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Rede in Peking Xi droht Taiwan mit gewaltsamer «Wiedervereinigung»

Legende: Video Chinas Präsident droht Taiwan mit Zwangsvereinigung abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.01.2019.
  • Chinas Präsident Xi Jinping will die «Wiedervereinigung» mit dem demokratischen Taiwan notfalls auch mit Gewalt erzwingen.
  • China müsse und werde auch wiedervereinigt werden, sagte Xi in einer Rede in der Grossen Halle des Volkes in Peking.
  • Ein unabhängiges Taiwan widerspreche dem Trend der Geschichte und werde in eine Sackgasse führen.

Präsident Xi Jinping sagte, Peking «behält sich die Option vor, alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen». Letztlich werde die Wiedervereinigung Taiwans mit dem Festland aber erfolgen, sagte Xi. Diese sei im Interesse und zum Wohle der «taiwanischen Landsleute».

Wir geben kein Versprechen ab, auf die Anwendung von Gewalt zu verzichten.
Autor: Xi JinpingPräsident Chinas

China wolle eine friedliche Wiedervereinigung erreichen, lasse aber «keinen Raum für separatistische Aktivitäten», sagte Xi weiter. «Wir geben kein Versprechen ab, auf die Anwendung von Gewalt zu verzichten, und behalten uns die Möglichkeit vor, alle erforderlichen Mittel zu ergreifen», fügte er hinzu.

Anlass der Rede Xis war die Erinnerung an eine Botschaft aus dem Jahr 1979 an Taipeh, in der die kommunistische Führung in Peking Taiwan zur Wiedervereinigung und zu einem Ende der militärischen Konfrontation aufforderte.

China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan seit dem Ende des Bürgerkriegs und dem Sieg der von Mao Tse-tung geführten Kommunistischen Partei über die Kuomintang-Nationalisten im Jahr 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an. Taiwan spaltete sich zwar von China ab, erklärte jedoch nie formell seine staatliche Unabhängigkeit.

Legende: Video Aus dem Archiv: Pascal Nufer zur Machtfülle von Xi Jinping abspielen. Laufzeit 00:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.03.2018.

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63 Kommentare

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  • Kommentar von Jakob Tschudi (Jake7)
    China hat übrigens nie einen Zweifel daran gelassen, dass es ausländische Einmischung in der Taiwan-Frage missbilligt. Auch daran erinnerte Xi. Adressat sind die USA, die Zehntausende Soldaten auf Taiwan stationiert haben.
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  • Kommentar von Jakob Tschudi (Jake7)
    Der Artikel präsentiert aus dem Kontext gerissene Worte oder Phrasen und biegt sich die Aussage so hin, wie er sie haben möchte. Die Rede erfolgte zum 40. Jahrestag des 1979 begonnenen, langwierigen Prozesses der Annäherung der einstigen Kriegsgegner. Nichts von dem, was Xi sagte, war überraschend oder gar provokativ. Xi hat in seiner Rede Taiwan eine »Periode langandauernden Friedens« zugesichert, nachdem es zu einer »friedlichen Wiedervereinigung« gekommen sei.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Taiwan hat sich gerade wegen den Querelen auf dem Festland (Bürgerkrieg mit Millionen von Toten) von China losgesagt und den Weg der Rechtsstaatlichkeit eingeschlagen. China mausert sich je länger je mehr zum Schurkenstaat, nicht nur wegen dem Tibet und Taiwan. Bitte SRF-Artikel "Der Traum vom totalitären Staat" lesen. Die militärische Drohung sollte von der UNO sanktioniert werden. Mein nächstes Handy wird jedenfalls nicht mehr ein Huawey sein!!
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