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International Schumachers Ärzte sprechen von «leichter Verbesserung»

Noch geben die Ärzte des früheren Formel-1-Piloten keine Entwarnung. Nach ihrer Einschätzung hat sich sein Zustand in den vergangenen 24 Stunden allerdings etwas stabilisiert. Der 44-Jährige konnte in der vergangenen Nacht ein weiteres Mal operiert werden.

Legende: Video «Ärzte von Schumacher: «Leichte Verbesserung»» abspielen. Laufzeit 1:07 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 31.12.2013.

Zwei Tage nach seinem schweren Skiunfall hat sich der Zustand des früheren Formel-1-Rennfahrers Michael Schumacher «leicht verbessert».

Die behandelnden Ärzte im Universitätsspital in Grenoble betonten zwar, sie könnten auch weiterhin keine Prognose für Schumacher abgeben. Nach ihren Angaben hat sich sein Zustand allerdings in der vergangenen Nacht soweit stabilisiert, dass er ein zweites Mal operiert werden konnte.

In einem zweistündigen Eingriff sei es gelungen, einen weiteren Bluterguss auf der linken Hirnseite zu enfernen. Zudem habe der Druck im Schädel gesenkt werden können.

«Besser unter Kontrolle als gestern»

Wie die Ärzte weiter erklärten, seien bei einer Computertomographie noch weitere Hirnverletzungen entdeckt worden. Diese müssten nun überwacht und verfolgt werden. Eine dritte Operation sei allerdings derzeit nicht geplant.

«Die Situation ist besser unter Kontrolle als gestern», sagte einer der Ärzte. Allerdings sei es zu früh zu sagen, Schumacher sei ausser Lebensgefahr. «Wir haben Zeit gewonnen», sagte ein Arzt. Die Mediziner zeigten sich überrascht von den raschen Fortschritten im Heilungsprozess.

Familie dankt und bittet um Zurückhaltung

Die Anteilnahme für Schumacher reisst derweil nicht ab. Vor dem Spital in Grenoble warten Fans seit Montag auf neue Nachrichten zum Gesundheitszustand ihres Idols. Auf Facebook und Twitter schicken ehemalige Formel-1-Kollegen, Sportler und Prominente dem Verunglückten Genesungswünsche.

Schumachers Familie bedankte sich für die grosse Anteilnahme und für die Arbeit der Ärzte. «Wir möchten uns beim Ärzteteam bedanken, von dem wir wissen, dass es alles tut, um Michael zu helfen. Ausserdem danken wir den vielen Menschen aus der ganzen Welt, die ihr Mitgefühl ausgedrückt und beste Wünsche für Michaels Genesung übermittelt haben», liess Schumachers Ehefrau Corinna mitteilen. Die Familie bat die Medien darum, die Privatsphäre von Angehörigen und Freunden zu achten.

Der langjährige Ferrari-Pilot war am Sonntag im Skigebiet von Méribel in den französischen Alpen verunglückt. Nach bisherigen Informationen war er auf einer nicht markierten Piste mit hoher Geschwindigkeit auf einen Stein geprallt. Als die Retter eintrafen, war Schumacher noch bei Bewusstsein. Dann aber verschlechterte sich sein Zustand rapide.

Tweets zu #Schumi

6 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bundey
    Erstaunlich an diesem sensationellen Ereignis ist doch eigentlich nur die internat.Riesenanteilnahme. Mio von Menschen leben traurig und elend dahin, Mio Tiere+Pflanzen kämpfen um ihr Überleben, auch in der CH. Wen interessierts? Weshalb vergeben so ungeheuer viele Leute ihr Mitgefühl an einen Promi und nicht an jene, die ihnen rund ums Jahr umsonst zu Diensten stehen, von denen sie abhängig sind? Die Foren solcher Berichte sind gähnend leer, obschon es dabei doch unsere eigene Existenz geht.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Wie lange wird uns diese Story noch vorgesetzt? Endlos, ich weiss... dabei hat sich das Ganze neben der gesicherten Piste ereignet und der Schumi hat sich wie oft in seiner Rennfahrerkariere einfach rücksichtslos aufgeführt. Also, verschont uns mit weiteren Details.
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    1. Antwort von Martin Rohr, Hombrechtikon
      Da fehlen die Worte oder vielleicht einfach gesagt - DUMM
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  • Kommentar von Marianne Aebischer, Grindelwald
    Michael Schumacher war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, typisch für all jene, welche glauben, alles unter Kontrolle zu haben. Er trug alleine die Verantwortung und mein Mitgefühl für ihn hält sich in Grenzen, dieses gehört eher seinen Angehörigen Ich wohne selber in den Bergen und werde regelmässig mit solchen Unfällen konfrontiert, sei es durch riskantes Skifahren oder Bergsteigen. Mein Mitgefühl gehört all jenen, welche unschuldig in solche Unfälle verwickelt werden.
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    1. Antwort von Martin Rohr, Hombrechtikon
      Auf ihr Mitgefühl kann es wahrscheinlich auch sehr gut verzichten, bleibt zu hoffen, dass nie ein Angehöriger von Ihnen so einen schrecklichen Unfall erleidet.....
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