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Rettungsaktion Vor dänischer Küste: Wal könnte bald freigesetzt werden

  • Dem auf einer Barge vor der dänischen Küste ausharrenden Buckelwal könnte demnächst das Freisetzen bevorstehen.
  • In den späten Nachmittagsstunden werde der Wal möglicherweise entlassen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative, der Deutschen Presse-Agentur.
  • Das Sicherungsnetz an der Barge mit dem sich darin befindenden Buckelwal ist entfernt worden, wie auf einem Live-Video von News5 zu sehen ist.

Aktuell befindet sich der Schlepper mit der angehängten Barge noch ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Plan der Initiative war eigentlich, das Tier erst in der Nordsee an einer geeigneten Stelle abzusetzen.

Wetter machte einen Strich durch den Plan

Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal hatte am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunächst ab, wie beim Schiffsortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs «Robin Hood», dem Sender NDR. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der Barge gross, hiess es aus dem Team der Initiative.

Luftaufnahme eines Wals in einem schwimmenden Gehege im Meer.
Legende: Am Dienstagnachmittag wurde der Wal auf den mit Wasser gefüllten Lastkahn gebracht. (29.4.2026) KEYSTONE/DPA/Philip Dulian

Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in den Lastkahn bugsiert worden. In dem mit Wasser gefüllten Stahlbecken, das vom Schlepper «Fortuna B» gezogen wurde, war das zwölf Meter lange, geschwächte Tier in Richtung Nordsee geschippert worden.

Sollte das Tier nach dem Freisetzen abermals stranden, würden ihm zumindest die dänischen Behörden nicht helfen: Das dänische Umweltministerium teilte mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien «ein natürlich vorkommendes Phänomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden.

Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.

SRF 4 News, 28.4.2026, 20 Uhr ; 

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