonflikt hat Wladimir Putin indes die Europäer aufgefordert, sich am Wiederaufbau Syriens zu beteiligen. «Es ist sehr wichtig, die humanitäre Unterstützung für Syrien zu stärken», sagte er. In erster Linie sei dies in Gebieten nötig, in denen Flüchtlinge aus dem Ausland in ihre Heimat zurückkehren könnten.

Merkel und Putin hatten sich Mitte Mai im russischen Badeort Sotschi getroffen. Anschliessend hatte Merkel Ende Juli den russischen Außenminister Sergej Lawrow und Generalstabschef Waleri Gerassimow in Berlin empfangen – ein ungewöhnlicher Vorgang. Dass jetzt schon wieder ein bilaterales Treffen stattfindet, wird als Zeichen der Entspannung gesehen. Die Beziehungen waren seit der russischen Annexion der Krim vor vier Jahren schwer angeschlagen.

Legende: Video Peter Vögeli: «Berlin und Moskau versuchen eine pragmatische Lösung zu finden» abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.08.2018.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von B. Moser (moser.b)
    1) Man kann es sehen wie man will, die Krimannektion durch Russland 2014, war wohl die schwerste Krise seit "Able Archer 83" 1983. Und hätte zu einem Atomkrieg führen können. 2) Deutschland will Syrien eigentlich nicht helfen, denn dann hilft man Assad. Auf der anderen Seite will man die syrischen Akademiker auch nicht mehr in Deutschland. Also will man sie abschieben. 3) Nordstream2 ist für die BRD eigentlich unnötig, sie widerspricht den deutschen Klimazielen fundamental.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Der wievielte "Annäherungskurs" eines deutschen Politikers/in ist das schon wieder?
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Putin rief Europa zur Hilfe beim Wiederaufbau in Syrien auf. Es ist wichtig, die humanitäre Komponente des syrischen Konflikts auszuweiten, vor allem humanitäre Hilfe für das syrische Volk. Den syrischen Regionen helfen, in die Flüchtlinge aus dem Ausland heimkehren könnten. Dabei gehe es nicht nur um Rückkehrer aus Europa, sondern auch um Millionen Flüchtlinge aus den Nachbarländern Jordanien, Libanon und der Türkei. Wer soll das Bezahlen? Ein Syrien ohne Assad wäre eine Bedingung für Hilfe.
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    1. Antwort von Klaus Waldeck (kdwbz)
      Warum zwingend ein Syrien OHNE Assad ? Lasst doch die Syrer selbst eine (demokratische und vor allem friedliche) Entscheidung treffen. Wer hat ein Interesse an der totalen Destabilisierung von Syrien, analog den Vorkommnissen im Irak welches nach den Beseitigung von Sadam Hussein bis Heute keinen Frieden gefunden hat ?
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    2. Antwort von Yasha Bostic (YashaB)
      @Waldeck: Als ob Assad eine demokratische Entscheidung zulassen würde. Schon vergessen wie dieser Konflikt entstanden ist? Es gab da so was wie den arabischen Frühling, als das syrische Volk tatsächlich sein Schicksal selbst in die Hand nehmen wollte. Es wurde dann brutal von Machthaber Assad niedergeknüppelt, der diese Macht von seinem Papa geerbt hat. So tun als ob es da irgendwie demokratisch zu und her ginge ist pure Heuchelei.
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    3. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      richtig Waldeck. Der unselige syrische Bürgerkrieg wurde im Verlauf des noch unglückseligeren "arabischen Frühlings" vom Westen vom Zaun gebrochen. Bis 2011 war Syrien stabil und hatte weder unter Folter noch Hunger zu leiden.
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    4. Antwort von David Neuhaus (Um Neutralität bemüht)
      Sie scheinen da etwas komplett falsch verstanden zu haben A.Kellee; Die westliche Forderung nach einem Syrien ohne Assad war der Ursprung für den Krieg und das Elend in Syrien, also sollen auch die bezahlen die dafür verantwortlich sind!
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