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Paul Manafort will mit Sonderermittler kooperieren
Aus Tagesschau vom 14.09.2018.
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Russland-Affäre Trumps Ex-Wahlkampfchef will zu Russland-Ermittlung aussagen

  • Paul Manafort, der frühere Wahlkampfleiter von US-Präsident Trump, hat sich bereit erklärt, mit den Ermittlungen zur Russland-Affäre zu kooperieren.
  • Bei einer Anhörung vor Gericht in Washington bekannte er sich zugleich einer Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten schuldig.
  • Fünf weitere Anklagepunkte gegen Paul Manafort werden als Teil des «Deals» fallen gelassen.
  • Das Weisse Haus hat bereits reagiert.
Paul Manafort vor einem Gericht.
Legende: Paul Manafort hat sich als Teil einer Vereinbarung mit dem Sonderermittler Mueller in zwei Punkten schuldig bekannt. Keystone

Neuer juristischer Rückschlag für US-Präsident Donald Trump: Sein ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort bekennt sich der Verschwörung gegen die USA sowie der Verschwörung zur Justizbehinderung schuldig. Im Gegenzug lässt Sonderermittler Robert Mueller fünf weitere Anklagepunkte fallen. Dies geht aus Gerichtsunterlagen hervor.

«Dies hat absolut nichts mit dem US-Präsidenten oder seiner siegreichen Wahl 2016 zu tun», liest das Weisse Haus bereits verlauten.

Sagt Manafort im Gegenzug zur Russland-Affäre aus?

Möglicherweise musste sich Manafort als Teil der Vereinbarung verpflichten, mit Mueller bei dessen Ermittlungen zu mutmasslichen Absprachen zwischen
Donald Trumps Wahlkampfteam und Russland während des
US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016 zu kooperieren.

Manafort war im vergangenen Monat von einem Geschworenengericht in Virginia in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden. Dem 69-Jährigen droht aus dem Verfahren eine langjährige Haftstrafe. In dem zweiten Prozess in Washington sollte eigentlich am Montag die Auswahl der
Geschworenen beginnen. Dieser Teil des Verfahrens wird durch das
Schuldeingeständnis hinfällig.

Nach der Verurteilung in Virginia hatte Trump Manafort noch auf Twitter als «tapferen Mann» gelobt, der dem Druck widerstanden habe, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft zu schließen.

Das Geständnis im zweiten Verfahren kommt wenige Wochen vor der Kongresswahl Anfang November. Unklar ist, wie sich die Nachricht auf die Anhänger des Präsidenten auswirken wird. Noch hat Trump nicht auf Manaforts Schuldeingeständnis reagiert.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Besonders in San Quentin in Kalifornien findet Sonderermittler Mueller wahrscheinlich auch viel Zeugen, die gerne eine Aussage gegen Trump machen würden.
    1. Antwort von Pascal Ringenbach  (stuhlflechter)
      Wiso? Ist das der Knast für Wirtschaftskriminelle und Verschwörer (Wie Cohen, Manafort etc)?
  • Kommentar von Bruno Bär  (ursinho007)
    Trump das Windfähnchen wird nun Manafort vom tapferen Mann in den Lügner-Mann verwandeln.
  • Kommentar von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
    Ich vermute das jeder von uns hier in den Kommentarspalten alles gewünschte sagen würde um einer lebenslangen Haftstrafe zu entkommen. Völlig unabhängig vom Wahrheitsgehalt. Wieviel Wert sind demnach so erpresste Aussagen?
    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Die Glaubwürdigkeit von Paul Manafort steht eben jetzt auch in Frage. Und das wird in diesem Bericht an keiner Stelle auch nur angedeutet.
    2. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Haller: Die "Glaubwürdigkeit" des Herrn Manafort ist offensichtlich legendär: Seine Beratungsfirma bekam bereits 1992 den Titel "Lobby der Folterer" und die Auszeichnung "schmierigste Lobbyfirma des Landes". Sie stellen die Glaubwürdigkeit dieses Herrn zu Recht in Frage. Aus welchen Beweggründen engagierte der 45. Präsidenten USA ausgerechnet diesen durchtriebenen Diener der Diktatoren?
    3. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Neuhaus: Im Text lese ich vom Risiko einer "langjährigen Haftstrafe". Keine Ahnung, wie Sie da auf das Szenario der "lebenslangen Haftstrafe" kommen. Vielleicht, weil es so schön in die Stossrichtung ihrer Behauptung passt?