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Rettungsaktionen im Mittelmeer Sea-Watch hilft fast 100 Migranten in Not

  • Die Crew von Sea-Watch rettete in der Nacht auf Freitag und am darauf folgendem Morgen fast 100 Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Die Organisation Open Arms half mehr als 150 Migrantinnen, die in Seenot gerieten.
  • Gemäss der Nachrichtenagentur Ansa befinden sich zudem auf der Insel Lampedusa mehr als tausend Schutzsuchende.
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Archiv: Carola Rackete – Die Kapitänin der «Sea-Watch 3»
Aus Tagesschau vom 12.11.2019.
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In der Nacht auf Freitag hat die Crew der «Sea-Watch 3» mehr als 30 Menschen in Seenot gerettet. Darunter auch Kleinkinder und Minderjährige, berichten, die in Berlin ansässigen Helfer. Am Morgen griffen Mitarbeitende der Organisation mehr als 60 Menschen bei einem zweiten Einsatz auf. «Viele Menschen sind verletzt, einige haben schwere Treibstoffverbrennungen», schrieb «Sea-Watch» auf Twitter.

Auch die spanische Organisation Open Arms half mehr als 150 Menschen im zentralen Mittelmeer, meldet sie. Die Crew der Segeljacht «Astral» brachte die Menschen vor der italienischen Insel Lampedusa in Sicherheit. Schon am Donnerstag und auch Freitag erreichten zahlreiche Migrantinnen und Migranten in Booten die kleine Mittelmeerinsel.

Doppelt soviel Migranten wie 2020

Geflüchtete und migrierende Menschen wagen immer wieder die gefährliche Überfahrt in Richtung Europa von den Küsten Libyens und Tunesiens. Das italienische Innenministerium registrierte in diesem Jahr bislang knapp 28'000 Migranten, die in Booten in Italien ankamen. Das ist mehr als doppelt so viel wie im letzten Jahr in dieser Zeit.

Für viele wird die Überquerung im zentralen Mittelmeer zur Todesfalle. Die oft überfüllten Boote kentern. Deshalb sterben immer wieder Menschen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen (UN) gab es in diesem Jahr bisher rund 930 Tote Menschen mit Migrationshintergrund im zentralen Mittelmeer.

Legende: Die Migrantinnen und Migranten warten vor der libyschen Küste auf die Rettung durch Sea-Watch 3. Reuters

Kritiker der privaten Seenotrettung im Mittelmeer geben an, dass vor allem Schlepper davon profitierten. Aus ihrer Sicht ist ein Nebeneffekt der Einsätze, dass es mehr Bootsmigranten und mehr Tote auf dieser Route gibt.

SRF 4 News, 30.07.2021, 11:00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist erschreckend, wie wenig Mitgefühl mit materiell armen Menschen, auch in dieser und ähnlichen Thematiken, zum Ausdruck gebracht wird. Ich finde das Schleppertum nicht gut. Aber Europa und Afrika zusammen haben m.E. sehr wenig gegen die Schlepper unternommen. D.h. für mich auch, dass sich Europa oft als qualitativ überlegen im Vergleich zu Afrika darstellt und handelt, aber eben recht wenig im Fall der Armut: Ueberbleibsel des Kolonialwesen; das ist noch nicht verschwunden.
  • Kommentar von Christian Casutt  (Christian_C_57)
    Ich finde, dass die Aktivitäten von Frau Rackete unterbunden werden sollten. Diejenigen, die tatsächlich in Elend und Not leben, haben weder das Geld noch das Netzwerk für eine Reise nach Europa. Sea Watch unterstützt illegales Schleppertum - Das muss aufhören. Ausserdem: Illegale Migration verstärkt die Armut und die Probleme in den Herkunftsländern, da jenen Ländern durch Migration diejenigen Leute verloren gehen, die für den weiteren Aufbau jener Ländern dringend gebraucht werden.
  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Seit dieser SRF-News-Beitrag aufgeschaltet wurde, sind offenbar bloss 11 Kommentare (inkl. der meine) eingegangen. Ist das Thema ausgelutscht oder woran liegt's? Honi soit qui mal y pense ...
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Müller:Dass der Betroffenheit hier nicht mehr so Ausdruck verliehen wird,ist nicht in erster Linie so,weil das Thema ausgelutscht ist,sondern ist wohl auch bedauerlicherweise damit zu erklären,dass das Mitgefühl mit Aermeren in unseren z.T.Luxusdomizilen zumeist erkaltet ist, etwas vom besonders Schlimmen, was im Menschen passieren kann. Geld wird als wichtiger erachtet als das Schicksal Armer. Man sieht es auch daran, wie wir immer noch der Atmosphäre schaden und v.a.Arme darunter leiden.