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Satelliten-Beobachtungen UNO: Nordkorea bereitet ersten Atomtest seit 2017 vor

  • Nordkorea bereitet sich gemäss UNO-Angaben auf seinen ersten Atomtest seit fünf Jahren vor.
  • Zuletzt seien Bauarbeiten an einer unterirdischen Testanlage beobachtet worden, zitieren verschiedene Nachrichtenagenturen aus einem bisher vertraulichen UNO-Bericht.
  • Diese Arbeiten ebneten den Weg für Tests zur Entwicklung von Atomwaffen.
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Archiv: Nordkorea und seine Raketentests
Aus Tagesschau vom 12.01.2022.
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Satellitenaufnahmen liessen darauf schliessen, dass Nordkorea sein Stollen-Netzwerk in Punggye-ri instand setze sowie 2018 im Zuge von Verhandlungen mit den USA abgerissene Gebäude auf dem Gelände wieder aufbaue.

Nach Angaben des UNO-Berichts, der den Zeitraum der vergangenen Monate abdeckt, wurden zudem die Kapazitäten zur Produktion von spaltbarem Material in der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon hochgefahren.

Atomenergiebehörde macht gleiche Beobachtungen

Seit Monaten befürchten Beobachterinnen und Beobachter, dass nach zahlreichen Raketentests der erste Atomtest von Machthaber Kim Jong-un seit knapp fünf Jahren bevorstehen könnte. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte bereits im Juni auf Aktivitäten in Punggye-ri verwiesen. Nordkorea hatte dort zwischen 2006 und 2017 sechs Testexplosionen durchgeführt.

Kim Jong-un schaut Rakete an
Legende: Der nordkoreanische Führer Kim Jong-un gibt auf diesem undatierten Foto, das von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur Korean Central veröffentlicht wurde, Hinweise auf ein Atomwaffenprogramm. Reuters / KCNA

Das Land erlaubt keine internationalen Inspektionen vor Ort. Nordkorea feuerte unter Verstoss gegen UNO-Sicherheitsratsresolutionen in diesem Jahr nach UNO-Angaben bereits über 30 ballistische Raketen ab – darunter mehrere Interkontinentalraketen.

«Zeit nuklearer Gefahr»

UNO-Generalsekretär António Guterres hatte erst am Montag auch angesichts von Nordkoreas Atomprogramm davon gesprochen, die Welt befinde sich in einer «Zeit nuklearer Gefahr, wie es sie seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht mehr gegeben hat».

Die Menschheit laufe Gefahr, die Lehren von Hiroshima und Nagasaki zu vergessen. «Heute ist die Menschheit nur noch ein Missverständnis, eine Fehlkalkulation von der nuklearen Vernichtung entfernt.»

Atomprogramm mithilfe Kryptogaunereien finanziert

Nordkorea finanziert sein Atomprogramm den UNO-Experten zufolge weiterhin mit Hackerangriffen, bei denen Computer-Spezialisten durch Datenklau Geld nach Pjöngjang schleusen. Sie hätten «Hunderte Millionen Dollar» in Kryptowährungen erbeutet. Entgegen der UNO-Sanktionen gegen die Autokratie exportiere das Land auch Kohle.

Kim Jong-un will mit den Raketentests und seinem Atomprogramm den Druck auf die Weltgemeinschaft zum Aufheben der Sanktionen erhöhen. Gleichzeitig liegt die Diplomatie zu den USA seit dem gescheiterten zweiten Gipfeltreffen Kims mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump im Februar 2019 brach.

Nordkorea machte daraufhin mehrfach deutlich, an neuen Gesprächen nicht interessiert zu sein, solange Washington keine neuen Vorschläge unterbreite. Im UNO-Sicherheitsrat waren die USA im Mai mit einer Resolution für schärfere internationale Sanktionen gegen Pjöngjang gescheitert. Russland und China legten bei der Abstimmung in New York Vetos ein

SRF 4 News; 5.8.2022; 5 Uhr;

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