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International Schotten uneins über Abspaltung

Die nationalistische Regierung in Edinburgh stellt heute ihre Roadmap für eine unabhängiges Schottland vor. Doch eine Umfrage hat gezeigt: Die Mehrheit der Schotten will weiterhin zu Grossbritannien gehören.

Legende: Video Wollen Schotten wirklich unabhängig sein? abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.11.2013.

Die Regierung in Edinburgh präsentiert heute ein über 600 Seiten umfassendes Konzept. Das «White Paper» ist die Roadmap für den Weg Schottlands in die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich.

Im September kommenden Jahres wird das Schottische Volk in einer Abstimmung darüber entscheiden. Doch eine jüngste Umfrage hat gezeigt: Die Mehrheit der Schotten hält nicht viel von den Sezessions-Plänen der nationalistischen Regierungspartei der Scottisch National Party (SNP).

Trotzdem sollten sich die Unionisten laut SRF-Korrespondent Martin Alioth nicht ausruhen. «Aktuell Befürworten 38 Prozent eine Abspaltung vom Vereinigten Königreich, 47 sind dagegen und 15 Prozent sind unentschieden.» Es sei aber noch möglich, dass der Wind sich drehe.

Folgen für die Wirtschaft

Laut Alioth dürfte die SNP alles daran setzen, die Unabhängigkeit durchzusetzen. «Sie ist die raison d’être für die Partei.» Doch viele Fragen seien noch offen.

So ist noch ungeklärt, inwiefern Schottland für einen Teil der Staatsverschuldung Grossbritanniens aufkommen muss, sollte es sich abspalten. Ausserdem habe eine Studie eine Finanzloch für Schottland prophezeit, sollte es sich loslösen.

Die Wirtschaftsleistung dürfte demnach um zwei Prozent zurückgehen. «Bei einer Unabhängigkeit wäre der Schaden für Schottland etwa doppelt so hoch wie für Grossbritannien», erklärt Alioth.

Dies weil Einnahmen aus der Ölförderung wegfallen – und die Überalterung zunehmen würde. Die Regierung in Edinburgh jedoch «streitet dies ab», so Alioth.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Schotten waren schon immer ein eigenes Völklein. Das wussten schon die Römer, weswegen sie ihr Imperium gegen die Schotten mit dem Hadrianswall abschotteten. Die Sparsamkeit der Schotten ist sprichwörtlich und wenn nur ein Bruchteil der Scherze stimmt, werden die Schotten ihren eigenen Weg gehen und das Öleinkommen für sich behalten.
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Die Schotten wurden jahrhundertelang unterdrückt. Aber in der Neuzeit nicht mehr. Also besteht auch kein Grund für eine Abspaltung. Dass die SNP ans Ruder kam, hat einzig mit allgemeiner Unzufriedenheit zu tun. Wenn's drauf an kommt, wird der Schotte - besonders der Schotte :) - die Variante wählen, die am meisten Schillinge bringt.
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Geographisch hat eine Abspaltung keinen Sinn. Nur, was läuft in Grossbritannien und in der EU kulturell schief, dass diese Konstrukte auf eine Art Zersetzungserscheinungen aufweisen?
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @H. Knecht: Die Bevölkerung der div. EU-Staaten wurden nie nach Ihrer Meinung in Bezg auf die Mitgliedschaft befragt. Die regionalen Besonderheiten erhalten mehr u. mehr Gewicht. Siehe Katalonien, Bretagne, Südtirol, Baskenland. Die Leute trauen den Geld- u. Demokratievernichtern in Brüssel u. Strassburg immer weniger, sehen aber, dass Sie immer weniger in der Geldbörse heimbringen.
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