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Schweiz auf Platz 15 Wo Kinder weltweit am besten gedeihen

  • Kinder und Jugendliche in Norwegen, Südkorea und den Niederlanden haben nach einer UNO-Studie die besten Chancen auf gutes Gedeihen.
  • Die Schweiz liegt auf Platz 15, knapp hinter Deutschland auf Platz 14 und vor Österreich auf Platz 19 von insgesamt 180 Ländern.
  • Die Kinder in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad und in Somalia sind weltweit am schlechtesten dran.
Video
Aus dem Archiv: 100'000 Kinder in der Schweiz in Armut
Aus Tagesschau vom 16.11.2017.
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Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UNO-Kinderhilfswerks Unicef hervor, der in der Fachzeitschrift «The Lancet» vorgestellt wird. Die Rangliste berücksichtigt Faktoren wie Gesundheit, Ernährung und Bildung.

Hier lebt es sich für Kinder am besten

1. Norwegen
2. Südkorea
3. Niederlande
4. Frankreich
5. Irland
6. Dänemark
7. Japan
8. Belgien
9. Island
10. Grossbritannien
...
...
15. Schweiz

Es gebe aber kein Land der Welt, dass seine Minderjährigen nicht in einem Bereich im Stich lasse, sagte der Gesundheitsexperte Anthony Costello, einer der Hauptautoren. Hinter dem Bericht steht eine Kommission mit mehr als 40 Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt

Hier lebt es sich für Kinder am schlechtesten

171. Afghanistan
172. Sierra Leone
173. Südsudan
174. Nigeria
175. Guinea
176. Mali
177. Niger
178. Somalia
179. Tschad
180. Zentralafrikanische Republik

Mangelernährung und Klimawandel

In ärmeren Ländern bleiben nach Schätzungen 250 Millionen Kinder wegen Mangelernährung in ihrer Entwicklung so weit zurück, dass sie ihr Potenzial ihr Leben lang nicht ausschöpfen könnten, so die Autoren. Reichere Länder gefährdeten die Zukunft der Kinder weltweit durch ihre hohen klimaschädlichen CO2-Emissionen. «Wir stimmen mit Greta Thunberg überein», sagte Costello. «Unsere Welt brennt.»

Wenn es unter Berücksichtigung der Emissionen um Nachhaltigkeit gehe, komme Norwegen nur auf Platz 156, die Niederlande auf Platz 160 und Deutschland auf Platz 161. Wegen ihrer niedrigen Emissionen stehen Burundi, Tschad und Somalia auf den ersten Plätzen – sie schneiden aber auf der Skala des Wohlergehens ihrer Kinder nach Gesundheit, Ernährung und Bildung miserabel ab.

Top-10- und Flop-10-Länder (Kohlenstoffemissionen)

1. Burundi
2. Tschad
3. Somalia
4. Demokratische Republik Kongo
5. Zentralafrikanische Republik
6. Malawi
7. Ruanda
8. Mali
9. Niger
10. Madagaskar
...
...
...
171. Luxemburg
172. Kasachstan
173. USA
174. Australien
175. Saudi Arabien
176. Bahrain
177. Vereinigte Arabische Emirate
178. Kuweit
179. Trinidad und Tobago
180. Katar

Von den Ländern, in denen es jungen Leuten relativ gut geht (Top 70), schaffen es nur neun Länder, ihre Ziele zur Reduktion der Pro-Kopf-Emissionen von CO2 bis 2030 zu erreichen, schreiben die Autoren. Darunter sind Sri Lanka, Moldau und Armenien – keine Industrieländer.

Schädliche Werbung

Alle Länder setzten junge Menschen Werbung für gesundheitsschädliche Produkte wie Alkohol, Tabak, überzuckerte Getränke und Fast Food aus, heisst es weiter. In Los Angeles sähen Jugendliche im Durchschnitt vier Alkoholwerbungen am Tag. In China könnten 86 Prozent der Fünf- und Sechsjährigen mindestens eine Zigarettenmarke identifizieren.

Die Werbung für stark zuckerhaltige Getränke und Fast Food sei mitverantwortlich für die alarmierende Ausbreitung von Fettleibigkeit. 1975 seien elf Millionen Minderjährige weltweit fettleibig gewesen, 2016 schon 124 Millionen. Der Bereich der Online-Werbung, die auf Minderjährige ziele, sei völlig unreguliert, monierte Costello. Vereinbarungen mit der Industrie zur Selbstregulierung funktionierten nicht.

Die Autoren empfehlen unter anderem, den CO2-Ausstoss dringend zu stoppen, Minderjährige in politische Entscheidungen mit einzubeziehen und Werbeeinschränkungen zu verschärfen.

SRF 4 News 3 Uhr; sda/widb

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Nathi Dübi  (nadu)
    Ich bin auch dafür, dass die Familienpolitik in der CH aktiver werden muss. Aber um unsere Armutpolitik zu unterstützen: Ich arbeite auf dem Sozialamt und es sind klar mehr als 800.- für eine Mutter mit zwei Kinder, Zahnarzt Notfallbehandlungen werden immer übernommen, Zahnarztversicherungen werden für Kinder übernommen und auf die Frühforderung sowie das Wohlergehend der Kinder wird zum Glück sehr viel Wert gelegt. Also im Ländervergleich dürfen armutbetroffene in der CH dankbar sein.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Jetzt ist der Klimawandel bereits auch am Wohlergehen unsere Kinder beteiligt? Und die CH ist Nr.15? Ja was wollen wir denn? Hochqulifizierte hightech-Leute um die Klimakrise zu meistern, das Ganze aber ohne Schulstress und Bildungsdruck. Finanziert durch Eltern wo Mama oder Papa jeweils gerade einige Wochen Kinderurlaub haben und dennoch soviel verdienen um dem Kind ein "schweizwürdiges" Leben zukommen zu lassen?
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  • Kommentar von Riitta Bislimi  (ribi)
    In der Schweiz leben 144'000 Kinder in Armut (Quelle: Caritas Schweiz). Das in einem der reichsten Ländern der Welt. Eine Schande.
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    1. Antwort von Mario Krönert  (Mario Krönert)
      Nun ich nehme an, dass ein Kind, welches Armut in Afrika erleidet gerne mit einem "armen" Kind in der Schweiz tauschen möchte. Die Definition von "Armut" dürfte doch eine andere sein. Ein Dach über dem Kopf, jeden Tag Essen, kostenlose Schulbildung, Wasser und Strom .... in der Schweiz für alle möglich, in Afrika nicht.
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Ribi, was bedeutet Armut in der CH? Keine Ferien, nicht täglich Fleisch auf dem Teller, kein ausreichender Lohn, keine angemessene Wohnung mit 4-5 Schlafzimmern, keine teuren Hobbys, was genau? Wenn ich mir nur schon die heutigen 3 Berichte wie "Das Leiden der rumänischen Waisenkinder", "Krise in San Francisco und LA" oder "Vertriebene in Idlib" ansehe... kein Kind lebt hier so, alle haben ein Daheim, Schulunterricht, Hilfe von Sozialämtern usf. Ich bezweifle, dass es hier wirkliche Armut gibt.
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    3. Antwort von Susanne Saam  (Biennoise)
      Mario und Beppie: Armut ist keine absolute Grösse, sondern definiert sich am lokalen Standart.
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    4. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Susanne: Das sagen ja Mario und Beppi genau. Unser Standard ist welten höher und darum nicht zu vergleichen.
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