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Rohstoffe statt Schutzgebiete Wirft Trump den Naturschutz um Jahrzehnte zurück?

Legende: Audio Trump-Administration schraubt an Naturschutzmassnahmen abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
01:35 min, aus HeuteMorgen vom 24.07.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neben dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen treibt die US-Regierung auch den Abbau von Naturschutzmassnahmen im eigenen Land voran.
  • So soll das Artenschutzgesetz zugunsten gefährdeter Tiere wie beispielsweise dem Grizzly gestrichen werden.
  • Versehentlich publizierte Dokumente belegen zudem Pläne, Nationalparks zugunsten von Holz- und Rohstoffindustrie zu verkleinern.

Die Administration von Donald Trump macht weiter ernst mit dem Rückbau von Naturschutzmassnahmen, die von Vorgängerregierungen eingeleitet wurden – und zum Teil 45 Jahre zurückreichen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Administration das «Endangered Species Act» von 1973, das Artenschutzgesetz in den USA, nicht länger in der aktuellen Form beibehalten will.

Die neue Version sieht vor, dass nur noch von Fall zu Fall entschieden wird und nicht mehr aufgrund allgemeiner Umweltzusammenhänge. Unzählige von gefährdeten Arten in den USA sind davon betroffen – vom Weisskopfadler bis hin zum Grizzlybären.

Gewinne für regionalen Tourismus? Fehlanzeige

Inzwischen wurde auch klar, dass das Innenministerium unbeabsichtigt Dokumente an Journalisten verschickt hat. Diese belegen, dass Innenminister Ryan Zinke plant, Nationalparks in den USA verkleinern zu lassen – wenn dies der Holzindustrie oder dem Abbau von Rohstoffen zugute kommen könnte. Gewinne für den regionalen Tourismus und der Schutz von archäologischen Orten seien dabei bedenkenlos vernachlässigbar.

In den nun versehentlich veröffentlichen Unterlagen heisst es, dass Mitarbeiter von Zinke Argumente und Belege zum weiteren Schutz der Nationalparks und Nationalwälder bewusst nicht beachtet haben.

Bereits zwei Schutzgebiete in Utah verkleinern lassen

Zuvor schon hatte Präsident Donald Trump seinen Innenminister beauftragt, bei 27 Nationalparks prüfen zu lassen, ob seine Vorgänger zu weit gegangen sind – und zu viel Land unter den Schutz der Nationalparks gestellt haben.

Trump hat bereits zwei Schutzgebiete in Utah deutlich verkleinern lassen, die Barack Obama am Ende seiner zweiten Amtszeit erheblich ausweiten liess. Umweltschutzgruppen kritisierten, Trump und sein Innenminister drehten damit die Uhren für den Naturschutz in den USA um Jahrzehnte zurück.

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