Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Todesstrafe soll in Sri Lanka bei Drogenkriminellen wieder vollstreckt werden abspielen. Laufzeit 05:20 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 07.02.2019.
Inhalt

Rückkehr zur Todesstrafe Sri-lankischer Präsident eifert Duterte nach

Sri Lanka liess seit 43 Jahren niemanden mehr hinrichten. Das soll sich ändern. Die Fakten dazu.

Sri Lanka und die Todesstrafe: Seit 1976 wurden Todesurteile in Sri Lanka nicht mehr vollzogen. Das soll sich aber bald ändern. Der sri-lankische Staatspräsident Maithripala Sirisena will nach einem Besuch auf den Philippinen im Januar die Todesurteile wieder vollstrecken lassen.

Vorbild Duterte: Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat seit seinem Amtsantritt 2016 bereits mehr als 4200 mutmassliche Drogenkriminelle hinrichten lassen. Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) ermittelt gegen ihn wegen mutmasslicher Morde durch staatliche Stellen. Die Philippinen haben sich daraufhin vom IStGH zurückgezogen.

Drogenkriminalität in Sri Lanka: Gemäss dem sri-lankischen Justizministerium sitzen im Moment 1300 Menschen in der Todeszelle. Wegen Drogenkriminalität wurden aber weniger als 50 Menschen zum Tod verurteilt. «Das Problem der Drogenkriminalität wird jetzt etwas grösser gemacht als es wirklich ist», sagt Thomas Gutersohn, SRF-Südasienkorrespondent.

Unterschied zu den Philippinen: Auf Sri Lanka soll die Rechtsstaatlichkeit der Urteile garantiert werden, so Gutersohn. «Die Verurteilten sollen einen fairen Prozess erhalten, und sie können auch in Berufung gehen.» Auf den Philippinen sei dies nicht der Fall, so der Korrespondent.

Der innenpolitische Hintergrund: «Ende Jahr stehen Wahlen an. Sirisena versucht deshalb, sich als der harte Mann darzustellen, als den Duterte von Sri Lanka», sagt Gutersohn. Als starke Führungspersönlichkeit muss er sich präsentieren, weil er ursprünglich den Premierminister absetzen wollte. Nach monatelangem Ringen um die Macht hat der oberste Gerichtshof alles rückgängig gemacht. Sirisena hatte ein Einsehen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.