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International Razzia in Brüssel: Getöteter hatte IS-Flagge in der Wohnung

In der Wohnung des Mannes, der bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde, haben die Beamten islamistisches Material gefunden. Bei dem Erschossenen handelt es sich um einen 35-jährigen Algerier. Zwei Personen, die vorübergehend festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuss.

Legende: Video «Brüssel: Zwei Verdächtige bei Terror-Razzia gefasst» abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.03.2016.

Bei dem in Brüssel von der Polizei getöteten Mann wurden nach offiziellen Angaben neben einem Sturmgewehr eine Flagge der Extremistenmiliz IS und ein salafistisches Handbuch gefunden.

Es handle sich um den 35-jährigen Algerier Mohamed Belkaid, der illegal in Brüssel
gelebt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann war den Angaben zufolge von einem Scharfschützen erschossen worden. Zwei weitere Personen, die vorübergehend festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuss. Die beiden seien von einem Untersuchungsrichter ohne Anklageerhebung freigelassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Männer waren am Dienstagabend und in der Nacht unabhängig voneinander festgenommen worden. Einer von ihnen war mit einem gebrochenen Bein in ein Spital eingeliefert worden. Da sein Begleiter beim Anblick der Polizisten die Flucht ergriff, erweckte er den Verdacht der Ermittler. Der zweite Mann war bei Durchsuchungen im Vorort Forest festgenommen worden. Nach wie vor sucht die Polizei nun also nach den zwei Verdächtigen, die am Dienstag aus der Wohnung fliehen konnten.

Vier verletzte Polizisten

Die belgische Polizei hatte am Dienstag ein Haus im Brüsseler Vorort durchsucht. Der Einsatz stand im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Bei der Durchsuchung gerieten die Polizisten unter Beschuss, vier Beamte wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Nach dem Einsatz wurden am Dienstagabend und in der Nacht vier weitere Gebäude durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft wurde dabei in einem nahegelegenen Gebäude eine weitere Kalaschnikow gefunden.
Die für die Einschätzung der Terrorgefahr zuständige Behörde Ocam beschloss unterdessen, die Terrorwarnung auf der zweithöchsten Stufe zu belassen. Regierungschef Charles Michel rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren.

Brüssel ist wegen der islamistischen Attentate wiederholt in den Fokus geraten. Mehrere mutmassliche IS-Mitglieder, die an den Anschlägen von Paris beteiligt waren, hatten Verbindungen in die belgische Hauptstadt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Dieser Terror ist importiert worden von gutgläubigen Gutmenschen die diesen Wandel sogar politisch korrekt begrüssten. Jahrelang war politisch korrektes Schweigen und demonstrative Empörung gegen jene angesagt, die vor dieser Art von Zukunft, wie sie nun eintrifft, warnten. Wir werden uns an den Terror gewöhnen müssen, genauso wie an die Ausbreitung des organisierten Verbrechens, an einen drastischen Rückgang des Wohlstands, an rechtsfreie Zonen und Ghettos.
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    1. Antwort von Robert Meier (R. Meier)
      So ein Schwachsinn. Totale Angstmacherei. Ausserdem hielt sich der Mann illegal in Brüssel auf. Es ist erwiesen, dass das leben in Multikulti-Staaten wie der Schweiz friedlicher ist als in Staaten mit wenig Durchmischung. Oder haben Sie mal daran gedacht, nach Nordkorea auszuwandern?
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    2. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      @Meier. Gerade die Meldung das die französische Polizei einem Medienbericht zufolge am Mittwoch vier radikale Islamisten festgenommen hat. Sie stünden im Verdacht, einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag im Zentrum von Paris geplant zu haben, berichtet der TV-Sender TF1. Vier IS Iraker vor dem Strafgericht in Bellinzona. Die CH ist bisher nur einem Anschlag entgangen, weil die CH sozusagen das Ferienhaus mit zusätzlicher Sozialhilfe für Extremisten jeglicher Couleur darstellt.
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    3. Antwort von m. fischbacher (mifi)
      Mit 1,1 Mio. Einwohnern und einem Ausländeranteil von 40%, (Islamischer Glaubensrichtungen!) ist gerade Brüssel wohl weltweit einzigartig! Die Tatsache dass sich dieser Mann illegal in Brüssel aufgehalten hat, spricht auch Bänder und macht die Sache gerade überhaupt nicht besser! Ihre Theorie von Multikulti, dürfte demnach Makulatur sein. Die Kriminalitätsrate in Nordkorea ist unbekannt, aber ganz bestimmt tiefer als in Belgien!
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