Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Anwalt Robert Driscoll: «Maria Butina war keine russische Spionin» abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.04.2019.
Inhalt

Russische Waffenlobbyistin Haftstrafe für Russin wegen Agententätigkeit in den USA

  • In den USA ist die russische Staatsangehörige Maria Butina wegen Verschwörung und illegaler Agententätigkeit verurteilt worden.
  • Sie hat gestanden, zwischen 2015 und Juli 2017 in den USA für die russische Regierung tätig gewesen zu sein.
  • Butina soll versucht haben, die Waffen-Lobby National Rifle Association (NRA) zu infiltrieren.
Maria Butina posiert mit einer Pistole in der Hand.
Legende: Maria Butina auf einer Aufnahme der russischen Waffenorganisation «Recht auf Waffen». Keystone

Die Angeklagte Maria Butina hat zugegeben, unter Anleitung eines russischen Regierungs-Funktionärs in den USA tätig gewesen zu sein. Sie gestand vor einem Bundesgericht in Washington, zwischen 2015 bis zu ihrer Festnahme im Juli 2017 in den USA operiert zu haben. Dies umfasste auch die Zeit des US-Präsidentschafts-Wahlkampfs 2016.

Sie war angeklagt, sich ohne Registrierung bei den US-Behörden als Agentin im Interesse des russischen Staates und an einer Verschwörung gegen die USA beteiligt gewesen zu sein. Dafür wurde sie zu 18 Monaten Haft verurteilt, wie das US-Justizministerium mitteilte.

Waffenrechts-Aktivistin in Russland

Die Russin war mit einem Studenten-Visum in die USA eingereist und war in Washington immatrikuliert. Die US-Bundespolizei FBI hielt das Studium für eine Tarnung ihrer Agententätigkeit.

Butina hatte sich in Russland als Aktivistin für das Recht auf das Tragen von Waffen engagiert. Bei ihrem Aufenthalt in den USA soll sie unter anderem versucht haben, die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) zu infiltrieren. Die NRA steht der Republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump nahe.

Nach ihrer Festnahme war gegen Butina Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr verhängt worden. Nach dem Absitzen ihrer restlichen Haftstrafe soll Butina nach Russland abgeschoben werden.

Für Russland ein politisches Urteil

Die Regierung in Moskau hatte ihre Freilassung gefordert. Das russische Aussenministerium sprach von einer «politisch motivierten» Entscheidung, die beschämend für die US-Justiz sei. Butina sei Opfer einer Auseinandersetzung verschiedener politischer Lager in den USA geworden.

Moskau sprach in einer Mitteilung von erfundenen Anschuldigungen gegen die Frau. Sie sei unter Androhung einer langen Gefängnisstrafe zu dem Geständnis gezwungen worden.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von S. Petrovic (S.Petrovic)
    Sie ist Russin, sieht aus wie eine gefährliche Agentin und hat noch eine Pistole in der Hand. Nach USA Gesetz braucht man nicht zusätzliche Beweise.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Stotz (Urs Stotz)
    Die Russin wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt - eher ein niedrige Strafe für US-Verhältnisse. Das klingt mir nach einem Deal.
    In der USA ist bekannt, dass Angeklagte ohne teure Verteidiger, welche sich nicht auf einen Deal einlassen, ein mehrfaches an Strafe riskieren.
    Keine Ahnung, ob diese Frau schuldig ist oder nicht, aber das was in der USA abgeht bezüglich Russland, und bezüglich diesem mehr als fragwürdigem Rechtssystem, kann das sehr wohl ein politisches Urteil sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Wenn’s nach Obama ginge, dann wäre das doch nur von Vorteil. Meinte er zumindest im Zusammenhang mit dem Abhörskandal deutscher befreundeter Institutionen....
    MfG
    Ablehnen den Kommentar ablehnen