Kampf um Aleppo Rebellen fordern eine Feuerpause

Der Widerstand der Rebellen in der heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo bricht immer mehr zusammen.

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Rebellen fordern eine Feuerpause

1:06 min, aus Tagesschau am Mittag vom 7.12.2016
  • Die syrische Armee hat laut der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die gesamte Altstadt Aleppos erobert.
  • Die letzten Rebellen sind nach diesen Berichten aus der Altstadt abgezogen, nachdem die Armee die Nachbarbezirke Bab al-Hadid und Akjul eingenommen hatte.
  • Die Rebellen waren zum Rückzug gezwungen, um nicht eingekesselt zu werden.
  • Nun fordern die Rebellen eine fünftägige Feuerpause.

Der Widerstand der Rebellen in der heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo bricht immer mehr zusammen. Regierungstruppen brachten die gesamte Altstadt Aleppos nahe der historischen Zitadelle unter Kontrolle, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete.

Die in Grossbritannien ansässige Beobachtungsstelle ist in Syrien breit vernetzt, ihre Angaben können von unabhängiger Seite aber kaum überprüft werden.

Feuerpause gefordert

Die oppositionellen Milizen schlugen eine neue fünftägige Waffenruhe vor. Die Regierung in Damaskus will einer Feuerpause jedoch nur zustimmen, wenn vorher alle Aufständischen Aleppo verlassen.

Die fünftägige Feuerpause solle dazu dienen, Verletzte und Zivilisten aus Aleppo zu bringen, hiess es in einer Erklärung der Rebellen. Erst wenn sich die humanitäre Lage verbessert habe, könne über eine Zukunft der Stadt geredet werden.

Die frühere Handelsmetropole Aleppo zählt im fast sechs Jahre dauernden Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Bislang war die Stadt geteilt. Die Armee und verbündete Milizen kontrollieren den Westen, Rebellen den Osten. Regierungstruppen begannen Mitte November eine Offensive. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter haben die Rebellen seitdem zwei Drittel ihres bisherigen Gebiets verloren.

Die Regimegegner waren Aktivisten zufolge zu einem Rückzug aus der Altstadt gezwungen, weil sie Gefahr liefen, eingekesselt zu werden. Bereits am Dienstag hatten die Armee und ihre Verbündeten das strategisch wichtige Viertel Al-Schaar eingenommen.