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Rettungsschiff «Alan Kurdi» Migranten in Malta an Land gebracht

  • Die 62 afrikanischen Migranten an Bord des vor Malta blockierten Rettungsschiffes «Alan Kurdi» sind am Samstagabend an Land gegangen.
  • Frankreich, Deutschland, Portugal und Luxemburg hatten sich zuvor bereit erklärt, die Migranten aufzunehmen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Migranten warten darauf, an Land gehen zu können abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.04.2019.

Das Rettungsschiff «Alan Kurdi» der deutschen Organisation Sea-Eye hatte die Menschen am 3. April vor der libyschen Küste gerettet. Das Schiff erhielt anschliessend aber keine Genehmigung, in einen sicheren Hafen einzufahren, da Italien und Malta auf eine Verteilung der Menschen auf andere EU-Länder pochten. Zwei Frauen wurden aus gesundheitlichen Gründen in Malta an Land gebracht.

Die maltesische Regierung liess die «Alan Kurdi» bis zuletzt nicht einlaufen. Die Geretteten mussten stattdessen auf ein maltesisches Schiff wechseln, das sie an Land brachte. «Wieder einmal wurde das kleinste EU-Mitglied unter unnötigen Druck gesetzt, um einen Fall zu lösen, der weder in seine Verantwortlichkeit noch in seine Zuständigkeit fällt», kritisierte die Regierung des kleinen Inselstaates.

Lob aus Brüssel

EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos begrüsste hingegen die «erreichte koordinierte Lösung». Er lobte Malta, dass es die Ankunft der Migranten möglich gemacht habe, sowie Frankreich, Deutschland, Portugal und Luxemburg für ihre Solidarität.

Die deutsche Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisierte das Verhalten Maltas – das keinen der Migranten aufnimmt – als «unerträglich». «Malta tritt die Menschenwürde mit Füssen», sagte der Geschäftsführer von Pro Asyl.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Der Fortschritt in Afrika wird durch das Bevölkerungswachstum verschlungen. Heute schon leben Mio Afrikaner von Geldüberweisungen ihrer Verwandten in Europa, nachhaltig ist das nicht. Afrika braucht seine jungen Leute, nicht deren Geld. Sie fehlen in Familien, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik. Wie soll sich in Afrika was ändern, wenn sie einfach immer nur von allen Seiten Geld bekommen, so eigentlich nur für Jugendnachschub sorgen müssen, den sie dann wieder Richtung Europa losschicken können.
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Wer diese Menschen absichtlich in ein Risiko schickt, sie dazu ermuntert so ein Risiko auf sich zu nehmen, wer selbst hierfür begleitend Fürsprache leistet, handelt eigentlich wirklich kriminell. Sowohl Schlepper, Schleuser als auch Helfer und Helfeshelfer sowie deren Fürsprecher sollten nun zur Verantwortung gezogen werden können und empfindlich sanktioniert werden. Was da abläuft hat nichts mehr, rein gar nichts mehr mit irgend einer humanitären Aktivität zu tun, sondern mit Kriminellen.
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  • Kommentar von Angelina Reber  (Angi)
    Es braucht eine gesunde Lösung. Die Rechtspopulisten wollen am liebsten niemanden aufnehmen. Die Linken verhalten sich unbewusst als Schlepperhelfer. Nehmen Tote billigend in Kauf. Beides kann nicht die Lösung sein. Eines muss man sich aber im klaren sein. Solange die Schlepper weiter den Menschen ihren Wunsch-Zielhafen versprechen können, so lange gibt es traurige Tote im Meer. Hilfe vor Ort und geschützte Unterkünfte in den ersten sicheren Nachbarstaaten ist eine Lösung.
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    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      "Rechtspopulisten wollen am liebsten niemanden aufnehmen" Das ist eine üble Unterstellung. Eine Mehrheit der CHer inkl SVP hat nichts gegen echte Flüchtlinge, will aber aus bekannten Gründen keine weiteren Migranten mehr aus vorab Afrika, einem Fass ohne Boden. Etwa 3/4 der Weltbevölkerung möchte ein besseres Leben, wir können nicht alle aufnehmen. Die meisten CHer inkl SVP wollen auch keine "traurigen Toten", wobei wohl eher Angehörige traurig wären, sie sollen postwendend zurück.
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