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Vorsichtig optimistische Stimmen aus Russland nach Gipfeltreffen
Aus SRF 4 News aktuell vom 17.06.2021.
abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
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Reaktionen aus Russland Nach Gipfel ertönen «vorsichtig positive» Stimmen aus Russland

Gorbatschow spricht von einem Schritt in Richtung strategische Stabilität. Zu tun bleibt aber noch viel – beidseitig.

Die russischen Reaktionen zum Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin in Genf fallen laut Russland-Korrespondent David Nauer «vorsichtig positiv» aus. Experten in Moskau hätten gesagt, es sei kein Durchbruch geschehen, aber immerhin würden sie wieder mit den Amerikanern reden. In einem Zeitungskommentar sei sogar von einem frischen Wind die Rede gewesen.

Noch ein weiter Weg

Auch der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow hat sich gemeldet, so Nauer: «Er sagte, Putin und Biden hätten einen ersten Schritt in Richtung strategische Stabilität unternommen.» Das sei ermutigend, aber, mahnte Gorbatschow, man dürfe nun von diesem konstruktiven Weg nicht abkommen. Mit anderen Worten: Es bleibt noch viel zu tun, auch aus russischer Sicht.

Die russisch-amerikanische Beziehung ist angespannt. Dennoch wecken Signale aus Moskau Hoffnung: «Mir scheint, die Russen sind bereit, mit den Amerikanern in einzelnen Bereichen zusammenzuarbeiten», so David Nauer. Gleichzeitig solle man aber auch keine Wunder erwarten.

Mir scheint, die Russen sind bereit, mit den Amerikanern in einzelnen Bereichen zusammenzuarbeiten.
Autor: David NauerRussland-Korrespondent

Ein Beispiel ist die Haltung gegenüber der Ukraine: Der Ukraine-Beauftragte von Putin hat gesagt, man habe mit den Amerikanern lange über den Ukraine-Konflikt gesprochen. Nun habe er Hoffnung auf eine Lösung.

«Gleichzeitig aber machte er klar, dass sich in dem Konflikt nun erst einmal die Ukraine bewegen müsse, das heisst die Russen selbst sind offenbar nicht zu Zugeständnissen bereit», sagt der Russland-Korrespondent. Diese Haltung – Offenheit für Gespräche, aber dennoch eine hart bleibende Position – dürfte man künftig bei vielen Problemen antreffen.

SRF 4 News, 17.06.2021, 07:05 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Herr Putin gab nach dem Treffen mit Herrn Biden eine sehr interessante Pressekonfernz, sollte man sich ansehen auf You Tube: Putin spricht nach dem Russland-US-Gipfel zu den Medien
    1. Antwort von Alexander Markert  (garantiert-trollfrei)
      Eine Simultanübersetzung ist nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Die gesamte Transkription der Pressekonferenz Putins findet sich hier: Komsomolskaya Pravda kp.ru/daily/27292/4430207/

      Für die Übersetzung muss jeder/-e selbst sorgen, da es kein Medium im Westen, auch nicht RT, es für nötig befunden hat, die Antworten Putins schriftlich zu übersetzen.
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Stimmt Herr Markert. Ich hatte mir das Original bei ARD angehört.
      Es war trotzdem sehr unangenehm. Putin sprach sehr schnell und viel
      Und darüber immer noch die Simultandolmetscherin, die sich ständig verbesserte. Trotzdem, Putin war höflich und sehr gut aufgestellt. Als
      Die letzte Journalistin aufgerufen wurde, beendete er nicht und nahm
      Noch einige Fragen entgegen.Einmal während der Konferenz meinte er,
      er hätte sich auch mit Biden über dessen Familie unterhalten.
    3. Antwort von Alexander Markert  (garantiert-trollfrei)
      @Wüstner. Auch die Transkription musste einige Sätze Putins wegen Wortverschiebungen nachbessern. Wir sollten den Simultanübersetzer*innen trotzdem dankbar sein. Dieser Job ist geistige Knochenarbeit. Weiss jeder, der das schon einmal versucht hat.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Die USA haben die NATOStaaten als Puffer zu Russland. Russland hat nichts gegen westen hin. Und Russland drohte in den letzten Jahrhunderten immer reale Gefahr aus dem westen. Und wenn sich China im Pazifik etwas "ausbreiten" will, sieht man ja wie der westen blitzschnell, ebenfalls mit Flottillen vor Ort aufmarschiert um sich Seewege und Einflussspären zu sichern.
    1. Antwort von Michael Fuchs  (mfuchs)
      Bleiben wir doch bei den Fakten. Russland hat in den letzten 15 Jahren Teile Georgiens und der Ukraine annektiert. Nicht Drohkulissen aufgebaut, sondern militärisch angegriffen und Territorien von souveränen Staaten einverleibt.

      Wenn Russland keine NATO-Staaten angreifen will, dann werden Sie auch kein Problem haben mit der NATO. Oder denkt denn jemand ernsthaft, die NATO führt je einen offensiven Krieg gegen Russland?

      Die Rollen sind recht eindeutig verteilt.
  • Kommentar von Alexander Markert  (garantiert-trollfrei)
    Interessant ist, dass Putin durch seine offiziellen Newsoutlets wie RIA verlauten lässt, dass das in den Staaten durch republikanische Kreise verbreitete und auch in Russlan populäre Bild eines vergreisten und dementen Joe Bidens NICHT der Wahrheit entspreche. Er sei ein Präsident, der gut informiert sei und sich in den besprochenen Dossiers gut auskennt. Das ist pikant, weil gerade die staatsnahen russ. Sender dieses Bild des "Sleepy Joe" noch bis zum Tag des Treffens verbreitet hatten!