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International Säbelrasseln in Kiew

Die Ukraine fürchtet einen neuen Grossangriff pro-russischer Rebellen. Für den Fall droht Präsident Poroschenko den Separatisten mit Gegenmassnahmen. Selbst vor drastischen Schritten wird nicht zurückgeschreckt.

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Legende: Militärausbilder aus USA und Grossbritannien sollen die ukrainische Armee wieder auf Vordermann bringen. Keystone

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat angesichts der kampfbereiten pro-russischen Separatisten im Konfliktgebiet Donbass die Verhängung des Kriegsrechts angedroht. Sollte es einen Angriff geben, werde er den Kriegszustand ausrufen.

In der Ostukraine seien 50'000 Soldaten stationiert, betonte er. Im Fall des Kriegsrechts droht dem fast bankrotten Land unter anderem ein Ende der Kredite vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

Zehntausende Separatisten von Moskau unterstützt

«Die Ukraine wird nicht ihre Bereitschaft zum Krieg zeigen, sondern zum Sieg und zur Verteidigung, zum Frieden», sagte der 49-Jährige. Die ukrainischen Soldaten seien anders als noch vor einem Jahr eine «mächtige Gruppierung».

Nach ukrainischen Angaben stehen dem Militär etwa 40'000 von Russland unterstützte Separatisten gegenüber. Trotz des in Minsk vereinbarten Waffenstillstands werden im Donbass beinahe täglich Menschen getötet.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Poroschenko muss unter allen Umständen erreichen, dass sich EU/NATO/USA aktiv an der Seite der UKR bis im Herbst im Konflikt mit RU beteiligen (Militärisch u. finanziell). Bis dann muss die wirtschaftl. Situation im Lande durch den Westen stablilisiert sein. D.h. nachher kann jeder Moment die UKR im Bereich Wirtschaft./Sozialpolitisch/Verteidigung implodieren.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Man muss den Artikel GANZ GENAU lesen. Poroschenko will angesichts der kampfbereiten Treuppen den Kriegszustand ausrufen. Also: Die Separatisten (ukrainische!) verhalten sich ruhig, sind aber angespannt. Poroschenko agiert... Man darf Aktion nicht mit Reaktion verwechseln. DAS IST DAS PROBLEM. Daraus folgt eine nächste Stufe der Eskalation und heisst Krieg - mit vielen Tränen, Verletzten, Toten und gegenseitigen Schuldzuweisungen. DAS MUSS VERHINDERT werden. Minsk 2 wäre ein guter Anfang.
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  • Kommentar von Heinrich Gafner, Beatenberg
    Es läuft also nach wie vor alles nach amerikanischem Drehbuch. Alles im Interesse der USA. Aber die Russen machen das. Kann das sein? Stimmt das die Putinhasser nicht ein bisschen nachdenklich. Sogar wenn die Amis ihre hinterhältigen Interessen und Absichten laut in die Welt hinausposaunen hört man es nicht. Weil auch in diesem Artikel steht doch, dass die Russen die bösen sind. Dann muss es ja stimmen!
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