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Legende: Video Putins Rede zur Nation abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.02.2019.
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Säbelrasseln in Moskau «Die Antwort unseres Landes wird immer wirksam und effektiv sein»

  • Russlands Präsident Wladimir Putin warnte in seiner Jahresansprache vor dem Parlament vor der Stationierung von Nuklear-Mittelstreckenraketen in Europa.
  • Sollte dies geschehen, werde Russland nicht nur die Länder ins Visier nehmen, in denen solche Waffen aufgestellt würden, sondern auch die USA selbst.
  • Die USA sollten daher die Risiken genau abwägen, bevor sie irgendwelche Schritte unternähmen. Russland werde entschlossen reagieren, sei aber auf keine Konfrontation aus.
Podium mit Rednerpult
Legende: Wladimir Putin sprach in Moskau vor Hunderten Politikern und Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Religion. Keystone

Russland werde mit seinen Raketen nicht nur mögliche Stationierungspunkte etwa in Polen oder Rumänien ins Visier nehmen, sondern auch die Zentralen jener Länder, in denen die Entscheidungen getroffen würden. «Die Antwort unseres Landes wird immer wirksam und effektiv sein», sagte er.

Putin kritisierte erneut den Ausstieg der USA aus dem INF-Abrüstungsvertrag, der den Besitz landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern untersagt. «Das spitzt die internationale Sicherheitslage stark zu und führt zu ernsten Bedrohungen für Russland», sagte er.

Russland ist bereit

Dabei betonte der Kremlchef, dass sein Land gerüstet sei. Schon in diesem Frühjahr werde Russland das erste Atom-U-Boot mit dem unbemannten Waffensystem «Poseidon» zu Wasser lassen. «Die Arbeit läuft nach Plan», sagte er.

Es war Putins 15. Rede an die Nation. Sie drehte sich am Ende nur kurz um die internationale Politik. Die Schwerpunkte lagen vielmehr auf der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Putin versprach seinen Landsleuten eine steigende Lebensqualität in den kommenden Jahren.

Investitionen angekündigt

Zudem kündigte Putin eine massive Erhöhung staatlicher Ausgaben an. Russland sei «nach vielen Jahren kollektiver Bemühungen» nun in der Lage «kolossal» in die Entwicklung des Landes zu investieren. Putin betonte, die Mittel seien nicht geliehen, sondern «durch Millionen Bürger» geschaffen worden. Sie sollten dazu genutzt werden, «das Wohl russischer Familien zu steigern». Ein Fokus solle auf der Armutsbekämpfung liegen.

Legende: Video Putins neues Internetgesetz - Regulierung oder Zensur? abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.02.2019.
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100 Kommentare

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  • Kommentar von Luzius Brotbeck  (LuziBrot)
    Es stellt sich tatsächlich die Frage wer hier wen bedroht. Die Zahlen sprechen ja eigentlich für sich. Militäretat 2017 laut SIPRI:
    USA = $610 Mia USA (NATO= über $1'100 Mia, 14x mehr als Russland
    Russland = $66 Mia
    Während USA & NATO aufrüsteten, gab Russland gar 20% weniger fürs Militär aus als noch 2016 und wurde sogar von den Saudis (knapp $70 Mia) überholt.

    USA betreiben in über 42 fremden Ländern Militärstützpunkte, Russland in 9.
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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Beissender Sarkasmus kann doch nie neutral sein.
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  • Kommentar von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
    So lange Putin respektive die russische Regierung nicht den Tot von 500'000 Kinder, man stelle sich dies einmal bildlich vor; 500'000 Babys, Mädchen und Buben (mehr als die Stadt Zürich Einwohner hat) verursacht und dies nachher als Kollateralschaden «der die Sache wert war» bezeichnet, finde ich sie um einiges sympathischer, aufrichtiger, friedliebender und entsprechen sie mehr meinen humanistischen Werten als die bisherigen Regierungen unserer lieben Freunde aus Übersee.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Bemerkenswert auch, dass Putin immer wieder mit Hitler oder Stalin verglichen wurde, aber die USA nie oder kaum mit dem angriffsfreudigen, Menschenleben verachtenden 3. Reich, obwohl seit dem 2.WK die USA zwischen 10 und 30 Millionen Kriegsopfer zu verantworten haben und dabei auch Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben.
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