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International Roma-Familie darf nicht zurück nach Frankreich

Mitten auf der Schulreise wurde die 15-jährige Leonarda im Oktober letzten Jahres aus dem Bus gezerrt und zusammen mit ihrer Familie von Frankreich nach Kosovo abgeschoben. Nun entschied ein Gericht: Die Familie erhält keine Aufenthaltsbewilligung.

Leonarda und ein Teil ihrer Familie
Legende: Leonarda und ihre Familie dürfen bis auf weiteres nicht nach Frankreich zurückkehren. Keystone

Das Verwaltungsgericht in Besançon hat die Beschwerde der Roma-Familie gegen eine Rückführung in den Kosovo abgewiesen. Auch die Abschiebung der Schülerin sei rechtmässig gewesen, urteilte das Gericht.

Damit darf die neunköpfige Familie vorläufig nicht zurück nach Frankreich. Sie kann jedoch gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes rekurrieren.

Staatsanwalt: Familie hat sich nicht integriert

Zum Verhängnis war der Familie geworden, dass sie sich in Frankreich offenbar nicht integriert hatte. Laut dem Staatsanwalt sprach die Mutter kein französisch. Ausser um Hilfe zu beantragen, habe das Paar sein Zuhause nie verlassen.

Die Anwältin der Roma-Familie gab zu bedenken, dass keines der sieben Kinder im Kosovo geboren wurde. Nun müssten sie in einem fremden Land leben.

Der Vorfall hatte in Frankreich hohe Wellen geschlagen. Tausende waren gegen das rüde Vorgehen der Staatsmacht auf die Strasse gegangen.

Leonarda wollte nicht alleine

Der Protest der Massen gegen das hart Vorgehen bei der Ausschaffung der 15-Jährigen hatte tatsächlich Wirkung gezeigt. Präsident François Hollande bot der Schülerin die Rückkehr nach Frankreich an. Das Angebot galt jedoch nur für das Mädchen – nicht für die ganze Familie. Leonarda lehnte die Offerte daraufhin ab.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Martina Bluemer, Aarau
    Normalverdienende können sich heute keine 7(!) Kinder mehr leisten. Es wird bestimmt nicht die einzige Familie sein, deren Eltern so berechnend sind
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Na schau mal her! Frankreich darf also eine nicht integrierte Romafamilie rechtmässig ausschaffen und ihr gar das Rückreiseverbot auferlegen. Und die zahlreichen ausländischen Strafgefangenen in der Schweiz sind doch auch nicht integriert, oder? Naja unser Bundesrat, d. h. unsere Liebe Frau von Justiz wehrt sich gegen deren Ausschaffung. Lieber lässt sie die Gefängnisse aus allen Nähten platzen und lässt neue Knast-, pardon, Gasthäuser für ihre Gäste bauen. Sagenhaft!!
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Sagenhaft! Nach Frankreich einwandern, von Sozialhilfe leben, 7 Kinder auf die Welt stellen, Kindergeld kassieren, aber zu faul, um die Sprache lernen. Das müssen die hochqualifizierten Fachkräfte sein, von denen uns die Politiker und Medien immer vorschwärmen.
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    1. Antwort von Max Hug, Luzern
      Nach der Meinung unseres Bundesrates schon.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      Unglaublich die Verantwortlichkeit dieser"Erzeuger"den eigenen Kindern gegenüber.Einfach nicht nachvollziehbar,wie so ein Verhalten zu werten ist. Dummheit?Geistige Defekte?Mangelnde Bildung über mehrere Generationen?Wenn in einem Staat ein gewisses Mass an Verwahrlosung erreicht wurde,ist sie beinahe nicht mehr rückgängig zu machen.Die Einen erwirken Verwahrlosung durch Ausbeutung und Unterdrückung und die ausgebeuteten Unterdrückten beuten aus durch Verwahrlosung.
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    3. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Käser - Westeuropa mit seinen grosszügigen Sozialsystemen, wo sich jeder hergelaufene bequem ein Leben lang in die staatliche Hängematte legen kann, zieht solche Menschen natürlich an wie der Kuhfladen die Fliegen. Und wenn man dann auch noch für jeden extra Gof Leistungen abkassieren kann, tja.... Dazu sind Zigeuner wie auch Moslems dafür bekannt, dass es sie nicht die Bohne interessiert, ob sie ihre Brut selbst finanzieren können oder nicht. Der Steuerzahler im Gastland zahlt ja so oder so.
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