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Legende: Video Italienische Polizei beschlagnahmt Kriegswaffen bei Rechtsradikalen (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.07.2019.
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Razzia in Italien Polizei findet Kriegswaffen bei Rechtsradikalen

  • Die italienische Polizei hat bei Razzien im rechts-extremen Milieu illegale Kriegswaffen beschlagnahmt.
  • Neben Gewehren, Pistolen und Bajonetten seien in mehreren norditalienischen Städten auch eine Luft-Luft-Rakete und Material mit Nazi-Symbolen sichergestellt worden, teilte die Polizei in Turin mit.
  • Drei Männer wurden festgenommen. Gemäss Agenturberichten soll einer der Männer ein 42-jähriger Schweizer sein.

Die drei Männer wurden unweit des Flughafens der norditalienischen Stadt Forli festgenommen. Einer der drei Verhafteten soll Verbindungen zur rechtsextremen Forza Nuova haben, ein weiterer verfügt offenbar über Kontakte zum Golfemirat Katar.

Die Fahndungsergebnisse resultierten aus früheren Ermittlungen gegen rechtsextreme Italiener, die verdächtigt werden, in der Ostukraine gegen pro-russische Rebellen gekämpft zu haben.

Luft-Luft-Rakete sichergestellt

In einem Lagerhaus in der Nähe der lombardischen Stadt Pavia ist eine etwa dreieinhalb Meter Luft-Luft-Rakete aus französischer Produktion vom Typ Matra S530 sichergestellt worden. Ein 60-jähriger Zollbeamte, der 2001 für die neofaschistische Partei Forza Nuova kandidiert haben soll, wollte die Rakete laut den Ermittlern an ukrainischen Separatisten verkaufen. Sie stammt nach Polizeiangaben aus Beständen der Armee Katars.

Im Haus eines der Verdächtigen in Gallarate seien zudem neun Sturmgewehre, fast 30 Jagdgewehre, Pistolen und Bajonette sichergestellt worden, dazu Munition und alte Naziplaketten, einige mit Hakenkreuzen.

Bislang gibt es für uns keinen Anlass, von staatsgefährdenden Vorhaben auszugehen.
Autor: Ein Anti-Terror-Experte

Über die Absichten der Besitzer der Waffen könne bislang nur spekuliert werden, sagte der Polizeipräfekt von Turin. «Bislang gibt es für uns keinen Anlass, von staatsgefährdenden Vorhaben auszugehen», fügte ein Anti-Terror-Experte der Polizei hinzu.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Müller  (Fritz.Mueller)
    Liebes SRF,
    Auf der offiziellen, italienischen Polizei Website steht, dass man eine rechtsextreme Gruppe beobachtet hatte, die in der Ukraine *gegen* die Separatisten gekämpft hatte ([...] che avevano combattuto nella regione ucraina del Donbass contro gli indipendentisti ).

    https://www.poliziadistato.it/articolo/225d2c47fb2c9ef299497390

    Sie schreiben nun, dass diese Gruppe aber mit den Separatisten gekämpft hatte (und nicht gegen). Wie kommt es zu dieser Aussage?
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Fritz Müller Sehr geehrter Kommentarschreiber, besten Dank für Ihren Hinweis. Ihre Feststellung ist völlig korrekt und wir entschuldigen uns für den Fehler. Eine Berichtigung der ursprünglichen Meldung seitens der Nachrichtenagentur dpa ist bei uns nicht übernommen worden. Der Fehler wurde inzwischen behoben.
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    2. Antwort von Fritz Müller  (Fritz.Mueller)
      Liebes SRF,
      Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und die Richtigstellung.
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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Es geht hier um Waffenschiebereien, ein sehr kriminelles Geschäft indem sogar Regierungen und Geheimdienste mit mischen. Hier zeigt sich sogar, dass es sich um einen Zollbeamten geht, der gerade da auch sicherlich nicht hingehören würde. Die ideologische Ausrichtung des Fehlbaren spielt da eher eine untergeordnete Rolle.
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    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Sehr wohl ist es wichtig, zu zeigen dass Faschisten hoch gerüstet sind und organisiert sind!
      Blind wie vor 80 Jahren ist dumm
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    2. Antwort von Cyrill Pürro  (Cyrill.P.Kerry)
      @M. Fretz: So ist es! Dass im 2. Weltkrieg über die Nazis gesiegt wurde, heisst noch lange nicht, dass wir sie für immer los sind. Im Untergrund gibt es immer noch zahlreiche von denen, die gut organisiert sind und ihre Quellen zu solchen Waffen haben. Nur durch Wegschauen und die Ereignisse als "nur halb so schlimm" abtun, konnten furchtbare Menschen wie Hitler an die Macht kommen.
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  • Kommentar von Reto Camenisch  (Horatio)
    Verbindung mit den pro-russischen Separatisten in der Ukraine.....
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    1. Antwort von Luzius Brotbeck  (LuziBrot)
      Das war eben gerade Fake News: Laut italienischen Polizeikräften besteht Verbindung zwischen den Rechtsextremen in Italien und ukrainischen Neonazis die gegen die Separatisten kämpfen. Was viele nicht, wissen oder immer noch nicht wissen wollen, ist die Tatsache, dass sowohl im Krieg gegen die Separatisten als auch bei dem Maidan-Putsch zahlreiche ukrainische Neonazis und beteiligt ware und sind, von denen sich russische Minderheiten zurecht massiv bedroht fühlten oder immer noch fühlen.
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