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Trump akzeptiert Nominierung als Kandidat (engl.)
Aus News-Clip vom 28.08.2020.
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Republikaner am Parteitag Donald Trump: Eine pompöse Kampfansage

So etwas war in Washington noch nie zu sehen: TRUMP 2020 erleuchtet am nächtlichen Himmel über der National Mall. Normalerweise finden dort Feuerwerke zum Nationalfeiertag statt, diesmal ist es ein Wahlkampfspektakel.

Seine über einstündige Nominierungsansprache hielt Trump vor einem 1500-köpfigen Publikum mit dem erleuchteten Weissen Haus im Hintergrund. Amtsinhaber dürfen «das Haus des Volkes» nicht als Bühnenbild für ihren Wahlkampf gebrauchen, sagt die Tradition und ein Gesetz, das Trump nach Trump'scher Manier flexibel interpretiert.

Den amerikanischen «Way of Life» bewahren

«Washington hat Donald Trump nicht verändert, Donald Trump hat Washington verändert», sagte seine Tochter Ivanka, die ihren Vater oratorisch einführte. Nach vier Jahren Amtszeit verkauft sich Trump weiterhin als Kandidat des Wandels, der gegen einen «Establishment-Demokraten» antritt. «Dies ist die wichtigste Wahl in der Geschichte der USA», sagte Trump. Joe Biden und die radikale Linke seien darauf aus, den amerikanischen «Way of Life» zu zerstören. Er werde das nicht zulassen.

Donald Trump feuerte Breitseiten gegen seinen demokratischen Gegner ab. Biden vertrete die düstere Ansicht, dass Amerika eine «niederträchtige Nation sei, die sich selber für seine Sünden bestrafen müsse.» Er ignoriere die Gewalt und das Chaos während den jüngsten Protesten und wolle die Polizei zusammensparen. Niemand könnte sich in einem Biden-Amerika sicher fühlen, sagte Trump.

Dann wieder greift er Bidens jahrzehntelange keineswegs linke Freihandelspolitik an. Dieser sei nicht der «Retter der Seele der Nation», als der er sich inszeniere, sondern habe mitgeholfen, Millionen von amerikanischen Jobs zu vernichten.

10 Millionen Jobs in 10 Monaten

Präsident Trump entwarf eine patriotisch-optimistische Vision für das Land, das sich in einer tiefen Krise befindet. Er strich den Wirtschaftsboom vor der Corona-Pandemie hervor und listete die politischen Erfolge seiner ersten Amtsjahre auf, u.a. Steuersenkungen, die Deregulierung, die Strafrechts-Reform, die Ernennung von hunderten Richtern. Er versprach zudem, in den kommenden 10 Monaten 10 Millionen Jobs zu schaffen.

Eines ist nach diesem Auftritt klar: Dieser Präsident wird nicht kampflos aufgeben. Aus konservativer und wirtschaftsliberaler Sicht hat Trump durchaus Beachtliches geleistet. «Promises made, promises kept», lautet der Slogan dazu. Und dass Trump eine Gegner empfindlich zu treffen weiss, hat er schon oft bewiesen.

In nationalen Umfragen hinkt Präsident Trump derzeit hinter Joe Biden her. «Diese Zahlen werden raketenschnell einsacken», gab sich Trump optimistisch. Die ersten Fernseh-Debatte zwischen den Präsidentschaftskandidaten findet am 29. September statt. Joe Biden muss sich warm anziehen.

Isabelle Jacobi

Isabelle Jacobi

USA-Korrespondentin, SRF

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Nach dem Studium in den USA und in Bern arbeitete Jacobi von 1999 bis 2005 bei Radio SRF. Danach war sie in New York als freie Journalistin tätig. 2008 kehrte sie zu SRF zurück, als Produzentin beim Echo der Zeit, und wurde 2012 Redaktionsleiterin. Seit Sommer 2017 ist Jacobi USA-Korrespondentin in Washington.

SRF 4 News, 9 Uhr

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68 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Trump täuscht, manipuliert die amerikanischen Wähler. Für die Macht ist Trump alles recht. Falsche Informationen gehören auch zu den Ränkespielen des Weissen Hauses. Doch wohl kaum ein US-Präsident hat ein solch gespanntes Verhältnis zur Wahrheit wie Donald Trump. "Washington Post" attestiert ihm mehr als 1000 falsche oder irreführende Behauptungen - in den ersten acht Monaten seiner Amtszeit. Unwahrheiten und Lügen ziehen sich als roter Faden durch seine Präsidentschaft. Amerika wach auf!
  • Kommentar von Eriq Aeschlima  (Eriq)
    Vor 4 Jahren starteten wir mit MAGA, jetzt sollten wir also 'great again' sein! Warum also noch mehr MAGA? Leider sind die meisten Strassen sind immer noch auf 3.Welt Niveau! So ist das Gesundheitsystem: teuer und ineffizient! Dafùr haben wir mehr als genug Gemùse und Frùchte, sie faulen auf den Feldern weil keine Helfer einreisen dùrfen! MÀGA for ever!
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Ist doch typisch seit Jahren die Unwahrheiten aberbdauernen Einmischungen und erneuter Versuch Europa gegen Russland aus zu spielen damit USA profitieren kann