Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Rückgang in der Schweiz Wenn die Zecke weniger zubeisst

  • Seit Jahresbeginn hat sich die Zahl der Fälle von Zeckenenzephalitis (FSME) im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode fast halbiert.
  • Im publizierten neusten BAG-Bulletin sind für den Zeitraum von Januar bis Ende der vergangenen Woche 127 Fälle aufgelistet, gegenüber noch 218 Fällen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
  • Auch bei der Borreliose ist in diesem Jahr ein markanter Rückgang festzustellen. Die Zahl der Arztbesuche belief sich Ende Juni auf 3600, gegenüber fast 10'000 in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

Generell stelle man weniger Zeckenbisse fest, bestätigte Daniel Koch, Verantwortlicher der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim BAG (Bundesamt für Gesundheit). Die aktuellen Zahlen liegen zwar deutlich unter dem Vorjahreswert, sind aber vergleichbar mit dem mehrjährigen Durchschnittswert seit dem Jahr 2000.

FSME: Von symptomlos bis tödlich

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Durch einen Stich einer infizierten Zecke wird das FSME-Virus übertragen. Es löst die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Zeckenenzephalitis aus. Erste Krankheitszeichen tauchen nach sieben bis 14 Tagen aus, es kommt zu grippeartigen Symptomen. Ein Grossteil der Patienten hat allerdings keine Krankheitszeichen, wie das BAG schreibt. Nach diesem Zeitraum haben bis zu 15 Prozent der Infizierten Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen, die Wochen bis Monate dauern können, dies weil das zentrale Nervensystem angegriffen wird. Auch Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven kommen vor und können zu bleibenden Behinderungen führen. Bei einem Prozent dieser Fälle führt die Krankheit zum Tod. Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich.

In der Schweiz gibt es ungefähr 100 bis 250 Fälle pro Jahr.

Laut Koch ist es auch noch zu früh, um Aussagen darüber zu machen, ob die niedrigeren Zahlen die Folge von vermehrten Impfungen sind. Der Rückgang erkläre sich zweifellos auch damit, dass sich das Verhalten der Bevölkerung verändert habe und inzwischen bei Waldgängen Vorsichtsmassnahmen ergriffen würden.

Zur grossen Zahl von Fällen im vergangenen Jahr stellte Koch fest, dass die Übertragung von Krankheiten abhängig von der Zahl der infizierten Zecken in der Natur sei.

So schützen Sie sich

Zecken sind vor allem im Frühling und im Herbst aktiv. Wer Gestrüpp und Unterholz meidet, geschlossene Kleidung trägt, Zeckenschutzmittel verwendet und sich nach einem Wald- oder Gartenaufenthalt auf Zeckenstiche kontrolliert, kann sich vor den Stichen und ihren Folgen schützen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Es stimmt es mich misstrauisch, nachdem gerade erst am 4.2.19 die Meldung erschien "Nach Rekordjahr 2018 weitet das BAG die Risikogebiete für Zeckenbisse auf die gesamte CH exkl.GE+TI aus. 2018 erreichten die Fälle von FSME eine Rekordhöhe.
    Die Impfung werde allen empfohlen, die in Risikogebieten, also überall, leben/sich dort aufhalten" Ich kann andere Regionen nicht beurteilen, aber die Lage in meiner ist seit Mitte 80er Jahre dieselbe. Viele Zecken, wenig Borrelien- keine FSME-Infizierte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Gibt es auch Untersuchungen, woher die rasch ansteigende Toxizität der Zecken gekommen ist???
    Ablehnen den Kommentar ablehnen