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Klima-Aktivisten legen Tagbau Garzweiler lahm
Aus SRF News vom 23.06.2019.
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Räumung im Braunkohle-Tagebau Ärger und Gewalt bei Polizei und Klima-Aktivisten

  • Das Gelände des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler in Nordrhein-Westfalen ist seit dem Mittag geräumt.
  • Damit endet nach drei Tagen die Blockade der Klimaaktivisten.
  • Einige Polizeibeamte sollen bei den Räumungsversuchen des Morgens auch mit Stöcken und Helmen auf die Demonstranten eingeschlagen haben. Es gab zahlreiche Festnahmen.
  • Aus Polizeikreisen heisst es, es habe einige unschöne Szenen gegeben. Mehrere Beamte wurden verletzt.
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Aus dem Archiv: Kohlebagger bedrängen Dörfer
04:18 min, aus Rendez-vous vom 14.11.2017.
abspielen. Laufzeit 04:18 Minuten.

Hunderte Klima-Aktivisten verschafften sich gestern gewaltsam Zutritt zum Gelände und blockierten Bahnstrecken für den Kohletransport.

Die Räumung des Tagebaus in Garzweiler dauerte am Sonntag noch bis am Mittag an. «Am Morgen war es kurz zu einer Eskalation mit der Polizei gekommen. Die Beamten hatten eine Gruppe eingekesselt, obwohl alle Beteiligten wie verabredet und angekündigt gegen 10 Uhr den Bereich räumen wollten», sagte die Sprecherin der Klima-Aktivisten der Deutschen Presse-Agentur.

Verletzte auf beiden Seiten

Bei den Protesten im Revier wurden nach Angaben der Polizei acht Einsatzkräfte verletzt. Die Behörde habe auch von Berichten über verletzte Demonstranten gehört, die hätten sich aber nicht bei der Polizei gemeldet. Insofern habe man keine gesicherten Informationen und Zahlen. Auch gebe es noch keine exakten Angaben, wie viele Demonstranten in Gewahrsam genommen wurden.

Laut Aktivistenkreisen gab es mehrere Verletzte, die ins Spital gebracht werden mussten. Die Polizei habe Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt.

Friedliche Demo in Aachen

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Die Aktivisten kämpfen im Rahmen der Aktionstage im rheinischen Braunkohlerevier für einen schnellen Stopp der Braunkohleförderung. Am Freitag hatte es eine von der Bewegung «Fridays for Future» organisierte internationale Demonstration in Aachen mit 40'000 Teilnehmern gegeben. Die Schülerbewegung demonstrierte weitestgehend friedlich. Aus der Schweiz waren 300 Jugendliche mit einem Sonderzug angereist.

Kritik der Aktivisten, dass die festgesetzten Menschen über Stunden nicht mit Getränken und Essen versorgt wurden, wies die Polizei auf Anfrage zurück.

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78 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Dagegen war die Polizei in Hongkong aber sehr sanft!
  • Kommentar von Niko Herb  (N_Herb)
    Gut, dass sich etwas tut. Die Klimaaktivisten sind die ersten, die verstanden haben, was Klimanotstand tatsächlich bedeutet. Gottseidank gibt es diese mutigen und selbstlosen Menschen und wir sollten vom Reden (hier Schreiben...) zum Handeln finden und es ihnen gleich tun. Jede und jeder für sich – und alle gemeinsam. Je früher umso besser. Je länger wir warten umso schwieriger wird es den kommenden Herausforderungen entgegenzutreten.
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    @hechler: Herr Hechler, 'rechte Gewalt' dazu ist Folgendes zu sagen, rechte Gewalt hat nie Soziale oder Mitweltanliegen, sondern ist ausgerichtet gegen die schwächsten Mitglieder in einer Gesellschaft vorzugehen, um sich umso besser und superstark zu finden. Diese mit solchen gesellschaftlich relevanten Bewegungen zu vergleichen finde ich dermassen hinkend .... Zudem Rechts fordert nie Konzerne und Wirtschaftsmagnaten heraus. Sie kollaboriert mit diesen .....
    1. Antwort von Frank Henchler  (Fränki)
      Frau Kunz, ist mir alles bekannt was sie erwähnen und wir haben da auch keine Diskrepanz. Ich habe mich unglücklich auf den Kommentar von Herr Felber geäußert, der das resolute einsteigen der Polizei gegen die Aktivisten verteidigt hat. Wir haben im Moment kein linkes Gewaltproblem, nirgends in Europa und zudem hinkt mein Vergleich, da haben Sie völlig recht.