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International Rezession treibt Tausende auf die Strassen Roms

Der Sparkurs von Italiens Ministerpräsident Enrico Letta stösst bei den Gewerkschaften auf heftige Ablehnung. In einer Grossdemonstration fordern rund 50'000 Menschen den Regierungschef auf neue Jobs zu schaffen.

Legende: Video Italien: Gewerkschaften rufen zur Demo abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.05.2013.

Italien steckt in der schwersten Rezession seit 1970. Die Arbeitslosigkeit verharrt nahezu auf Rekordniveau. Besonders hoch ist sie mit 38 Prozent unter jungen Leuten.

Die schlechten Zahlen widerspiegeln sich auch in der Zustimmung für Ministerpräsident Enrico Letta. Innerhalb eines Monats sind die Werte von 43 auf 34 Prozent abgestürzt. 

Die sinkenden Umfragewerte machen sich auch auf der Strasse bemerkbar. In Rom demonstrierten gegen 50'000 Menschen gegen den Sparkurs Lettas. Sie verlangen vom Ministerpräsidenten, sich auf die Schaffung von Stellen zu konzentrieren.

Der Generalsekretär der Metallarbeiter-Gewerkschaft, Maurizio Landini, verlangte zur Belebung des Arbeitsmarktes mehr öffentliche und private Investitionen.

Auf einem grossen Transparent war Bundeskanzlerin Angela Merkel in SS-Uniform abgebildet. Auf Spruchbändern bekundeten die Demonstranten ein Ende der Geduld mit der Sparpolitik und forderten höhere Löhne und Gehälter. «Wir hoffen, dass diese Regierung endlich auf uns hört, weil wir langsam die Geduld verlieren», sagte ein Protestierer.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von h. anni, zürich
    Bin grad aus Italien zurück und genau das Thema EU und EURO habe ich mit meinen Freunden diskutiert. Wenn man also das "gemeine Volk" fragt (und zwar aus jeder Einkommensschicht), sind die allermeisten der Meinung, dass man zwar nicht unbedingt aus der EU austreten müsste, aber UNBEDINGT wieder zur Lira zurückkommen sollte. Und durchs Band weg habe ich auch gehört, dass die Schweizer eben doch eine gute Nase hatten und hoffentlich weiterhin haben, auf keinen Fall der EU beizutreten.
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  • Kommentar von A. Guant, Sunnybeach
    BRD war das Zugpferd Europas.Ein funktionierender Gesamt-Binnenmarkt hätte die EU nicht so anfällig auf die Euro-Schwachstellen gemacht.Mit der Wiedervereinigung wurde D gezwungen möglichst viele Arbeitsplätze innerhalb von Deutschland zu schaffen um eine Destabilisierung Deutschlands u. als auch der EU zu umgehen,hinaus zu zögern oder wie heute geschehen auslagern zu können.Der Binnenmarkt muss wieder zum funktionieren gebracht werden,ansonsten die Einheitswährung keinen Sinn mehr macht.
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    1. Antwort von Gerhard Himmelhan, Naters
      @Sunnybeach, da haben sie recht dass der Binnenm. in d. EU funktionieren muss. Das geht nur wenn die Südeuropäer Arbeit haben. Ich wiederhole mich.Die Bekleidungsindustrie v. Europa muss nahe beim Verbraucher angesiedelt sein (Südeuropäer) anstatt nach Asien auszulage.Somit wird Arbeit u.Geld generiert und die Verbraucher können dann für ein T-Shirt auch 5 Fr mehr bezahlen.In Europa besteht ein enormer Nachholbed. Ruinen in I, Erdbebenschä. usw. Es darf sich nicht alles in N/W-Europa abspielen
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Die EU funktioniert in dieser form nicht. Jetzt steckt Italien einer der schwersten Rezession seit 1970. Und die Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau. Sogar mit 38 Prozent unter jungen Leuten. Wie ist das Passiert, moment, stimmt, dass wissen wir ja alle schon. Nur, warum haben die Kontrollmechanismen der EU nicht gegriffen resp. Funktioniert. Ebenso bei Grichenland, etc. Es ist offensichtlich das es so nicht geht, und die EU in schweren Geld noeten ist, und jedes mittel recht ist welches zu besch.
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    1. Antwort von Gerhard Himmelhan, Naters
      @Sugan Arbeitslosigkeit in I bis vor ca 15 Jahren kaufte man Bekleidung Schuhe Made in Italy, soll mir jemand erklären warum das alles ausgelagert wurde. Nur keiner sagen, ja die Inder u. Chi arbeiten billiger Warum fahren in Italien so viele ausl. Auto-marken trotz hoher Preise! Antwort Qualität! Die Ital. ticken halt anders man muss ihnen auf die Finger schauen im Land und v. Brüssel aus dann können sie auch! Aber die Griechen haben ja schon beim EU Eintritt beschissen u. in Brüssel Augen zu
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